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Drohen nach den Midterms erneute US-Angriffe auf den Iran?

Der Irankrieg und die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus stellte für US-Präsident Trump ein Risiko bei den Midterm-Wahlen dar. Jetzt gibt es Diskussionen über einen neuen großen Militärschlag n

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Der Irankrieg und die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus stellte für US-Präsident Trump ein Risiko bei den Midterm-Wahlen dar. Jetzt gibt es Diskussionen über einen neuen großen Militärschlag nach der Wahl.

Flammt der Krieg am Persischen Golf neu auf? Schon seit Wochen gibt es Diskussionen über gemeinsame Vorbereitungen Israels und der USA für einen erneuten Angriff auf den Iran. Anfang Oktober etwa meldete das Nachrichtenportal Axios, dass das Pentagon das US-Zentralkommando angewiesen habe, die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen im Iran abzuschließen.

Vergangene Woche berichtete Associated Press dann über entsprechende Warnungen von US-Regierungsbeamten gegenüber verbündeten Staaten in Westasien. Neue Militärschläge könnten demnach nach den Midterm-Wahlen am Dienstag stattfinden und iranische Vergeltungsschläge auf Ziele in den Staaten der Golfregion nach sich ziehen. Die Meldung nahm Bezug auf zwei nicht namentlich genannte Diplomaten.

Eskalation wird allgemein angenommen

Die Frage war am Wochenende auch Thema bei einer Sicherheitskonferenz in der bahrainischen Hauptstadt Manama. Daran nahmen hochrangige Militärs sowie Außen- und Sicherheitspolitiker aus der arabischen Welt, Asien, den USA und Europa teil. Aus Deutschland reiste etwa Nils Schmid – SPD-Politiker und parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium – an, der sich für eine diplomatische Lösung aussprach.

Midterms in den USA: Trump unter Druck

Schmid kommentierte gegenüber der Tagesschau, dass ein erneutes Aufflammen des Kriegs die Wirtschaft in Deutschland und Europa erneut schwächen würde: „Wir sind schon jetzt massiv von den Auswirkungen des Krieges hier in der Golfregion betroffen — durch steigende Ölpreise, durch steigende Inflation, durch die Schwächung der Weltwirtschaft“.

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis forderte zur Eröffnung der Konferenz mehr europäischen Einsatz für die Öffnung der Seewege, wenn nötig auch mit militärischen Mitteln.

Hasan Alhasan, Leiter des Ressorts Golfregion beim Thinktank Institute for Strategic Studies (IISS), sprach am Rande der Konferenz davon, dass das Bevorstehen einer neuen Phase der Eskalation allgemein angenommen werde. Signale aus der Trump-Regierung würden darauf hindeuten, dass Vorbereitungen im Gange sind. Der Militäranalyst Sascha Bruchmann wies wiederum darauf hin, dass die Golfstaaten seit der ersten Eskalation im Frühjahr aufgerüstet hätten, etwa im Rahmen eines Deals mit der Ukraine über Drohnenabwehrtechnologie.

Positionen innerhalb der US-Regierung

In der US-Administration gibt es einem Bericht von Axios von Montag zufolge drei verschiedene Positionen. Während ein Flügel um US-Verteidigungsminister Pete Hegseth für erneute Militärschläge eintrete und dabei durch die israelische Regierung von Benjamin Netanyahu unterstützt werde, befürworte eine andere Gruppe um US-Vizepräsident J.D. Vance und den US-Sondergesandten Steve Witkoff eine Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den USA und Iran. Außenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent und CIA-Direktor John Ratcliffe stünden wiederum auf dem Standpunkt, den Druck auf Iran durch Sanktionen aufrechtzuerhalten, ohne erneut zu eskalieren.

US-Präsident Trump hält sich derweil weiter alle Optionen offen. Im Interview mit Axios äußerte er: „So oder so werden wir etwas unternehmen, aber es besteht keine Eile. Wir haben sie finanziell lahmgelegt. Sie haben kein Geld, kein Benzin, und ihre Bevölkerung hat langsam die Nase voll davon.“

Inwieweit es der US-Bevölkerung angesichts der gestiegenen Spritpreise ähnlich geht, werden die Wahlergebnisse am Dienstagabend zeigen.

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