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Repression Perspektive Online

Drei Schulblockaden in Hamburg: „Keine Kürzungen! Keine Wehrpflicht! Gegen Polizeigewalt!“

Die Proteste gegen die Kriegsvorbereitungen gehen weiter: Seit dem frühen Morgen blockieren Schüler:innen drei Hamburger Schulen. Mit den Aktionen protestieren sie gegen Kürzungen im Bildungsbereich,

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Die Proteste gegen die Kriegsvorbereitungen gehen weiter: Seit dem frühen Morgen blockieren Schüler:innen drei Hamburger Schulen. Mit den Aktionen protestieren sie gegen Kürzungen im Bildungsbereich, die zunehmende Militarisierung und die Repression gegen Protestierende.

Seit 7:30 Uhr blockieren Schüler:innen der Max-Brauer-Schule, des Gymnasium Altona und des Gymnasium Allee ihre Schulen. Anlass sind die anhaltenden europaweiten Jugendproteste, die zunehmende Militarisierung der Bundesregierung sowie die Kürzungen des Hamburger Senats im Bildungssektor.

„Gestern war Generalstreik in Frankreich, heute haben wir in Hamburg drei Schulen zeitgleich dich gemacht“, erklärt Bruno von der Internationalen Jugend. „Wir stehen gerade vor dem Gymnasium Altona und fordern ein Ende der Kürzungen, ein Ende des Genozids in Palästina und ein Ende der Wehrpflicht und der Kriegsvorbereitungen des deutschen Staates. Wir sehen wie sich der deutsche Staat vorbereitet, uns in seine Kriege zu schicken und uns dazu zu bringen mit irgendwelchen Anreizen für ihn zu sterben.“

„Schule gegen Krieg“

Der Protest knüpft an die Hamburger Proteste der Jugendlichen an, welche seit mehreren Wochen geführt werden. Bereits am 14. Oktober blockierten Schüler:innen der Max-Brauer-Schule ihre Schule für mehrere Stunden. Sie hatten gefordert, dass die Schulleitung sich öffentlich mit den französischen protestierenden Schüler:innen und Lehrer:innen solidarisiert und sich mit anderen Schulleitungen Hamburgs gegen die Kürzungen des Hamburger Senats einsetzt.

„Bildung statt Krieg!“: Schüler:innen blockieren Max-Brauer-Schule in Hamburg

Hinter den Protesten steht unter anderem die antimilitaristische Schüler:innenorganisation Schule gegen Krieg, welche in verschiedenen Schulen Altonas und Hamburgs aktiv ist. Sie haben sich im Mai 2025 gegründet, um gemeinsam gegen die geplante Wehrpflicht an den Schulen zu arbeiten. Seit November 2025 sind sie Teil der Schüler:innenbewegung gegen die Wehrpflicht und waren im Oktober 2026 an der ersten Schüler:innenblockade in Hamburg beteiligt.

In einem Interview mit Junge Welt berichtete ein Schüler der Max-Brauer-Schule und Aktivist bei Schule gegen Krieg von Gewalt durch Lehrkräfte bei der ersten Blockade: „Der Lehrer hat einem Jugendlichen, der eine Kufija trug, sehr gezielt den Finger umgeknickt und ihm damit seinen Daumen gebrochen. Der Jugendliche musste auch ins Krankenhaus. Dann hat der Lehrer eine Israel-Fahne auf seinem Handy gezeigt, sich damit vor die Blockade gestellt und gefordert, Waffen nach Israel zu schicken.“ Bisher gäbe es keine Konsequenzen, die Schulleitung würde den Vorfall noch prüfen.

Erneute Blockaden

Da die Schulleitung bisher keine spürbaren Anstrengungen unternommen hat, um den Forderungen der Schüler:innen nachzukommen, blockieren diese nun erneut die Schule. Auch die Schüler:innen des Gymnasium Altona und des Gymnasium Allee haben sich dieses mal angeschlossen. „Keine Kürzungen an unseren Schulen, gute Perspektiven nach der Schule, keine Klausuren am 20. November, Solidarität mit Frankreich“, schreiben die Schüler:innen des Gymnasiums Allee auf ein Transparent, welches vor der Schule hängt. Die Schüler:innen des Gymnasiums Altona fordern: „1. Keine Kürzungen 2. Keine Wehrpflicht 3. Soli mit Frankreich 4. Gegen Polizeigewalt!“

Die ersten Blockaden wurden nach rund zwei Stunden wieder aufgelöst. Teilweise hat die Polizei versucht, Personalien von Schüler:innen aufzunehmen. Um 11 Uhr startet noch eine gemeinsame Demonstration am Holstenplatz.

Abschaffung der Zivilklausel: Polizei löst Hörsaalbesetzung in Kassel gewaltsam auf

In den Tagen zuvor hatte es auch Blockaden und Besetzungen an mehreren Universitäten und Hochschulen gegeben. In Kassel hatten Studierende am Mittwoch einen Hörsaal besetzt, nachdem bekannt geworden war, dass die Unileitung die Zivilklausel per Beschluss abgeschafft hat. Am Donnerstagmorgen kam es an mehreren Hochschulen in Berlin und Hildesheim zu Protest gegen Kürzungen und Militarisierung.

Der Beitrag Drei Schulblockaden in Hamburg: „Keine Kürzungen! Keine Wehrpflicht! Gegen Polizeigewalt!“ erschien zuerst auf Perspektive.

Originally published byPerspektive Online
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