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Karibische Beamte erheben bei König Charles Forderungen nach Wiedergutmachung für Sklaverei

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Karibische Gesandte bereiten sich darauf vor, bei König Charles Forderungen nach Wiedergutmachung für die Sklaverei zu erheben und damit das koloniale Erbe Großbritanniens erneut auf den Prüfstand zu stellen.

Laut Telegraph, werden Vertreter aus Jamaika und anderen karibischen Ländern den König bitten, beim Privy Council, einem Gremium, das den Monarchen in Staatsangelegenheiten berät, rechtlichen Rat einzuholen, um festzustellen, ob Sklaverei nach englischem Recht zu dieser Zeit illegal war. 

Die Delegation unter der Leitung der jamaikanischen Kulturministerin Olivia Grange hofft, dass dieses Rechtsgutachten Großbritannien für die Zahlung von Reparationen verantwortlich machen könnte.

Die Anfrage richtet sich an den König „in seiner Eigenschaft als Staatsoberhaupt von Jamaika und von dem wir Schutz erwarten“.sagte Grange im Juni.

Bert Samuels – ein bekannter jamaikanischer Anwalt – ist einer der Hintermänner der Petition. Er sagte dem Telegraph, es sei eine „Zeit der Abrechnung“ mit dem Sklavenhandel.

Samuels sagte: „Die Fragen, zu denen der Monarch gebeten wird, eine Stellungnahme von seinem Geheimrat einzuholen, stellen einen entscheidenden Moment für die Opfer jahrhundertelanger Sklaverei während der britischen Herrschaft in Jamaika dar.“

Großbritannien erlangte durch die Sklaverei enormen wirtschaftlichen Wohlstand und industrielles Wachstum. Unterdessen waren die Bevölkerung und die Wirtschaft der karibischen Inseln zerstört, und die Auswirkungen sind bis heute spürbar.

Eine wegweisende UN-Resolution im Märzerkannte den transatlantischen Sklavenhandel als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ an und forderte die UN-Mitgliedstaaten auf, einen Beitrag zu einem Wiedergutmachungsfonds zu leisten. Das Vereinigte Königreich enthielt sich bei der Resolution der Stimme.

Das hat auch das Vereinigte Königreich getanmehrfach abgelehntfordert eine direkte finanzielle Entschädigung und betont, dass moderne Institutionen nicht für historisches Unrecht verantwortlich gemacht werden sollten. 

Im Jahr 1834 sah das Gesetz der britischen Regierung zur Abschaffung der Sklaverei in der Karibik und anderswo eine Entschädigung für Sklavenhalter anstelle der zuvor versklavten Personen in Höhe von umgerechnet mehr als 16 Milliarden Pfund in heutigem Geld vor. 

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Source: Novara Media