Skip to content
Faultline Prefer us on Google

Housing nd

Wohnungskrise | Pantisano: Keine Zwangsräumungen in die Obdachlosigkeit

Der Fall der spanischen Rentnerin, die nach 70 Jahren ihre Wohnung verlassen musste, bewegt viele. In Deutschland fordert der Linke-Chef nun Verbote.

Deutsch (original) ·Read in English ⇄

Nach dem Tod der 87-jährigen Maricarmen gehen in Spanien immer wieder Tausende Menschen gegen Zwangsräumungen und das Recht auf Wohnen auf die Straße. Die Linke fordert auch hierzulande Konsequenzen. Foto: Richard Zubelzu/ZUMA Press Wire/dpa Berlin.  Die Linke fordert ein Verbot von Zwangsräumungen, sofern diese in die Obdachlosigkeit führen sollten. »Zwangsräumungen in die Obdachlosigkeit müssen verboten werden. Niemand darf auf die Straße gesetzt werden, ohne dass eine bezahlbare Ersatzwohnung bereitsteht«, fordert Parteichef Luigi Pantisano in der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. 

Hintergrund seiner Forderung ist der Fall der 87-jährigen Maricarmen in Spanien. Sie war unter Polizeieinsatz aus der Wohnung geholt worden, in der sie seit gut 70 Jahren gelebt hatte. Kurz danach starb sie. »Der Fall Maricarmen« ist in Spanien zum Auslöser und zum Symbol des Kampfes für bezahlbaren Wohnraum geworden. Die Zwangsräumung der Rentnerin hatte riesige Empörung und eine landesweite Protestbewegung ausgelöst. Seitdem gibt es immer wieder Demonstrationen mit Zehntausenden Teilnehmern. 

»Wohnen ist ein Menschenrecht, und das muss als solches auch anerkannt werden«, sagt der Linke-Politiker. »Wohnungen sind zum Wohnen da und nicht dazu, Menschen mit immer höheren Mieten auszupressen.«  dpa/nd

Andere Medien haben Konzerne oder Milliardäre im Rücken. Wir haben die nd.Genossenschaft und Leser*innen wie dich. Das macht uns unabhängig und genau das wollen wir bleiben. Aber es heißt auch: Ohne dich geht die Rechnung nicht auf. Bis Ende des Jahres brauchen wir 300.000 Euro.

Du kannst direkt hier spenden, einmalig oder regelmäßig, damit nd bleibt.

Originally published bynd
Read the original