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USA | US-Bischöfe beten im Weißen Haus: Trumps heiliger Bimbam
Gut, dass Jesus bereits für unsere Sünden gestorben ist, denn die jüngste Wahlkampfpropaganda Trumps hätte ihm sicherlich nicht gefallen
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US-Präsident Donald Trump erhält göttlichen Beistand. Foto: Screenshot youtube via euronews Halleluja! In der kommenden Zwischenwahl in den USA könnte es für die republikanischen Mehrheiten des US-Präsidenten Donald Trump knapp werden. Doch der begegnet dem Umfragetief mit himmlischem Beistand. Trump lud eine Gruppe katholischer Geistlicher erster Güte ins Oval Office und suhlte sich im Segen des göttlichen Bodenpersonals.
Anwesend waren mehrere Bischöfe, darunter der Erzbischof von Kansas City und die Bischöfe von Rapid City, Dallas und der Erzbischof von Denver, James Golka. Letzterer leitete ein Gebet für den US-Präsidenten, in dem er Gott für »unsere wundervolle Nation«, Regierung und Trumps Präsidentschaft dankte und Gott um die Segnung des Greisen aus dem Abendland bat.
Nach Monaten immer wiederkehrender Unverschämtheiten Trumps gegenüber Papst Leo XIV, dem er unter anderem vorwarf, nutzlos und »schwach gegenüber Kriminalität« zu sein, folgt nun 12 Tage vor den Zwischenwahlen die implizite Kehrtwende, um sich nicht die katholischen Stimmen im Land zu versauen. Dem Vatikan gefiel das sakrale Schmierentheater überhaupt nicht. So äußerte sich ein Kirchenvertreter gegenüber Journalisten, die Inszenierung sei »höchst unangemessen und eine Beleidigung für Papst Leo XIV.«
Dass es höchst unangemessen ist, müsste auch den katholischen Fremdgehern bewusst gewesen sein. Diese handelten nicht im Auftrag der US-Bischofskonferenz und brachen mit ihrem Auftritt eigene Vorschriften. So heißt es in dem Wahlleitfaden der US-amerikanischen Bischofskonferenz: »Die Kirche kann keine Kandidaten oder Parteien unterstützen.«
Angeleiert soll das Ganze von der sogenannten »Heritage Foundation« worden sein, einem ultrakonservativen Think-Tank mit besten Verbindungen ins Weiße Haus. Teilgenommen haben aber nicht nur katholische Geistliche, sondern direkt neben Trump betete auch Paula White-Cain, steinreiche Televangelistin und von Trump eingesetzte Vorsitzende des »White House Faith Office« und dessen spirituelle Beraterin.
White-Cain ist Vertreterin der religiösen Strömung des Wohlstandevangeliums, wonach Wohlstand, Erfolg und Gesundheit der sichtbare Beweis für die Gunst Gottes seien. Sie selbst machte Ostern dieses Jahres Schlagzeilen, als sie Trumps Leiden und Wirken als Präsident mit dem Leiden Jesu verglich. Sie ist die Verkörperung des religiös-wirren philosemitischen Elements der Maga-Blase und erklärte vergangenes Jahr während des jüdischen Pessach-Festes, dass man ihr 1000 Dollar spenden solle, um sieben übernatürliche Segnungen von Gott zu erhalten.
Gott würde dann Krankheiten heilen, für ein langes Leben und Wohlstand sorgen, aber auch »Feind deiner Feinde« werden und einem einen Engel zur Seite stellen. Ziemliches Schnäppchen, wenn man alles zusammenrechnet. Jetzt muss Trump nur hoffen, dass die Demokrat*innen, allen voran die Mitglieder der Demokratischen Sozialisten Amerikas (DSA), sich nicht den Segen seiner Beraterin gegönnt haben, um die Wahlen zu gewinnen. Das wäre schließlich unethisch.
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