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USA | Trump im Magageddon
Nach dem Verlust der Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses wetzen Trumps einstige Vertraute bereits die Messer.
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US-Präsident Donald Trump muss künftig wohl mit mehr Kritik von seinem Vizepräsidenten J.D. Vance rechnen. Foto: AFP/ALEX WROBLEWSKI Der Staub lichtet sich, und der Blick auf die Wahlen in den USA offenbart ein politisches Jahrhundertbeben. Die Demokraten gewinnen beide Parlamentskammern und konnten sogar in republikanischen Hochburgen Erfolge erzielen. Die Strategie der Republikaner, auf Trump-Loyalisten zu setzen, ist gescheitert. Und so werden sich in den kommenden Monaten weite Teile der US-Rechten von Trump distanzieren.
Den Startschuss gab sein Vizepräsident J.D. Vance. Mit beinahe übermenschlicher Geschwindigkeit fiel er noch am Wahlabend Trump in den Rücken. Auf X postete er eine verblüffend realistische Analyse über die Gründe für die Niederlage: der Iran-Krieg, hohe Lebenshaltungskosten und die Beziehung zu Israel. Da brachte es auch nichts, den Rassismus-Regler im Wahlkampf auf »volle Pulle« aufzudrehen – die Preise an der Tankstelle und in den Supermärkten blieben dieselben, und die Menschen haben das bemerkt, und jeder macht Trump dafür verantwortlich. Es wird interessant sein, was dies auch für die zukünftigen Beziehungen zu Israel bedeutet.
Und so beginnt das Maga-Schiff zu sinken, während die ersten Ratten von Bord springen. Damit für Vance der mediale Vorteil einer Vizepräsidentschaft für eine eigene Präsidentschaftskandidatur nicht zum Nachteil wird, beginnt dieser jetzt, vermehrt Trump zu kritisieren.
Der Präsident könnte dabei Opfer seines eigenen Prinzips werden, das er 2015 im Vorwahlkampf in einem Kommentar zum vorherigen republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain auf den Punkt gebracht hat: »Er hat verloren, danach habe ich ihn nie mehr so sehr gemocht. Denn ich mag keine Verlierer.« Der ambitioniertere Teil seiner Weggefährten wird sich daran ein Beispiel nehmen.
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