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Umfrage | Lebenshaltungskosten: Viele müssen an Erspartes ran

Gestiegene Preise zwingen viele Menschen in Deutschland, ihre Rücklagen für den Alltag anzutasten. Doch viele haben gar keine finanziellen Puffer.

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Unter anderem die hohen Energiekosten belasten die Haushalte. Foto: Robert Michael/dpa Frankfurt am Main.  Viele Menschen in Deutschland müssen wegen gestiegener Preise für alltägliche Notwendigkeiten auf ihre Ersparnisse zurückgreifen. 42,6 Prozent von 2117 Befragten gaben in einer Yougov-Umfrage für die Postbank an, sie nutzten Rücklagen, um ihre Lebenshaltungskosten bezahlen zu können. 13,8 Prozent verfügen nach eigenen Angaben über keinerlei Ersparnisse.

Hohe Energiepreise sind seit Monaten eine Belastung für Verbraucherinnen und Verbraucher. Vor allem Haushalte mit niedrigem Nettoeinkommen geraten in Schwierigkeiten, wie aus den vom 2. bis 5. Oktober erhobenen Daten hervorgeht: Gerade einmal ein Fünftel (21,4 Prozent) der Haushalte mit höchstens 2500 Euro Monatseinkommen kann die laufenden Kosten nach eigenen Angaben damit decken.

Insgesamt sagt eine steigende Zahl von inzwischen 15,2 Prozent der Menschen, dass sie wegen der gestiegenen Preise kaum noch ihre Lebenshaltungskosten bezahlen können. Bei der Vergleichsumfrage im März lag dieser Wert noch bei 12,8 Prozent.

»Obwohl die Reallöhne zuletzt wieder gestiegen sind und sich die Kaufkraft der Beschäftigten im Durchschnitt erholt hat, bedeutet das nicht, dass sich die finanzielle Lage für alle Haushalte gleichermaßen entspannt hat«, erklärt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, zu der die Postbank gehört. »Die Menschen haben das Sparen nicht aufgegeben – aber für viele wird es schwieriger, substanzielle Rücklagen aufzubauen.«

Etwas mehr als zwei Drittel der Befragten (66,8 Prozent) haben das Gefühl, dass sie nicht ausreichend Rücklagen bilden. 28 Prozent halten ihre Sparleistung für ausreichend, um auch für unvorhersehbare Ausgaben gewappnet zu sein. Diejenigen, die sparen können, tun dies zuvorderst für die Altersvorsorge oder wollen sich ein finanzielles Polster für Krisenzeiten schaffen.  dpa/nd

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