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War & Militarism nd

Ukraine-Krieg | Diplomatie und Eskalation

Die Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs werden von heftigen Angriffen begleitet. Ein Kommentar

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Während auf diplomatischem Parkett nach Lösungen für den Ukraine-Konflikt gesucht wird, schlagen in Kiew russische Raketen ein. Foto: AFP/Serhii Dilin Glücklicherweise sind die Zeiten vorbei, in denen man Forderungen nach Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine mit einem »Mit Putin kann man ja nicht reden!« und einem »Putin akzeptiert nur eine Kapitulation« abgetan hat. Noch nie ist so viel verhandelt worden wie in den vergangenen Wochen: In Miami sprachen Vertreter der Ukraine, den USA und Europas miteinander. Wenig später trafen sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, US-Sondergesandter Steve Witkoff, Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre, Finnlands Präsident Alexander Stubb sowie europäische und Nato-Vertreter in Oslo. Es folgte ein Gespräch Witkoffs mit Präsident Putin in St. Petersburg. Russland und die Ukraine wollen unter Vermittlung der USA um den 10. November herum wieder direkte Gespräche führen. Am Donnerstag tauschten Russland und die Ukraine die sterblichen Überreste von 277 Soldaten aus.

Doch auch die militärische Gewalt nimmt zu. Am Donnerstag wurde in den ersten zwölf Stunden in Kiew achtmal Luftalarm ausgelöst. In der Nacht zuvor wurde ein Bewohner Kiews getötet, 22 weitere verletzt. Bei einem Luftangriff auf einen Markt in einem Vorort von Charkiw wurden ebenfalls am Donnerstag zwei Menschen getötet. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wurde im Gebiet Belgorod ein Mensch getötet.

Während die Verhandlungen an Tempo gewinnen, hat sich in den vergangenen Wochen auch die Gewaltspirale immer schneller gedreht. Bleibt zu hoffen, dass die Diplomatie die Eskalation überholt – und wir bald nicht mehr von den vergangenen Wochen des Krieges sprechen, sondern von seinen letzten Wochen.

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