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Syrien/Türkei | Ahmet Polad: Ausgeliefert an die Türkei
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An einer Bahnunterführung in der Hamburger Schanzenstraße hängen Plakate einer Initiative, die die Freilassung des von der islamisch-fundamentalistischen HTS-Regierung in Syrien gefangenen Journalisten Ahmet Polad fordert. Foto: IMAGO/Hanno Bode Acht Monate saß der kurdische Journalist Ahmed Polad in Syrien in Haft, nachdem er am 18. Januar 2026 zusammen mit seiner deutschen Kollegin Eva Maria Michelmann in der nordsyrischen Stadt Al-Raqqa von Milizionären der syrischen Übergangsregierung verschleppt worden war. In der vergangenen Woche wurde er an die türkischen Behörden ausgeliefert, die ihn sofort wieder einsperrten. Laut der kurdischen Nachrichtenagentur ANF News wurde er in das Metris-Gefängnis in Istanbul gebracht und zuvor einem Richter vorgeführt.
Sein Vater sei über die Auslieferung informiert worden, sodass die beiden sich kurz hätten sehen können. Bei dieser Gelegenheit habe Ahmet Polad von achtmonatiger Folter in syrischer Haft berichtet und darüber, dass er fünf Monate in Hungerstreik gewesen sei. Nach Angaben der Unterstützer*innen-Initiative »Freiheit für Eva und Ahmet« war bei der kurzen Begegnung deutlich zu erkennen, dass Polad infolge der Misshandlungen und des langen Hungerstreiks stark abgemagert und erschöpft ist. Sie kündigte an, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
»Ahmet Polad muss umgehend in einem Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Wir sind in äußerster Sorge um sein Leben und seine Gesundheit«, heißt es in einer Pressemitteilung der Unterstützer*innen-Initiative. Die türkische Regierung müsse »dringend« die medizinische Behandlung Ahmet Polads gewährleisten und ihn »umgehend freilassen«. Verantwortlich für Polads Gesundheit und Leben sei von nun an die türkische Regierung.
Polad und Michelmann waren am 18. Januar während ihrer journalistischen Arbeit in Al-Raqqa gemeinsam verschleppt und über Monate weitgehend von der Außenwelt isoliert festgehalten worden. Angehörige, Anwält*innen und unabhängige Ärzt*innen hätten keinen freien Zugang erhalten, schreibt das Kurdische Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit Civaka Azad. Erst eine internationale Mobilisierungskampagne brachte die syrische Übergangsregierung dazu, überhaupt ihre Inhaftierung einzugestehen.
Eva Maria Michelmann kam am 19. Juni nach fünf Monaten Gefangenschaft frei und kehrte nach Deutschland zurück. Ahmet Polad, der eigentlich Mehmet Nizam Aslan heißt und die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, blieb dagegen weiter in Haft. Er arbeitete für den Fernsehsender Özgür TV und das Nachrichtenportal Kurdistana Azad. Mit Agenturen
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Source: nd