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Steinmeier-Nachfolge | Merz: Die Opposition im eigenen Lager
Die Koalition ist sich wieder einmal uneins – diesmal bei der Nachfolge Steinmeiers. Aus dem Merz-Lager wird eine Gegenkandidatin zu Aigner lanciert.
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Die Suche nach einem Nachfolger für Steinmeier zeigt, wie wenig Autorität Merz in den eigenen Reihen besitzt. Foto: dpa/Kay Nietfeld Friedrich Merz hat den nächsten Ärger am Hals. Die Unionsparteien sind sich offenbar uneinig über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Eigentlich hatten sich die Koalitionsspitzen darauf verständigt, einen gemeinsamen Vorschlag zu präsentieren. Doch dann schickte die CSU Ilse Aigner als Kandidatin ins Rennen. Merz hielt sich dazu am Wochenende beim CSU-Parteitag in München bedeckt. Anschließend wurde spekuliert, ob die CDU als größte Fraktion im Bundestag eine eigene Kandidatin aufstellen könnte.
Tatsächlich versucht das Merz-Lager in der CDU, mit Ines Claus eine Gegenkandidatin zu Aigner zu lancieren. Die Fraktionsvorsitzende der hessischen CDU ist bundesweit allerdings nahezu unbekannt – keine gute Voraussetzung für das Amt des Staatsoberhaupts. Zumal Teile der Union längst mit Aigner liebäugeln, darunter der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer. Auch SPD und Grüne können sich Aigner als Nachfolgerin Steinmeiers vorstellen. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fragte sich deshalb, worauf überhaupt noch gewartet werde. Aigner habe schließlich längst über Parteigrenzen hinweg eine Mehrheit hinter sich.
Doch Merz schweigt bislang dazu. Geschickt ist das nicht. Denn damit manövriert er sich wieder einmal in die Rolle der Opposition. Dabei ist er Kanzler und CDU-Vorsitzender – er sollte die Zügel in der Hand halten und gestalten. Doch bei der Suche nach einem neuen Staatsoberhaupt droht ihm nun sogar das eigene Lager abhandenzukommen. Darüber können auch seine schneidigen Reden nicht hinwegtäuschen. Merz, so scheint es, ist längst zu einem Auslaufmodell geworden. Dabei hat er nicht einmal die Hälfte seiner Amtszeit hinter sich.
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