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Schülerproteste | »Gen Z steht auf«: Berliner Polizei analysiert die Lage

Am 31. Oktober wird bundesweit zu Schülerprotesten mobilisiert. Wie reagiert die Polizei?

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Jüngst blockierten Schüler*innen den Zugang des Andreas-Gymnasium im Stadtteil Friedrichshain. Foto: Sven Kaeuler/dpa Unter dem Motto »Gen Z steht auf« sind für den 31. Oktober Schülerproteste in 23 Städten angekündigt – darunter auch Berlin. »Wir sind junge Menschen, die nicht länger zusehen wollen, wie über unsere Zukunft entschieden wird, ohne dass wir gehört werden«, heißt es in dem Aufruf. Die Schüler*innen fordern »eine Politik, die in Bildung, soziale Sicherheit, Gesundheit und bezahlbares Leben investiert – statt bei der jungen Generation zu sparen.«

In der Hauptstadt war es in den vergangenen Wochen bereits zu ersten Protesten und Blockaden an Schulen gekommen, bei denen auch die Berliner Polizei im Einsatz war. Derzeit lägen der Behörde keine Erkenntnisse vor, dass in zunehmendem Maße zu weiteren Aktionen an Schulen aufgerufen werde, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Polizei verfolge die aktuellen Entwicklungen im Kontext der Schülerproteste in Frankreich und Italien jedoch aufmerksam und analysiere deren mögliche Auswirkungen auf das Versammlungsgeschehen in der Hauptstadt.

Dabei beobachte sie Bestrebungen, die Thematik der Schülerproteste gezielt für eigene Interessen zu nutzen. Am 16. Oktober hatte die Polizei am Rande einer Demonstration an einem Gymnasium in Friedrichshain eine Gruppe von etwa 50 Menschen ausgemacht, die nicht der Schule angehörten. Während der Schülerprotest laut Polizei friedlich verlief, kam es in der anderen Gruppe zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Zudem wurde eine Anwohnerin verletzt.

Nach Angaben der Behörden erfolgte der Einsatz in enger Abstimmung mit der Schulleitung sowie einem Krisenstab, den die Senatsverwaltung für Bildung eingerichtet hatte. »Die gewonnenen Erkenntnisse und auch das Geschehen am 16.10.2026 fließen in die fortlaufende Lagebewertung ein und werden bei Einsatzplanungen berücksichtigt«, teilte die Polizei mit.

Die Polizei bietet zudem Info-Veranstaltungen zum Demonstrationsrecht an. Dabei werden Jugendliche spielerisch an die Thematik herangeführt, indem sie beispielsweise selbst eine Demo vorbereiten, wie es heißt. Zudem erfahren sie demnach, wie Konfliktsituationen gelöst werden können und welche Gefahr es birgt, auch vermeintlich harmlose Waffen mit sich zu führen. dpa/nd

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