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Riesiger Leak | Hackerangriff auf AfD: Hundertausende Mails veröffentlicht
Unbekannte stellen eine Übersicht von 421.000 Mails ins Netz, sie sollen von der AfD stammen. Die spricht von einem Angriff auf einen Dienstleister
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Die Hacker erklären, dass es sich um Daten aus zehn Postfächern handele, darunter ein Account auf den Namen des früheren AfD-Parteichefs Alexander Gauland. Foto: dpa/Philipp von Ditfurth Berlin. Bei einem Hackerangriff sind nach AfD-Angaben mutmaßlich Daten aus E-Mail-Konten der Partei erbeutet worden. »Im September 2026 kam es zu einem Hackerangriff auf einen Hosting-Dienstleister unserer Partei, bei dem offenbar Teile einiger weniger Mail-Postfächer – von denen die meisten seit Jahren nicht mehr genutzt waren – widerrechtlich kopiert wurden«, teilte die AfD auf Anfrage mit. Zuvor hatte die Zeitung »Bild« berichtet. Aktuelle E-Mail-Postfächer des AfD-Bundesverbands seien nicht betroffen gewesen.
Unbekannte veröffentlichten im Internet nach eigenen Angaben Daten, bei denen es sich um rund 421.000 AfD-E-Mails handeln soll. Ob diese authentisch sind oder nicht, ist unklar – vieles spricht aber dafür.
Die Hacker erklären, dass es sich um Daten aus zehn Postfächern handele, darunter ein Account auf den Namen des früheren AfD-Parteichefs Alexander Gauland und ein Konto, das von der AfD früher als Kontakt für die Bundesgeschäftsstelle genannt wurde.
Medien berichten nach ersten Sichtungen von Ausweiskopien, Kontoauszügen, Rechnungen und Zeugnissen, außerdem seien Mitgliedsanträge und Mitgliederlisten von AfD-Kreisverbänden in Nordrhein-Westfalen sowie ein Foto des Personalausweises von AfD-Vizefraktionschef Markus Frohnmaier gefunden worden.
Im Internet kursiert der Link zu einer Webseite namens hexane.cc, auf der eine Übersicht der angeblichen AfD-Mails dargestellt ist. Die anonyme Seite wurde nach dpa-Recherchen erst Mitte Oktober registriert. Sie gibt keine Auskunft über die Herkunft der Daten und veröffentlicht keine Mailinhalte. Diese sollen auf einem weiteren Download-Server als sogenannter Torrent-Link abrufbar sein.
Die AfD erklärte weiter, der Angriff sei rasch erkannt und beendet worden. Alle Nutzer seien entsprechend informiert worden. »Die jetzt erfolgte Onlineveröffentlichung vermutlich eines Teils dieser Daten wird geprüft«, hieß es. Eine erste Einschätzung dazu könne erst nach Abschluss dieser Prüfung gegeben werden. dpa/nd
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