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Ozonloch | Weltweite Zusammenarbeit ist möglich

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Ein 3D-gerendertes Bild der Ausdehnung des Ozonlochs, die Ausdehnung der Ozonkonzentration (schwarz) über der Antarktis (weiß) im Jahr 2019 zeigt. Heute ist es so klein wie seit rund 30 Jahren nicht mehr. Foto: dpa/ESA Schon mal etwas vom Montrealer Protokoll gehört? Das Pariser Klimaabkommen oder das Kyoto-Protokoll sind vielen ein Begriff, vor allem, weil sie teils vor Jahrzehnten zum Schutz des Weltklimas beschlossen worden waren, bis heute ihre Umsetzung aber noch immer nicht geschafft ist. Zu zerstritten die Staaten, zu wenig Druck aus der Bevölkerung dranzubleiben, zu wenig Mut voranzugehen. Und natürlich jede Menge Desinformation, um die so nötigen Anliegen des Umweltschutzes zu diskreditieren. Doch das war nicht immer so.

Foto: nd Im Jahr 1987 verpflichteten sich 24 Länder und Staatengemeinschaften im kanadischen Montreal, weniger ozonabbauende Stoffe zu produzieren und zu verbrauchen. Dabei war damals nicht vollkommen klar, welche Stoffe wie sehr auf die Ozonschicht einwirken. Also gab es Formulierungen wie diese: Man wolle »geeignete Maßnahmen treffen, um die menschliche Gesundheit und die Umwelt vor schädlichen Auswirkungen zu schützen, die durch menschliche Tätigkeiten, welche die Ozonschicht verändern, wahrscheinlich verändern, verursacht werden oder wahrscheinlich verursacht werden«. Dennoch waren den Politikern die Warnungen der Wissenschaftler vor den schädlichen Substanzen wie Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoff (FCKW) genug, um tätig zu werden und Verbote auszusprechen.

Eine weitere Hürde, die auch heute von Verhandlungen über Klimaabkommen bekannt ist: die Kosten. Also wurde 1990 in London die Einrichtung eines multilateralen Fonds zur Unterstützung von Entwicklungsländern beschlossen. Schon ein Jahr danach war auch China mit dabei. Die USA, man mag es kaum glauben, gehörten zu den Erstunterzeichnerinnen. Das Montrealer Protokoll wurde später zum ersten völkerrechtlich verbindlichen Vertragswerk in der Geschichte der Vereinten Nationen, das von allen Mitgliedsstaaten ratifiziert wurde.

Das Ozonloch über der Antarktis war 2025 so klein wie selten seit Anfang der 1990er Jahre. Laut Weltwetterorganisation (WMO) lagen sowohl Ausdehnung als auch Tiefe deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010. Die WMO spricht von einer Erfolgsgeschichte im Umweltschutz. Seit 2000 erhole sich die Ozonschicht; innerhalb weniger Jahrzehnte könne sie sich vollständig regenerieren.

Es gibt selten genug gute Nachrichten. Das ist eine. Und noch mehr. Es ist eine inspirierende. Wir müssen nur wollen, der übergroßen Mehrheit der Klima-Wissenschaftler vertrauen, und endlich anfangen, das Richtige zu tun. Egal, was es kostet. Wenn selbst die Menschen in den 80er Jahren neue Wege fanden, ihre Kühlschränke kalt zu halten und ihre Haare zu stylen, muss uns der Sinneswandel doch auch gelingen können.

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Source: nd