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Ostdeutschland | Mitbegründer der Ost-SPD: Martin Gutzeit gestorben
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Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (l, SPD) gratuliert am 24. November 2017 in Berlin dem ehemaligen Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Martin Gutzeit zu seiner erfolgreichen Amtszeit. Foto: dpa/Britta Pedersen Berlin. Der Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei in der DDR und langjährige Berliner Landesbeauftragte für die Stasi-Akten, Martin Gutzeit, ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 74 Jahren in einem Krankenhaus. Das sagte Gutzeits politischer Weggefährte und enger Freund, Stephan Hilsberg, der dpa. Zuvor berichtete der »Tagesspiegel«.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte laut Mitteilung: »Martin Gutzeit war ein Wegbereiter unseres in Freiheit und Demokratie vereinten Landes. Als mutiger Pfarrer in der DDR schuf er Freiräume inmitten der Unfreiheit und wurde zu einem führenden Kopf der Opposition.« Sein christlicher Glaube habe ihm die Kraft gegeben, für ein freies Land mit freien Menschen zu kämpfen.
Der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Frank Ebert, würdigte Gutzeit als originellen Denker und mutigen Oppositionellen. »Mit ihm verliert Berlin einen herausragenden Akteur der Friedlichen Revolution und der Aufarbeitung der SED-Diktatur«, hieß es in einer Mitteilung weiter.
Der 1952 in Cottbus geborene Gutzeit arbeitete in den 80er Jahren in Ostberlin als Vikar in Pankow und später als Pfarrer bei Neustrelitz. 1989 gehörte er gemeinsam mit Hilsberg zu den Initiatoren der SDP in der DDR, die am 7. Oktober des Jahres in einem Pfarrhaus in Schwante nördlich von Berlin gegründet wurde. Gutzeit wurde 1990 als SPD-Abgeordneter in die frei gewählte Volkskammer der DDR gewählt und war so zwischen Oktober und Dezember auch Mitglied im Bundestag. Von 1993 bis 2017 war er Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen und verschrieb sich der Aufarbeitung der DDR. dpa/nd
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Source: nd