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Leak mit »Antifa-Liste« | AfD bestätigt Hackerangriff und schweigt weiter zu Inhalten
Nach dem beispiellosen Leak von Hunderttausenden E-Mails will sich die AfD immer noch nicht dazu äußern. Ein IT-Fachportal warnt vor Torrent-Nutzung.
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Die AfD appelliert »eindringlich an alle, dass sie Inhalte, die dem Daten-Diebstahl zugeordnet werden, weder nutzen noch verbreiten«. Foto: IMAGO/Herrmann Agenturfotografie Berlin. Die AfD hat angesichts neuer Medienberichte über bei einem Hackerangriff auf die Partei erbeutete E-Mails bekräftigt, sich nicht inhaltlich dazu äußern zu wollen. Da die Daten illegal kopiert worden seien, werde die Partei keine Fragen dazu beantworten, »ob ein vermeintlicher Leak-Inhalt echt oder gefälscht ist«. Man appelliere »eindringlich an alle, dass sie Inhalte, die dem Daten-Diebstahl zugeordnet werden, weder nutzen noch verbreiten«.Unbekannte hatten zuvor im Internet nach eigenen Angaben Daten veröffentlicht, bei denen es sich um rund 421.000 AfD-E-Mails handeln soll. Der Verkehr reicht bis in das Jahr 2014 zurück und endet wenige Wochen vor der Veröffentlichung. Der ursprüngliche Datensatz umfasst 301 Gigabyte.
Mehrere Medien berichteten auf Grundlage der geleakten Unterlagen über interne Kommunikation zu einer Parteispende aus dem Jahr 2017 für den Bundestagswahlkampf der damaligen AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel. Mails mit Weidels Absenderkennung in ihrem Wahlkreis am Bodenseekreis legten demnach nahe, dass Weidels damalige Darstellung von dem abweicht, was sie tatsächlich über den Sachverhalt wusste.
Zu den Berichten äußerte sich die AfD auf dpa-Anfrage nicht konkret. WDR und NDR zitierten Weidels Sprecher mit den Worten, dass sie »keine ihrer Aussagen in der Causa Spenden KV Bodenseekreis revidiert«. Ein Sprecher hatte zuvor erklärt: »Weder hat Frau Weidel konkrete Summen erwartet, noch war sie sich sicher, dass einzelne Personen tatsächlich spenden würden.«
In den geleakten Mails taucht außerdem eine Sammlung angeblicher Mitglieder der Antifa auf. Sie ist einer Mail von Jürgen Antoni, Sprecher der AfD in Nordrhein-Westfalen, angehängt. »Die Liste ist ausschließlich zu eurer Information, so dass ihr wisst, wo in eurem Kreisverband / Bezirk sich die ›Antifaschisten‹ aufhalten und ihr ›einen wachen Blick« auf dieses Völkchen werfen könnt‹«, erklärt Antoni dazu.
In seiner Nachricht schreibt Antoni von 2.000 Namen, die Excel-Datei enthält aber 24.500 Einträge. Im online durchsuchbaren AfD-Leak auf der von Unbekannten eingerichteten Webseite goebbelmail.com ist der Anhang entfernt.
Die AfD teilte mit, sie werde eng mit den staatlichen Stellen zusammenarbeiten, um die zur Rechenschaft zu ziehen, »die unsere Partei digital angegriffen und Daten gestohlen haben«. Weitere Angaben zu den Ermittlungsmethoden machte die Partei nicht. Der Berliner Datenschutzbehörde soll sie aber inzwischen einen Datenschutzvorfall gemeldet haben.
Das IT-Onlinemagazin heise.de rät indes davon ab, den AfD-Leak über sogenannte BitTorrent-Anwendungen herunterzuladen und damit auch weiterzuverbreiten. Dabei könnte es sich um Datenschutzverstöße handeln, die womöglich strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Beim sogenannten BitTorrent-Protokoll laden Nutzer*innen mit einer Software Dateiteile herunter und stellen sie zugleich anderen zur Verfügung: wer »seedet«, trägt also aktiv zur Verbreitung bei. In Sozialen Netzen kursiere dem Fachmagzin zufolge bereits ein Werkzeug, das IP-Adressen von Seedern der AfD-Daten identifizieren und zur Anzeige bringen soll. Mit sogenannten VPN-Tunneln kann diese Nachverfolgung aber umgangen werden. Mit Agenturen
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