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Klimawandel | Die Zugspitze bröckelt
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Die Zugspitze ist ein beliebtes Ausflugsziel. Beim Felssturz wurde niemand verletzt. Foto: Unsplash/Alana Harris Die Zugspitze ist in Bewegung gekommen. Ein Felssturz auf der Tiroler Seite hat am Dienstag eine Staubwolke aufgewirbelt, die noch in mehreren Kilometern Entfernung zu sehen war. Einen solchen Felsabbruch habe er noch nie gesehen, erklärte der Grainauer Bürgermeister Stephan Märkel am Fuß der Zugspitze.
Zum Glück ereignete sich der Abbruch an einer unwegsamen Stelle. Das Gestein löste sich am Grenzkamm zwischen Deutschland und Österreich. Dort verläuft zwar der sogenannte Bayernsteig vom Eibsee hinauf zur Wiener-Neustädter-Hütte. Doch der Weg wird seit Längerem nicht mehr gepflegt und ist seit zwei Jahren gesperrt.
Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn, reagierte entsprechend gelassen. Etwa 20 bis 30 Kubikmeter Gestein hätten sich gelöst, schätzt er. Das sei nur ein kleiner Felssturz. Kalkstein könne allerdings große Staubwolken verursachen. Von einem Schaden will Dengg nicht sprechen. »Das ist nichts Außergewöhnliches.« Auch nachdem weitere Steine abgebrochen waren, nahmen die Bergbahnen in der Nähe der Abbruchstelle ihren Betrieb wieder auf.
Noch immer lösten sich Felsbrocken aus der Gesteinswand, sagte Franz Dörfler, stellvertretender Bereitschaftsleiter der Bergwacht Grainau. »Anscheinend bröselt es jetzt auch wieder nach.« Mit Spekulationen über das Ausmaß des Abbruchs hält er sich jedoch zurück. Eine Drohne soll nun klären, wie groß der Felssturz tatsächlich ist.
Überraschend sind solche Steinschläge nicht. Der Wettersteinkalk, aus dem das Bergmassiv besteht, ist vergleichsweise brüchig. Zusammengehalten wird das Gestein durch Permafrost im Inneren des Berges. Doch weil die Temperaturen in den Alpen infolge des Klimawandels besonders schnell steigen, taut der Untergrund in den Sommermonaten zunehmend auf. Dadurch kommt es häufiger zu Felsstürzen – die allerdings nicht immer so glimpflich ausgehen wie diesmal an der Zugspitze.
Beim Bergsturz von Blatten im Schweizer Kanton Wallis waren im Mai 2025 Fels und Eis vom Birchgletscher ins Tal gestürzt und hatten große Teile des Ortes verschüttet. Der drohende Bergsturz war zuvor erkannt worden, sodass das Dorf rechtzeitig evakuiert werden konnte. Inzwischen wird der Ort an einer höher gelegenen Stelle wieder aufgebaut.
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Source: nd