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Islamismus und Rechtsextremismus | Incels mit und ohne Gott

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Absperrung und Blumen an einem provisorischen Gedenkort am Tatort des islamistischen CSD-Anschlags vom 25. Juli 2026 im Berliner Tiergarten Foto: VISUM/Stefan Boness Egal wie feministisch und progressiv sich die Partei Die Linke auch gibt, Manuel Ostermann hat sie durchschaut. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), die sich zuverlässig rechts von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) positioniert, schlug schon kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus Alarm: Mit einer linken Bürgermeisterin könne Berlin zur »islamistischen Hauptstadt« werden, zitierte ihn die »Bild« am 19. September. Seit die Partei Die Linke am Tag darauf stärkste Kraft geworden ist, gibt es kein Halten mehr: bürgerliche Politiker und Medien überschlagen sich mit Horrorszenarien, mahnen und warnen SPD und Grüne, dass Islamisten und kriminelle Clans profitieren könnten, wenn Die Linke die Bürgermeisterin stellt, weil sie einen Generalverdacht aufgrund von Herkunft und Familiennamen ablehnt und Einbürgerungen erleichtern will.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht der Berliner Bezirk Neukölln, wo besonders viele arabischstämmige, von Rassismus betroffene Menschen leben – und wo Palästina-Solidarität im Ortsverband der Linken eine wichtige Rolle spielt; teils emotionaler, radikaler und weniger differenziert als in der Gesamtpartei. Der Berliner Linken wird deshalb Antisemitismus und fehlende Distanz zu islamistischen Akteuren vorgeworfen – die rechtsextreme AfD drängte sich dabei in die erste Reihe der Ankläger. Dabei sind tatsächliche Islamisten doch auch eher rechts im Sinne von reaktionär. Oder?

Die Debatte um das Verhältnis von Rechtsextremismus und Islamismus ist nicht neu, aber nach dem Anschlag auf den Berliner CSD neu entbrannt. In den ersten Meldungen von einem Zwischenfall beim Berliner Christopher Street Day war am 25. Juli 2026 nur die Rede von Verletzten und einem Fahrzeug, das in die Menschenmenge gerast sei. Viele dachten sofort an einen Anschlag und fragten sich: Islamist oder Rechtsextremer? Nach dem Schock über den Anschlag, den eine 65-jährige Frau nicht überlebte, und dem Bekanntwerden des wahrscheinlich islamistischen Tathintergrunds wurde bald darüber diskutiert: Warum »oder«?

Können Islamisten in Deutschland einfach als rechts oder rechtsextrem bezeichnet werden, »nur« weil auch sie Frauen, Schwule, Jüdinnen und Juden hassen? Die AfD würde das vehement bestreiten, weil doch die Linken mit ihrem Antirassismus schuld an der Anwesenheit von Muslimen allgemein und somit auch an islamistischen Anschlägen seien. Teile der Linken greifen dagegen die These auf, Islamismus und Rechtsextremismus seien »böse Zwillinge«, weil beide Ideologien Demokratie und Vielfalt verachten – wie sinngemäß auch die Politikwissenschaftlerin und Journalistin Düzen Tekkal 2020 in einem Gastbeitrag für die »Welt« schrieb.

Dem widersprach kürzlich der linke Video-Blogger und Autor Fabian Lehr, der vor Ungenauigkeiten und falschen Prioritäten warnte, wenn es darum geht, sich gegen den Vorwurf der Kumpanei mit Islamisten zu wehren. Dabei bestritt er nicht grundsätzlich, dass Islamismus rechtsextrem sei – er sei aber kein »Zwilling« des völkischen Rechtsextremismus und auch keine gleichwertige Gefahr für »unsere Freiheit« in Deutschland.

Islamismus und »säkularer europäischer Rechtsextremismus faschistischer Prägung« hätten zwar Gemeinsamkeiten in ihrer Frauenfeindlichkeit und Homophobie, ansonsten aber unvereinbare Ziele. Sie seien in Deutschland auch nicht gleichermaßen dringend zu bekämpfen, da Islamisten hier keine realistische Chance hätten, an die Macht zu kommen, betonte Lehr auf seinem Youtube-Kanal.

Letzteres ergibt Sinn: Schließlich gibt es keine islamistische Partei, die in Umfragen auf Zustimmungswerte von bundesweit 29,5 Prozent der Wahlberechtigten kommt und von Regierungsparteien »bekämpft« wird, indem sie ihr inhaltlich entgegenkommen, und hoffen, dass dann nicht das Original gewählt wird. Die größten illegalen Kriegs- und Schusswaffendepots, die in den letzten Jahren von der Polizei entdeckt wurden, stammten auch nicht von Islamisten – teilweise wurden sie in Verbindung mit Nazi-Devotionalien gefunden, wie im Oktober 2025 bei einem 60-jährigen Anwalt in Remscheid.

Während 6,6 bis sieben Millionen Muslime in Deutschland leben, zählt das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) 28.645 Personen zum islamistischen Spektrum. Dass davon rund 9110 als »gewaltorientiert« und 410 als »Gefährder« gelten, ist tatsächlich beängstigend, reicht aber bei Weitem nicht für eine Machtübernahme.

Aber sind sie deshalb als politische Gegner nicht der Rede wert? Ein Teil der Linken tut sich schwer, sie als solche zu benennen. Diese Schwierigkeit liegt auch darin, dass sie Islamismus und dessen antiwestliche Radikalisierung in Deutschland und Mitteleuropa – auch oder vor allem – als Reaktion auf rassistische Ausgrenzung sehen. Sie verweisen auf das Machtgefälle zwischen rassistischen Politikern und Beamten auf der einen Seite und Marginalisierten, die ihr Heil in einer reaktionären Ideologie suchen, auf der anderen Seite.

Es ist falsch, so zu tun, als sei Islamismus in Deutschland nur eine Reaktion auf Rassismus.

Zudem setze der politische Islam gerade nicht auf Nationalstaatsgrenzen und wolle Menschen unabhängig von der Hautfarbe missionieren und eingemeinden – darauf verweist auch Fabian Lehr. So sehr Islamismus daher von anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bestimmt ist – Rassismus spielt hier keine tragende Rolle. Vielmehr versuchen Islamisten von strukturellem Rassismus und Alltagsrassismus in Deutschland zu profitieren, indem sie Ausgegrenzte auf der Suche nach einer starken Gemeinschaft ansprechen und rekrutieren. Aber sie rekrutieren eben auch Männer, deren Hauptproblem nicht Rassismus ist, sondern der Verlust männlicher Privilegien – manche von ihnen sind auch von Rassismus betroffen, andere sind weiße, deutsche Konvertiten.

Deshalb ist es falsch, so zu tun, als sei Islamismus in Deutschland nur eine Reaktion auf Rassismus und als könnten Linke Islamismus nur indirekt durch Antirassismus bekämpfen. Faktisch leisten islamistische Attentäter Wahlkampfhilfe für die AfD. Insofern potenziert eine Gefahr die andere.

Im Frauen- und Familienbild von Islamisten und deutsch-völkischen Rechten gibt es jedenfalls mehr Gemeinsamkeiten als zwischen dem von Islamisten und Linken. Vielleicht ist die Motivation mancher Islamisten in westlichen Gesellschaften sogar eine religiöse Variante der rechten »Incel«-Ideologie, deren Vertreter sich durch Feminismus und queere Emanzipation ihrer männlichen Privilegien beraubt sehen.

Veronika Kracher ist bei den Recherchen für ihr Buch »Incels: Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults« und entsprechende Fachartikel auf Internetforen der »Manosphere« gestoßen, in denen sowohl der norwegische Rassist und Massenmörder Anders Behring Breivik als auch der Dschihadist Omar Shafik Hammami als Helden verehrt wurden. Breivik hatte als vorgeblicher Verteidiger des Christentums in seinem »Manifest« zwar sowohl gegen Feminismus und »Kulturmarxismus« als auch gegen »Islamisierung« gewettert. Aber manche »Incels« – das Kürzel steht für »involuntary celibate«, zu Deutsch: »unfreiwillig sexuell enthaltsam« – können sich schwer entscheiden, unter welcher Flagge sie für ihr Ziel, Frauen wie eine Ressource aufzuteilen, kämpfen sollen.

»Ein anderer Typ Mann, der es den Incels angetan hat, ist der islamistische Gotteskrieger«, schrieb Veronika Kracher 2020 im Magazin »Phase 2«. In einschlägigen Foren hätten die Nutzer darüber gegrübelt, »ob das Kalifat nicht die Erfüllung der Ziele ihrer ›Incel Rebellion‹ und der Islam nicht die angemessen kriegerische Religion sei, um sich gegen Feminismus, Juden und Gender Mainstreaming zu verteidigen«. Ein für diese Recherchen ergiebiges Forum namens »Truecels.org« ist laut Kracher im Zuge ihrer Arbeit an dem Artikel gesperrt worden.

Sichtbar wird die Bewunderung rechter Männer für den Islamismus, wenn mal wieder politischen Gegnerinnen eine Gruppenvergewaltigung gewünscht wird.

Manchmal schimmert auch außerhalb solcher Spezialforen die heimliche Bewunderung rechter deutscher Männer für tatsächliche oder vermeintliche Islamisten durch. Denn diese seien zwar in ihren Herkunftsländern mit Krieg, Bürgerkrieg oder extremer Armut konfrontiert gewesen, aber wenigstens nicht alltäglich mit »Wokismus« und Feminismus gequält worden. Sichtbar wird diese Anerkennung etwa dann, wenn mal wieder politischen Gegnerinnen eine Gruppenvergewaltigung gewünscht wird.

Diese Erfahrung musste auch die AfD-Aussteigerin Franziska Schreiber machen, als sie mit der Warnung vor ihrer Ex-Partei an die Öffentlichkeit ging. »Man wünscht mir, dass ich von Flüchtlingen vergewaltigt werde«, sagte sie 2018 in einem Interview mit dem Nachrichtenportal von »T-Online«. Auch linke Frauen, die sich an Online-Diskussionen beteiligen oder Artikel schreiben, kennen solche Aussagen oder Anspielungen. Zwischen Geflüchteten allgemein, Muslimen allgemein und Islamisten wird dabei nicht differenziert. Die Bewunderung und der Neid solcher »Hater« auf die mutmaßlich unverfälscht patriarchale Sozialisation von Männern aus dem Nahen und Mittleren Osten ist mit Händen zu greifen.

Dabei gibt es aus dieser Region Communitys, die sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt haben und zum Teil weitaus progressiver sind als der deutsche Stammtisch. Als 2013 im Iran ein männlicher Gefangener zur öffentlichen Demütigung in Frauenkleider gesteckt wurde, solidarisierten sich weltweit kurdische Männer – darunter auch ältere –, indem sie für eine Online-Protestaktion Fotos von sich in Frauenkleidern hochluden. Die Frauenproteste nach dem Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini in der Gewalt der »Sittenpolizei« 2022 unterstützten im Iran zahlreiche junge Männer trotz Lebensgefahr. Manche von ihnen wurden vom Mullah-Regime wegen angeblicher Ausschreitungen auf Demonstrationen zum Tod verurteilt und hingerichtet.

Viele kurdische Männer haben Töchter, Schwestern oder Cousinen, die im bewaffneten Kampf gegen die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) ihr Leben riskiert haben oder gefallen sind – und das Frauenbild der ganzen Familie nachhaltig verändert haben. Charakteristisch geblümte Tücher, wie sie viele der Anti-IS-Kämpferinnen zu ihrer Uniform trugen, sind inzwischen auch bei Männern aus der Region verbreitet. Auch der Neuköllner Linke-Politiker Ferat Koçak trägt oft ein solches Tuch.

Aber solche Feinheiten interessieren rechte deutsche Männer nicht – und vor solchen Frauen hätten sie vielleicht noch mehr Angst als vor muslimischen Männern, die ihrem Klischee entsprechen. Diese Angst ist zugleich ein verbindendes Element zwischen Rechtsextremismus und Islamismus: »Die mit der Ablehnung der Moderne einhergehende Furcht vor Verlust von angeblich natürlichen Privilegien und Machtgefällen zeigt sich im Rechtsextremismus ebenso fundamental wie im politischen Islam«, schrieb Anetta Kahane, die Vorsitzende der linksliberalen Amadeu-Antonio-Stiftung, im Vorwort der Broschüre »Frauenhassende Online-Subkulturen« von 2021.

Bei in Deutschland lebenden Islamisten kann in ihre Radikalisierung mit hineinspielen, dass sie sich bewusst oder unbewusst für den Rassismus der Mehrheitsgesellschaft rächen wollen. Dies mag vor allem dann gelten, wenn sich die Wut über tatsächlichen Rassismus mit dem Frust über ein »Nein« westlicher Frauen vermischt und deren sexuelle Selbstbestimmung nur als weitere rassistische Demütigung interpretiert wird. Der Rassismus erklärt aber nicht, warum weiße Islam-Konvertiten zum Teil besonders radikal sind und dass es in Deutschland sogar salafistische Gruppen mit weißen, westlich erzogenen Wortführern wie Pierre Vogel und Sven Lau gab.

Es erklärt auch nicht, warum jemand wie Martin Lemke aus Sachsen-Anhalt sich 2014 der Terrormiliz »Islamischer Staat« anschloss. Dass er in Syrien drei Frauen heiraten konnte, erklärt es vielleicht schon eher. Immerhin konnte er so dort als Mann noch »wer sein«. Dass auch seine Frauen Konvertitinnen waren, lässt sich als islamische »Tradwife«-Variante lesen.

Das eindimensionale Erklärungsmuster vom Islamismus als Reaktion auf rassistische Demütigungen greift jedenfalls zu kurz. Es ist auch aus antirassistischer Sicht gefährlich und könnte ungewollt einen Generalverdacht nähren, weil jeder Mensch mit familiärem Hintergrund im Nahen oder Mittleren Osten potenziell von Rassismus in Deutschland betroffen ist. Aber nicht jeder dieser Menschen ist deshalb auch anfällig für Islamismus – sie sind zum Teil selbst vor Islamisten geflohen.

Rechtsextreme Einstellungen und Ressentiments können auch unabhängig von einer zeitnahen realistischen Machtoption existieren. Letztere ist ein entscheidender Unterschied zwischen völkischen Rechtsextremen hierzulande und Islamisten. Hinzu kommt aber: Die Radikalisierung junger Muslime, die in Deutschland zu Islamisten werden, beginnt nicht immer im Hinterhof oder in Chatgruppen von Marginalisierten, sondern zum Teil in schmucken Moscheen, die von ausländischen Staaten finanziert werden – wie im Fall der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib), die als »langer Arm« des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan gilt.

Es ist somit ein Nato-Partner, der in Deutschland lebende Muslime islamistisch beeinflusst und dabei deren Rassismus-Erfahrung ausnutzt, um sich als ihr Schutzpatron zu präsentieren, während er die säkulare und linke Opposition im eigenen Land ebenso bekämpft wie die kurdische Minderheit. Vor der Radikalisierung durch Ditib warnte im vergangenen Jahr unter anderem die Kurdische Gemeinde Deutschland e. V., nachdem der Leiter der türkischen Religionsbehörde Diyanet, Ali Erbaş, auf einer Konferenz in Istanbul öffentlich zum »Dschihad in allen Formen« aufgerufen hatte.

Wer von der Radikalisierung junger Muslime in Deutschland profitiert, ist klar: die AfD sowie autoritäre Law-and-Order-Politiker anderer Parteien, die deren Straftaten ausschlachten, um »Remigration« und Überwachungsstaat zu propagieren.

In anderer Hinsicht macht es das stolze »Autoland« Deutschland potenziellen Attentätern leicht – die schiere Masse an Fahrzeugen, die jederzeit zu tonnenschweren Waffen umfunktioniert werden können, ist politisch erwünscht und Teil »unserer« kulturellen Identität. Aber sowohl Islamisten als auch Frauenhasser ohne erkennbaren religiösen Hintergrund haben weltweit schon mehrfach Autos, Kleinbusse oder Lkw als Tatmittel für Anschläge auf Menschengruppen gewählt.

2019 gestand Alek Minassian vor einem kanadischen Gericht, im Vorjahr mit einem Kleintransporter in Toronto zehn Menschen getötet zu haben, weil sie in seinen Augen »Chads und Stacys« waren, wie die Incel-Szene sexuell aktive junge Männer und Frauen nennt. Er selbst habe noch nie eine Freundin gehabt und sei von der Internet-Subkultur zu der Tat inspiriert worden, sagte der damals 26-Jährige. Incels fühlen sich benachteiligt, weil sie optisch nicht wie »Alphamänner« wirken – und Frauen unterstellen, nur solche zu wollen. Sie selbst bewerten aber Frauen und Mädchen in der Regel sehr streng nach deren Aussehen, oft auf einer Skala von eins bis zehn. Im Schweizer Kanton Thurgau überfuhr der damals 28-jährige Kevin B. am 11. September 2020 mit Absicht zwei Schülerinnen und verletzte sie schwer. »Die Informationen, die uns zu diesem Fall vorlagen, haben den Schluss zugelassen, dass die Incel-Ideologie ein mögliches Tatmotiv sein dürfte«, hieß es später in einer Analyse der Schweizer Bundespolizei FedPol, über die das Investigativ-Ressort des Schweizer Senders »SRF« 2025 berichtete.

Der Sozialwissenschaftler und frühere Gefängnispsychologe Götz Eisenberg spricht im Zusammenhang mit Fahrzeug-Attacken auch von »männlichen Selbstwertprothesen« – der aggressive Auto-Kult rechter und rechtskonservativer Männer ist demnach Teil eines Gewaltproblems, das sich nicht auf einen Kulturkreis beschränkt. »Wie gewisse Hunde keine Tiere, sondern das nach außen verlegte Aggressionspotenzial ihrer Besitzer sind, so sind gewisse Autos keine Fortbewegungsmittel, sondern lackierte Kampfhunde, die ihre Fahrer aufeinander loslassen«, schrieb Eisenberg 2021 im Online-Magazin »Telepolis«.

Die Politikwissenschaftlerin Cara Daggett kennt dieses Phänomen auch von Anhängern des US-Präsidenten Donald Trump und hat es wegen der bevorzugten Nutzung fossiler Brennstoffe »Petromaskulinität« genannt. In Deutschland legen auch AfD-Anhänger darauf großen Wert – und reagieren auf Kritik von Klima-Aktivistinnen im Internet oft mit Drohungen, Beleidigungen und Vergewaltigungsfantasien. Auch dadurch wird deutlich, was weiße, westliche Rechtsextreme mit Islamisten vereint: Sie sind nicht zuletzt Sturmtrupps des Patriarchats, vereint im Hass auf Frauen und queere Menschen.

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Source: nd