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Energie | Brandenburger Tor im künstlichen Mondschein
Die 281 Lampen am Wahrzeichen Berlins werden durch moderne und stromsparende LED-Leuchten ersetzt. Bis Anfang Dezember wird das dauern.
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Vorerst ist das Licht aus am Brandenburger Tor. Aber das bleibt nicht so. Foto: dpa/Christoph Soeder Am Montag, kurz vor 15 Uhr, bittet eine Familie einen Passanten, mit dem Mobiltelefon des Vaters ein Erinnerungsfoto zu schießen. Im Hintergrund soll unbedingt das Brandenburger Tor zu sehen sein. Denn das ist der Beweis, dass Vater, Mutter und Kind Berlin besucht haben.
Den unter dem Wahrzeichen aufgestellten Hubsteiger verdeckt die Mutter mit ihrem Körper. Erst ein paar Minuten später springt der Motor an und drückt die Plattform laut brummend nach oben. Arbeiter sollen unter der berühmten Figurengruppe Quadriga eine große Mondleuchte platzieren. Bis die von 2002 stammenden Lampen des Brandenburger Tors in den kommenden Tagen komplett durch moderne LED-Leuchten ausgetauscht sind, wird dies in der Dunkelheit nun erst einmal die einzige Beleuchtung des historischen Bauwerks sein.
40 Prozent Energie wird die Maßnahme in Zukunft sparen. Doch dies sei nicht der alleinige Grund, 1,2 Millionen Euro zu investieren, erklärt Tatjana Adams, Geschäftsführerin der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM). Es werde auch gemacht, weil für die alte Beleuchtung kaum noch Ersatzteile zu beschaffen gewesen seien. Ersetzt werden auch Stromverteilerkästen in den Torhäusern und Technik in einem Raum unter der Quadriga.
Nicht ausgetauscht werden allerdings Stromkabel, die von 2002 und teils noch aus den 90er Jahren stammen. Aber sie wurden überprüft. Sie funktionieren überwiegend noch einwandfrei. Nur ein paar Kabel im Erdreich seien defekt, wahrscheinlich beschädigt bei Bauarbeiten an der US-Botschaft, wie Projektleiter Jan Wichert erläutert. Deshalb hätten auch einige Lampen nicht mehr geleuchtet, was sich nun ändern werde.
»Es ist das Herz der Republik.«
Wicherts Firma Kardorff Lichtplanung hatte sich bereits um die Modernisierung von 2002 gekümmert. »Deswegen war uns das Objekt schon vertraut«, sagt er. »Es ist das Herz der Republik.« Darum setze man auch einen ganz besonderen Ehrgeiz in die derzeitige Modernisierung. Die künstliche Mondkugel verfolge den Zweck, den Einwohnern und Besuchern der Hauptstadt zu zeigen, dass die gewöhnliche Beleuchtung des Brandenburger Tors nicht kaputtgegangen, sondern nur abgeschaltet sei.
Während der Arbeiten gibt es Einschränkungen für Radfahrer und Fußgänger, die vorerst nicht alle Durchgänge benutzen können. BIM-Geschäftsführerin Adams zeigt sich zuversichtlich, dass der Austausch der Leuchten nicht länger dauert als geplant. Es sei alles sehr gut vorbereitet, versichert sie. Statt bisher 281 Leuchten werden es künftig etwas weniger sein. Das Tor soll in Zukunft dennoch strahlen wie gewohnt.
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