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»Drone Deal« | Berlin verlangt mehr Rüstungsaufträge aus Kiew

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Quantum Systems baut inzwischen auch Abfangdrohnen. Die deutsche Firma verdient schon jetzt gut am Ukraine-Krieg. Foto: dpa/Henning Kaiser Berlin. Außenminister Johann Wadephul fordert von der Ukraine mehr Bestellungen bei deutschen Rüstungsunternehmen. »Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht ganz zufrieden mit dem, was es an (…) Bestellungen in Deutschland gibt«, sagte der CDU-Politiker am Dienstag im Podcast »Ronzheimer«. »Und deswegen haben wir jetzt die ukrainische Regierung gebeten, das zu überprüfen und dafür zu sorgen, dass es besser wird.«

Wadephul sagte in dem Gespräch, Deutschland sei mittlerweile der stärkste Unterstützer der Ukraine insgesamt. »Und es muss naturgemäß so sein, dass die deutsche Verteidigungsindustrie davon profitiert.« Das habe er auch bei seinem jüngsten Besuch dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesagt. Deutschland stehe zur Ukraine und unterstütze sie, er müsse dies aber auch den deutschen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern erklären. Bei Beschaffungen müsse deshalb auch die deutsche Verteidigungsindustrie beteiligt werden.

Die Zusammenarbeit beginne bereits, sagte Wadephul. Deutschland habe interessante Start-ups, etwa im Drohnenbereich. Zugleich lerne Deutschland von den Erfahrungen der ukrainischen Streitkräfte im Krieg. Das erhöhe aus seiner Sicht auch die Sicherheit Deutschlands. »Ich glaube, es ist auch ganz legitim, dass wir unsere Interessen formulieren«, sagte der Außenminister.

Die Forderung Wadephuls steht im Zusammenhang mit einem geplanten deutsch-ukrainischen »Drone Deal«. Nach Angaben von Reuters soll das Abkommen neben Drohnen auch die gemeinsame Entwicklung weiterer Rüstungsgüter umfassen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Anfang September erklärt, die Verhandlungen über den Vertragstext liefen bereits. Ein Termin für die Unterzeichnung steht laut Reuters aber noch nicht fest.

Die Grundlage für den »Drone Deal« wurde bereits bei deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen im April gelegt. Beide Seiten vereinbarten damals unter anderem gemeinsame Unternehmen zur Drohnenproduktion sowie Kooperationen bei Luftverteidigung, Flugkörpern, Daten und Forschung. Als konkrete Vorhaben wurden unter anderem die gemeinsame Fertigung von Drohnen sowie verschiedenen Flugabwehrsystemen genannt.

Längst haben deutsche und ukrainische Unternehmen auch gemeinsame Projekte gestartet. So gründeten Quantum Systems und WIY Drones ein Unternehmen zur Entwicklung und Produktion von Abfangdrohnen. Deutschland finanzierte jüngst außerdem die Beschaffung von 15.000 Abfangdrohnen und 50.000 Angriffsdrohnen durch die Ukraine. Derartige Bestellungen sollen nun verstärkt in Deutschland produziert werden – und durch die staatliche Beschaffung Profit für einheimische Firmen abwerfen. nd

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Source: nd