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Champions League | Real Madrid mit dem gesperrten Vinícius Júnior gegen RB Leipzig

Vinícius Júnior trifft in der Champions League mit Real Madrid auf Leipzigs Fußballer

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Zu schnell für die Leipziger: Vinícius Júnior (r.) trifft nach zweieinhalb Jahren wieder mit Real auf die Rasenballsportler. Foto: imago/Burak Akbulut Von Vinícius Júnior ist bekannt, dass er erstens sehr gut mit dem Ball umgehen kann, weswegen er zweitens vom gegnerischen Publikum sehr oft sehr unschön angefeindet wird, auch rassistisch. Drittens gehört zur Wahrheit aber auch, dass der Angreifer von Real Madrid mit allerlei Schwalben, Provokationen und Unanständigkeiten bis hin zu Handgreiflichkeiten nicht immer unschuldig ist an den Turbulenzen um seine Person.

Gerade erst, im Ligaalltag gegen den FC Villarreal, verirrte sich die Hand des Brasilianers im Haar eines Gegenspielers. Das brachte ihm die Aberkennung eines gerade erzielten Tores ein, dazu eine Rote Karte und eine Sperre von vier Spielen. Der Clásico am Sonntag beim FC Barcelona steigt also ohne den vielleicht besten Stürmer der spanischen Liga. Viel Schlimmeres kann einem Profi in Diensten der Königlichen nicht widerfahren.

Früher schlicht Pokal der Landesmeister, heute Champions League: ein inszeniertes Spektakel und Gelddruckmaschine des Fußballs. Sven Goldmann blickt auf den kommenden Spieltag.

Da trifft es sich gut, dass sich der europäische Fußballzirkus wenig schert um die Gerichtsbarkeit der spanischen Liga. Am Mittwoch geht es für Real gegen Rasenballsport Leipzig – mit Vinícius José Paixão de Oliveira Júnior, den sie in Madrid alle Vini nennen. Leipzig ist nicht gerade ein internationales Schwergewicht, aber für Real im Allgemeinen und seinen Offensivstar im Besonderen ist dieser dritte Spieltag der Champions League mit ganz besonderen Erinnerungen verbunden. Guten und nicht ganz so guten.

Zuletzt duellierten sich beide Klubs vor zweieinhalb Jahren im Achtelfinale. Real hatte das Hinspiel mit viel Glück und vor allem wegen eines zu Unrecht aberkannten Leipziger Tores gewonnen. Beim folgenden Rencontre im Estadio Santiago Bernabéu passierte eine Stunde lang wenig bis gar nichts. Bis Vinícius Júnior seinem Gegenspieler Willi Orbán um den Hals fiel. Er tat dies aber nicht in inniger Zuneigung – und war folglich sehr gut bedient mit der Gelben Karte für eine schwerlich zu dementierende Tätlichkeit.

Die Leipziger verstanden die Fußballwelt nicht mehr und hatten auch wenig Spaß an der zehn Minuten später folgenden Pointe in Gestalt des Madrider Führungstores, erzielt, na klar, von Vinícius Júnior. Auf der Tribüne verdrehten sie verzückt die Augen. Typisch Vini! Am Ende schummelte sich Real mit Mühe und Not und einem 1:1 ins Viertelfinale.

Wenig deutete bei diesem müden Start in die K.-o.-Runde darauf hin, dass damit die bis heute letzte erfolgreiche Kampagne der Köiniglichen im wichtigsten Klubwettbewerb ihren Anfang nahm. Dabei war es schon mehr als eine statistische Randnotiz, dass »La Decimoquinta« vor allem ein Triumph im Duell mit der Bundesliga war. Auf dem Weg zur 15. Besteigung des europäischen Thrones schaltete Real nämlich gleich vier deutsche Klubs aus: erst den 1. FC Union Berlin in der Vorrunde, im Achtelfinale Leipzig, im Halbfinale den FC Bayern und im Endspiel von Wembley Borussia Dortmund. Vinícius Júnior war entscheidend daran beteiligt, mit zwei Toren beim 2:2 in München. Aber ohne seinen ganz speziellen Auftritt gegen Leipzig wäre es so weit gar nicht erst gekommen. Typisch Vini halt.

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Originally published bynd
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