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Berliner Linkspartei | Wird diese Linke Senatorin?
Die Linke ist jung geworden, Regierungserfahrung ist rar. Auch deshalb gilt Wenke Christoph als aussichtsreiche Kandidatin für einen Senatsposten.
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Wenke Christoph leitet in den Koalitionsverhandlungen die Fachgruppen Wirtschaft und Betriebe sowie Arbeit und Soziales. Foto: imago/Funke Foto Services »Es geht auch immer um reale, spürbare Verbesserungen.« Das hat Wenke Christoph vergangenes Jahr auf einer Veranstaltung der Hellen Panke, dem Berliner Ableger der Rosa-Luxemburg-Stiftung, gesagt, bei der es um die Auswertung vergangener Regierungen unter Linke-Beteiligung ging. Es ist der strategische Ausdruck des Wahlkampfmottos »Berlin bezahlbar machen«, mit dem Die Linke als stärkste Kraft ins Abgeordnetenhaus einzog.
Geboren in Königs Wusterhausen bei Berlin ist die 45-Jährige seit mehr als 25 Jahren Mitglied der Linken und seit 2025 im Landesvorstand der Partei. Trotzdem dürfte sie den wenigsten Berliner*innen ein Begriff sein – öffentlich treten andere Genoss*innen stärker in Erscheinung.
Christoph gilt als Kandidatin für einen Senatsposten in einer von der Linken angeführten Landesregierung. Denn anders als viele andere aus der Partei, die sich in den letzten Jahren stark verjüngt hat, kann sie Regierungserfahrung vorweisen. Zwischen 2020 und 2023 war sie Staatssekretärin in Berlin. Erst im Stadtentwicklungssenat unter Sebastian Scheel, dann im Sozialsenat unter Katja Kipping. In den laufenden Koalitionsverhandlungen leitet sie zusammen mit dem Abgeordneten Damiano Valgolio die Verhandlungsgruppen der Linken zu den Themen Wirtschaft und Betriebe sowie Arbeit und Soziales.
In ihrer Bewerbung für den Landesvorstand hatte Christoph erklärt, sie kandidiere, weil sie im Team des Landesvorstands dazu beitragen wolle, den Landesverband handlungsfähig aufzustellen. Ähnlich äußerte sie sich schon 2022 in einem Debattenbeitrag, den sie gemeinsam mit anderen Linken veröffentlichte, darunter der heutige Fraktionsvorsitzende Tobias Schulze sowie die inzwischen aus der Partei ausgetretenen Klaus Lederer und Carsten Schatz. »Nicht Besserwisserei und Abgrenzung«, sondern die politische und gesellschaftliche Suche nach Anschluss und Bündnisfähigkeit bringe Die Linke voran.
Christoph hat von 2013 an lange für die Rosa-Luxemburg-Stiftung gearbeitet. Dort hat sie auch 2019 eine Publikation zu Solidarischen Städten in Europa konzipiert und herausgegeben. Zwischenzeitlich war sie im Vorstand des linken Thinktanks »Institut Solidarische Moderne«. Seit 2024 ist sie Geschäftsführerin von »Kiron Education«, einem gemeinnützigen Start-up, das Migrant*innen und Geflüchtete für den Arbeitsmarkt weiterbildet.
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