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Basketball-WM in Berlin | Zu gut für das Patriarchat
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Die deutschen Basketballerinnen haben bei der WM in Berlin den Sprung in die Weltspitze geschafft. Foto: imago/camera4+ Der Plan ist aufgegangen. So wird es der Deutsche Basketball Bund (DBB) nach der Heim-WM in Berlin zumindest erzählen. Nach dem sensationellen Halbfinaleinzug am Donnerstag ist das Turnier in der Hauptstadt schon jetzt ein riesiger Erfolg für die deutschen Basketballerinnen – wahrscheinlich sogar der größte, abgesehen von der Bronzemedaille bei der EM vor 29 Jahren.
Egal, wie das Halbfinale gegen Frankreich an diesem Samstag und danach ein mögliches Finale oder das Spiel um Platz drei ausgehen: Der DBB kann sich die nächste Topleistung seiner Teams auf die Fahne schreiben – nach dem Titel-Double der Männer und der Goldmedaille der 3x3-Basketballerinnen bei Olympia in Paris.
Was sich der DBB dagegen lieber nicht auf die Fahne schreiben wird, ist die Tatsache, dass der Verband bis zuletzt deutlich weniger für den Erfolg seines Frauenteams getan hat als für den seiner Männerabteilung. Während bei den deutschen Basketballern schon seit Jahren großer finanzieller Aufwand betrieben wird, um das Team optimal auf internationale Spiele und Turniere vorzubereiten, wurde in die Frauen bis zuletzt deutlich weniger investiert.
Erst seit Olaf Lange vor elf Monaten das Amt als Bundestrainer antrat, wird auch bei den DBB-Frauen auf höchstem Niveau gearbeitet. Sogar der 54-Jährige wirkte während der WM aber teilweise überrascht, wie gut die deutschen Basketballerinnen das neue Spielsystem unter ihm schon umsetzen können.
Dass die DBB-Frauen auch den Wechsel auf der Trainer*innenbank nicht einmal ein Jahr vor ihrer Heim-WM hervorragend bewältigt haben, ist ein weiterer Beweis dafür, was für ein außergewöhnliches Team da gerade auf dem Parkett steht.
Mit ihrem Vorstoß unter die besten vier Teams der Welt haben sich die deutschen Basketballerinnen nun selbst belohnt und dabei auch allen zukünftigen Generationen von Spielerinnen ein großes Geschenk gemacht. Durch den Erfolg von Leonie Fiebich, Nyara Sabally und Co. hat der DBB keine Argumente mehr, den Frauenbereich anders zu behandeln als den der Männer.
Um an diesen Punkt zu kommen, mussten sich die deutschen Basketballerinnen allerdings auch gegen die Strukturen durchsetzen, die sie eigentlich hätten fördern sollen.
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Source: nd