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Artenvielfalt | Deutschland im Prinzip ehrenwert

Es geht zu langsam bei dem Erhalt der Artenvielfalt, und es fehlt Geld. Deutschland ist vor allem verbal vorn dabei.

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Auf Kante genäht: Regenwald versus Landwirtschaft im brasilianische Bundesstaat Para Foto: AFP/Mauro Pimente Die globale Biodiversität ist gefährdet. Unter anderem dadurch, dass der Mensch mit seiner Produktions- und Konsumtionsweise immer mehr Lebensräume zerstört. Diesem Problem musste sich auch der UN-Naturschutzgipfel im armenischen Jerewan stellen.

Dass es auch anders geht, zeigt Brasilien: Hier konnte zuletzt die Abholzung des Regenwaldes immerhin gebremst werden – fast 42 Prozent weniger als im Vorjahr wurden zerstört. Zwar ist dieser Erfolg relativ, denn vor der Regierung von Präsident Lula hatte unter Bolsonaro die Abholzung massiv zugenommen. Das Beispiel zeigt, wie wichtig politische Entscheidungen für den Schutz der natürlichen Ressourcen sind.

Die aktuellen Beratungen der UN-Staaten zeigten jedoch, dass manche Länder erst damit anfangen, ihre Natur zu schützen. Auch ist die internationale Finanzierung für Schutzgebiete ist das zweite Jahr in Folge zurückgegangen. Bis 2030 sollen weiterhin mindestens 30 Prozent der Land- und Meeresfläche unter Schutz gestellt werden. Und bis dahin sollten mindestens 200 Milliarden Dollar für den weltweiten Naturschutz mobilisiert werden. Die aktuelle Finanzierungslücke allein beträgt 60 Prozent.

Dass es bei der Umsetzung dieser Ziele hapert, ist unübersehbar. Es geht zu langsam. Sind Deutschlands Beteuerungen in dieser Frage glaubwürdig? Im Prinzip ja, wäre hier die Antwort von Radio Jerewan. Wäre da nicht … die hohe Nitratbelastung im Grundwasser in vielen Regionen. Der massive Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. Die Aufweichung der Standards in Schutzgebieten. Die nicht gelungene Reduzierung des Flächenverbrauchs. Aber im Prinzip ist das deutsche Engagement auf globaler Ebene schon ehrenwert.

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