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Anschlag auf MAN | 20 Lkw in Leipzig ausgebrannt: Staatsschutz ermittelt
Nach einem Brandanschlag auf MAN-Lastwagen hält die sächsische Staatsanwaltschaft ein politisches Motiv für möglich. Der Sachschaden ist beträchtlich.
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MAN beliefert seit Jahrzehnten die Bundeswehr und ist über ein Joint Venture mit Rheinmetall an aktuellen Geschäften beteiligt. Foto: Polizei Sachsen Leipzig. Nach dem Brand auf dem Gelände eines MAN-Servicestützpunkts im Leipziger Ortsteil Sellerhausen-Stünz schließt das Landeskriminalamt Sachsen ein politisches Motiv nicht aus. Deshalb hat das dort angesiedelte Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) die Ermittlungen übernommen, teilte die Behörde mit. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat ein Verfahren wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung eingeleitet.
Der MAN-Standort in Leipzig ist ein Werkstatt- und Verkaufsstandort für Nutzfahrzeuge. Unbekannte Täter setzten dort nach Angaben der Polizei am frühen Donnerstagmorgen mehrere Fahrzeuge in Brand. Mehr als 20 Fahrzeuge, bei denen es sich im Wesentlichen um Lastkraftwagen handelte, brannten anschließend vollständig aus oder wurden durch Feuer beschädigt. Nach derzeitiger Schätzung entstand auf dem Firmengelände ein Sachschaden von mehr als zwei Millionen Euro. Menschen wurden nicht verletzt.
Die Ermittlungsbehörden suchen nun mit einem Aufruf Zeugen. »Auch entsprechende Wahrnehmungen im Internet oder in den sozialen Medien, insbesondere auch im Nachgang der Tat, können die Ermittlungen unterstützen«, heißt es in der Mitteilung. Einschlägige linke Webseiten, auf denen Taterklärungen veröffentlicht werden, sind wie im Fall Indymedia derzeit nicht erreichbar oder nach dem US-Vorgehen gegen den italienischen Provider Autistici/Inventati abgeschaltet.
Ein Ziel für militärkritische Sabotage wäre MAN durchaus: Der Konzern beliefert seit Jahrzehnten die Bundeswehr und ist über das Joint Venture Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) an aktuellen Geschäften beteiligt. Rheinmetall hält daran 51 Prozent, MAN Truck & Bus 49 Prozent.
Allein die Bundeswehr bestellte im Rahmen eines 2024 geschlossenen Rahmenvertrags mit dem Konsortium 2.000 weitere Fahrzeuge im Wert von rund 1,015 Milliarden Euro. MAN hat zudem angekündigt, in Polen die Traditionsmarke STAR für militärische Logistik- und Unterstützungsfahrzeuge wiederzubeleben. nd
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