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AfD | AfD-Hack: Ein Datenschatz und große Verantwortung

Die Datenlücke ist eine Chance, Erkenntnisse über die Partei zu vertiefen. Doch vor einem leichtfertigen Umgang mit den Daten ist zu warnen. Ein Kommentar.

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Eine Unmenge Daten steht nun frei verfügbar im Netz. Foto: Carsten Koall/dpa Die Daten aus dem AfD-Hack sind ein wahrer Schatz. Recherche und Aufbereitung des Datenbergs aus Hunderttausenden Mails und Zehntausenden Dokumenten kratzen derzeit gerade einmal an der Oberfläche, trotzdem ist schon klar, sie werden helfen, ein besseres Bild von der AfD zu bekommen. Wissenschaftler*innen und Antifaschist*innen können durch die Mails vertiefte Einblicke in Diskussions- und Entscheidungsprozesse der Partei erlangen.

Recherchen aus den vergangenen Jahren können durch die Daten aus dem Hack korrigiert, bestätigt und konkretisiert werden, wie die neuen Erkenntnisse zu Alice Weidel und dem Spendenskandal zeigen. Allein wegen der schieren Datenmenge ist noch in den kommenden Wochen und Monaten mit neuen Erkenntnissen zu rechnen. Wahrscheinlich wird dabei nicht der perfekte Verbotsgrund für die AfD zu finden sein, aber es ist durchaus möglich, dass die Inhalte der parteiinternen Mails ein Verbotsverfahren wahrscheinlicher machen.

Mit dem AfD-Hack geht für Antifaschist*innen allerdings auch eine große Verantwortung einher. Die Hacker*innen haben, wie sie sagen, wegen der Datenmenge, keine Rücksicht auf die Veröffentlichung der Daten von Unbeteiligten genommen. Und so stehen etwa personenbezogene Daten von Erstwähler*innen aus Mecklenburg-Vorpommern jetzt im Netz. Wer mit den Daten aus dem AfD-Hack arbeiten will, sollte das wissen und berücksichtigen, gerade wenn bei der Auswertung auf Automatisierung und künstliche Intelligenz gesetzt wird.

Schließlich sind im Kontext des Hacks auch schlichte Fälschungen von Mails im Umlauf. Mails, die möglicherweise von parteiinternen Gegner*innen in die Welt gesetzt wurden. Antifaschist*innen sollten also genau überprüfen, welche Neuigkeiten aus dem Hack sie verbreiten. Jede glaubhaft dementierte Falschmeldung hilft der AfD.

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