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Südafrika kritisiert geplante Visabeschränkungen für die USA wegen angeblichen Rassismus
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In einer Erklärung am Mittwoch sagte der südafrikanische Minister für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit Ronald Lamola: „Wir sind weiterhin entschlossen, diese Herausforderungen durch unsere verfassungsmäßigen Institutionen, demokratischen Prozesse und die Rechtsstaatlichkeit anzugehen, mit dem Ziel, eine gleichberechtigtere und integrativere Gesellschaft für alle Südafrikaner aufzubauen.“
Herr Lamola reagierte damit auf eine Ankündigung des US-Außenministers Marco Rubio vom Dienstag, dass Washington eine neue Politik einführen werde, die sich an Südafrikaner richtet, die an der, wie er es nannte, „rassischen“ Diskriminierung weißer Afrikaner beteiligt sind.
Herr Rubio sagte, die USA würden Visa für Personen einschränken, „die für die Verabschiedung oder Umsetzung von Gesetzen oder Richtlinien verantwortlich oder daran beteiligt sind, die unentschädigte Landbeschlagnahmungen, Diskriminierung aufgrund der Rasse und/oder die Anstiftung zu drohender Gewalt gegen Angehörige ethnischer oder rassischer Minderheitengruppen in Südafrika ermöglichen“.
Afrikaner sind eine Minderheit in Südafrika, die größtenteils von niederländischen Kolonialsiedlern abstammt, die das rassistische Apartheidregime im Land gründeten und leiteten, das bis 1994 andauerte, als der Afrikanische Nationalkongress die ersten demokratischen Wahlen des Landes gewann.
Ein Bericht der südafrikanischen Regierung aus dem Jahr 2017 ergab, dass Weiße, die etwa 7 Prozent der Bevölkerung ausmachen, etwa 72 Prozent des individuellen Ackerlandes besaßen.
Südafrika hat Programme zum Landkauf und zur Umverteilung gestartet und im Jahr 2025 ein Gesetz verabschiedet, das die Enteignung von Land ermöglichen würde, in einigen Fällen auch ohne Entschädigung der Eigentümer.
Einige afrikanische Gruppen haben bei US-Präsident Donald Trump Lobbyarbeit gegen das Gesetz betrieben, von dem sie behaupten, dass es sich um eine von der Regierung unterstützte Diskriminierung handelt, die die südafrikanische Regierung als „Fehlinformation“ bezeichnet.
Südafrika wurde auch von Herrn Trump ins Visier genommen, weil es beim Internationalen Gerichtshof eine Klage eingereicht hat, in der es Israel des Völkermords in Gaza beschuldigt.
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Source: Morning Star