World · Morning Star · · 2h
Natürlicher Jazz
English (original) · Auto-translated to Deutsch
MARK TURNER genießt die warme Melancholie des Jazz-Schlagzeugers und Komponisten Sam Green
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SAM GREEN ist ein junger Schlagzeuger und Komponist, der ursprünglich aus Leeds stammt, aber intensiv in der geschäftigen Jazzszene in Cardiff tätig ist.
Auf diesem Debütalbum wird er von anderen Absolventen der Jazzschule des Royal Welsh College of Music and Drama begleitet. Während Jazzfans in Südwales möglicherweise mit Greens Schlagzeugtalent bestens vertraut sind, sind es seine Fähigkeiten als Komponist, die hier im Vordergrund stehen.
Unter jungen Jazzmusikern, insbesondere aus den nördlichen Teilen Großbritanniens, gibt es einen Wordsworthschen Trend, Musik zu produzieren, die sich der Natur, insbesondere der britischen Natur, widmet.
Matthew Halsall (Manchester), Fergus MacReadie (Glasgow), Jasmine Myra (London und Leeds) und Other Oceans Quartet (London), allesamt hauptsächlich urbane Künstler, fühlen sich vom Drama und der Ruhe auf dem Land angezogen und sind stark vom europäischen Jazz von Künstlern wie dem Portico Quartet beeinflusst. Dies scheint eine kollektive Aussage mit fast antikommerzieller Absicht zu sein, vielleicht eine Bewegung der Jazz-Romantik.
Das sechsköpfige Kollektiv von Green hat ein ausgereiftes Album produziert, das Themen der Natur und ihrer Verbindung mit menschlichen Emotionen vereint. In der poetischen Prosa auf der Albumhülle beschreiben sie sich selbst als Kollektiv, und so spielen sie auch, wobei Greens großzügige und bescheidene Führung sehr untertrieben ist.
Ungewöhnlich sind zwei Tenorsaxophonisten, Daniel Vause und Em Craig. Es ist schwer zu unterscheiden, welcher dieser Saxophonisten spielt, aber sie bringen eine völlig passende warme Melancholie mit, die an Joshuah Redman erinnert, und sind der emotionale Anker, der Sie tiefer in die subtilen Rhythmen eintauchen lässt.
Herausragende Titel sind für mich „Forest Song“, dessen Musik es irgendwie schafft, die Phasen der Trauer zu beschreiben, wenn ein Verlust erlitten wird. Zuerst nörgeln die ruhigen, eindringlichen Rhythmen wie die grausame Fortsetzung des Lebens unter dem Schmerz des Verlustes, doch nach und nach verwandeln sich dieselben Rhythmen in das Fließband der Hoffnung und Genesung.
Berge und Nebel und Heuhaufen sind ebenfalls sehr eindrucksvoll. Aber im Gegensatz zu MacReadies Mischung aus Klassik, Folk und Jazz ist es Green gelungen, ähnliche Gefühle zu erzeugen und dabei fest im zeitgenössischen Jazz zu bleiben.
Rivers and Lakes kann bei SamGreenMusic.uk gekauft und/oder bei Bandcamp heruntergeladen werden
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Source: Morning Star