World · Morning Star · · 2h
Bhopal: das katastrophalste Verbrechen des Kapitalismus
English (original) · Auto-translated to Deutsch
MAYER WAKEFIELD lobt den furchtlosen Versuch, die Giftgaskatastrophe von 1984 in Bhopal, Indien, auf die Bühne zu bringen
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MAYER WAKEFIELD wird von einer kühnen Inszenierung unterhalten, aber enttäuscht, die leider nicht der Wahrheit entspricht
Dem giftigen Gasleck im Jahr 1984 in der zentralindischen Stadt Bhopal, von dem über 500.000 Menschen betroffen waren, wird relativ wenig Aufmerksamkeit geschenkt, was als die schlimmste Industriekatastrophe der Welt gilt. Titas Halders poetisches neues Stück „Darkling“ möchte hier Abhilfe schaffen und weist ausdrücklich darauf hin, dass nicht jeder Ökozid gleich behandelt wird.
„Die Handlungen eines gleichgültigen Geistes./ Sie wussten, dass es passieren könnte/ Aber unser Leben wird weniger geschätzt/ Sie haben ihr Geld verdient und sind gegangen.“
Union Carbide, das für die Katastrophe verantwortliche US-Unternehmen, oder sein damaliger CEO Warren Anderson werden nicht direkt erwähnt, aber es ist klar, wohin der gerechte Zorn dieser Produktion zielt und schmerzlich landet.
Halder erzählt uns die Geschichte von Grund auf, aus der Sicht einer namentlich nicht genannten jungen Frau, deren Chance, die Wunden jugendlicher Tragödien zu heilen, ihr durch dieses katastrophalste Verbrechen des Kapitalismus genommen wird. Der „Metallriese“, der in der Ferne gebaut wird, taucht auf, als wir daran erinnert werden, dass diese Verbrechen vorhersehbar waren und nicht ohne Warnungen der Menschen vor Ort erfolgten.
Linnea Berthelsen, vor allem bekannt für ihre Rolle im Netflix-Hit Stranger Things, fängt die schwindende Unschuld eines menschlichen Lebens ein, das durch strukturelle Gewalt eingeschränkt wird. Ihr Auftritt ist von einer zurückhaltenden Wut durchdrungen, die Matthew Xias temporeiche, kalkulierte Regie ergänzt.
Beth Dukes stimmungsvolles Sounddesign füllt die Lücken, in denen das Publikum aufgrund der halsbrecherischen Geschwindigkeit gelegentlich Schwierigkeiten hat, mitzuhalten, und vielleicht gibt es Momente, in denen sich mehr Stille als effektiv erwiesen hätte.
Halder erspart uns viele Höflichkeiten und bringt den menschlichen Kern eines einfach verheerenden Vorfalls auf den Punkt, und obwohl dieses Stück das Ausmaß des Grauens nicht ganz wiedergibt, unternimmt es einen furchtlosen Versuch. In einer Zeit immer rücksichtsloserer Ausbeutung ist dies eine schmerzhafte Erinnerung daran, wozu eine Denkweise führen kann, bei der der Profit im Vordergrund steht.
Läuft bis zum 24. Oktober. Abendkasse: (020) 8743-5050, bushtheatre.co.uk
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Source: Morning Star