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„Zukunftswerk Osnabrück“: Öffis statt Panzer – für eine zivile Zukunft am VW-Standort Osnabrück!

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Dossier

Kampagnenseite von Robin Wood: Öffis statt Panzer – für eine zivile Zukunft am VW-Standort Osnabrück!In Osnabrück fertigen etwa 2.300 Beschäftigte am Volkswagen-Standort Autos. Doch die Produktion ist nur noch bis 2027 gesichert – was danach kommt, ist bisher offen. Im Gespräch ist, das Werk anschließend für die Rüstungsproduktion zu nutzen. Vor allem Rheinmetall ist offenbar interessiert an einer Werksübernahme. Damit steht Osnabrück stellvertretend für zwei allgemeine Trends: Erstens die Sorge der Beschäftigten in der kriselnden Autoindustrie um ihre Arbeitsplätze, zweitens die Zunahme von militärischer Produktion. Aktive von ROBIN WOOD haben deshalb in Osnabrück bereits ein Zeichen gesetzt. Mit einer Kletteraktion forderten sie: Öffis statt Panzer – Jobs nicht auf Krieg aufbauen! Denn ROBIN WOOD setzt sich dafür ein, den Standort Osnabrück zu erhalten und für eine sozial-ökologische Mobilitätswende zu nutzen…“ Die Kampagnenseite von Robin Wood externer Link und nun auch das Aktionsnetzwerk „Zukunftswerk Osnabrück“ externer Link – siehe mehr Infos und Hintergründe:

  • VW Osnabrück wird „Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen“: BR und IGM begrüßen Übernahme durch Aurelius – „Zukunftswerk Osnabrück“ beendet unter Kritik die Transformationskampagne New
    • Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit! Osnabrück bleibt Industriestandort
      Volkswagen-Betriebsrat und IG Metall begrüßen die vereinbarten Eckpunkte für die Zukunft des VW-Standorts. Nun geht es darum, weitere industrielle Projekte nach Osnabrück zu holen und möglichst allen Kolleginnen und Kollegen eine gute Anschlussperspektive zu eröffnen.
      Die Zukunft des Volkswagen-Standorts Osnabrück bekommt Konturen. Mit den heute vereinbarten Eckpunkten für den Übergang der Volkswagen Osnabrück GmbH in eine neue Gesellschaft ist ein wichtiger Schritt erreicht. Für Betriebsrat und IG Metall vor Ort eröffnet sich damit die konkrete Möglichkeit, Osnabrück als Industriestandort zu erhalten. Am Ziel ist die gesamte Belegschaft damit allerdings noch nicht – aber es kann eine Perspektive für einen sehr großen Teil, nämlich ungefähr drei Viertel der aktuellen Beschäftigtenzahl, entstehen. (…)
      Die geplante Entwicklung zu einem Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen kann dafür eine wichtige industrielle Grundlage schaffen. Die angekündigte Zusammenarbeit mit Rafael Advanced Defense Systems wäre ein erstes Ankerprojekt. Entscheidend ist aus Sicht von Betriebsrat und IG Metall nun, weitere Projekte und Partnerschaften nach Osnabrück zu holen und damit dauerhaft industrielle Wertschöpfung in der Stadt und der Region zu sichern. (…)
      „Die Kolleginnen und Kollegen hier haben in ihrer Geschichte vielfach gezeigt, dass sie Veränderung können“, sagt Jürgen Placke, Betriebsratsvorsitzender der Volkswagen Osnabrück GmbH. „Die Übernahme unseres Werks durch Aurelius und das Land Niedersachsen ist ein erster großer Erfolg. Ich bin stolz auf unsere Belegschaft, die den Kopf nicht in den Sand gesteckt hat, sondern selbst hart für ihre Zukunft gearbeitet hat. Als Arbeitnehmervertreter haben wir erreicht, dass auch in Zukunft die Tarifbindung innerhalb der Metall- und Elektroindustrie für unsere Kolleginnen und Kollegen erhalten bleibt. Darüber hinaus gibt die Beschäftigungssicherung bis einschließlich 2029 ein gutes Stück weit Sicherheit und Planbarkeit. Es ist unsere erste Beschäftigungssicherung seit der Übernahme durch VW vor rund 16 Jahren. Unser Ziel ist es jetzt, weitere Projekte an den Standort zu holen, die allen Beschäftigten Beschäftigung garantieren.“ (…)
      Die jetzt angesteuerte Lösung bietet Zukunft für knapp 1400 der derzeit insgesamt 1800 Beschäftigten – und versorgt somit rund drei Viertel der Belegschaft mit einer Anschlussperspektive. Abzüglich einer weiteren Reduzierung der Belegschaft in der näheren Zukunft, zum Beispiel über Rente und Altersteilzeit, entsteht eine derzeitige Sollgröße für das neue Kompetenzzentrum von rund 1200 Stellen. Für diese Zahl der 1200 greift auch eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2029. Es handelt sich dabei um die erste Beschäftigungssicherung am Standort seit der Karmann-Insolvenz und der Übernahme durch Volkswagen vor rund 16 Jahren
      …“ Pressemitteilung vom 07.09.2026 der IG Metall Osnabrück externer Link
    • VW: Sozial-ökologische Produktionsumstellung wurde versäumt! Vernetzung „Zukunftswerk Osnabrück“ kritisiert Übernahme des VW-Werks durch Rüstungskonzern
      Aktivist*innen aus der Vernetzung „Zukunftswerk Osnabrück“ kritisieren scharf, dass VW und die niedersächsische Landesregierung den Weg dafür geebnet haben, in der Friedensstadt Osnabrück – statt ökologisch sinnvollen Gütern wie Kleinbussen – Kriegsgerät zu produzieren. Heute wurde dazu eine Absichtserklärung zwischen dem Land Niedersachsen, Volkswagen und einem Investor geschlossen. Als erstes Projekt sollen in der Fabrik Rüstungsgüter des israelischen Unternehmens Rafael produziert werden. „Volkswagen und das Land Niedersachsen haben die Übergabe des Werks an die Rüstungsindustrie angestrebt. Dabei gab es Vorschläge einer Demokratisierung der Produktion sowie einer Umstellung auf Kleinbusse für den öffentlichen Nahverkehr“, sagt Annika Fuchs, Fachreferentin für Mobilität bei ROBIN WOOD. „Solche zivilen Alternativen hat VW jedoch nicht ernsthaft ausgelotet. Unterm Strich kostet der Verkauf nun auch noch Hunderte von Arbeitsplätzen.“
      „Besonders bitter ist es, dass auch die örtliche IG Metall und der Betriebsrat den einzigen Weg für ‚Sicherung von Arbeitsplätzen‘ in einer Rüstungskonversion sehen. Dabei ist klar, dass dies Pfadabhängigkeiten in Richtung Kriegswirtschaft schafft – und damit auch die Arbeit davon abhängig wird, dass weltweit Kriege geführt werden“, ergänzt Andreas Buderus von der Kampagne „Sagt Nein!“
      Die Vernetzung „Zukunftswerk Osnabrück“ beendet mit der heutigen Aktion ihre Kampagne für eine sozial-ökologische Transformation des Osnabrücker VW-Werks
      …“ Gemeinsame Pressemitteilung vom „Zukunftswerk Osnabrück“ und ROBIN WOOD vom 07. September 2026 externer Link
    • 50.000 Jobs weg – und Rüstung als „Alternative“? – VW Osnabrück zeigt, was anderen Werken droht
      „… Die Beschäftigten sollen die Rechnung bezahlen. Was sind die „anderen Lösungen“? Für Werke ohne gesicherte Anschlussproduktion sollen „alternative Verwendungsmöglichkeiten“ gesucht werden. Wie so etwas aussehen kann, erleben wir gerade in Osnabrück. Das bisherige VW-Werk geht an den Rüstungskonzern Rafael externer Link. Die Botschaft lautet plötzlich: Arbeitsplatz verlieren – oder Waffen produzieren. Diese Wahl akzeptieren wir nicht. Was heute Osnabrück passiert, kann morgen anderen Werken drohen. Wenn zivile Produktion unter Renditedruck abgebaut wird und gleichzeitig Milliarden in Aufrüstung fließen, wird die Rüstungsindustrie schnell zum angeblichen Retter von Arbeitsplätzen.
      Erst werden zivile Arbeitsplätze vernichtet. Dann wird Kriegsproduktion als Rettung angeboten. So werden Beschäftigte und ganze Regionen wirtschaftlich von Aufrüstung und Krieg abhängig gemacht. (…)
      Wir müssen auch darum kämpfen, WAS in unseren Werken produziert wird. Nicht Panzer, Raketen und anderes Kriegsgerät, sondern das, was gesellschaftlich gebraucht wird: öffentlicher Verkehr, bezahlbare Mobilität, Energie- und Verkehrswende, zivile und ökologisch sinnvolle Produkte. Sichere Arbeitsplätze und sinnvolle zivile Produktion gehören zusammen. Osnabrück muss deshalb eine Warnung sein: Warten wir, bis Vorstand, Eigentümer und Politik entschieden haben, bleiben am Ende nur ihre „Alternativen“.
      ..“ Update vom 7.9.2026 externer Link zur Petition Sagt Nein! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden
    • Siehe aktuell auch das: Dossier: Kahlschlag bei VW ab 2024? Autobauer plant Kürzungen in Milliardenhöhe, um »Effizienz« zu steigern
  • Streit um Rüstungspläne für VW-Standort Osnabrück
    Niedersachsen soll zwischen dem israelischem Rüstungskonzern Rafael und Volkswagen vermitteln, um Katar zu beruhigen. Friedensgruppen sind dagegen. (…)
    IG Metall scheint gespalten
    Befürworter*innen des deutsch-israelischen Deals weisen darauf hin, dass Iron Dome keine Angriffswaffe sei. Er besteht aus einem Erfassungsradar, einem Gefechtsführungssystem und den Abschussrampen für Lenkflugkörper. Nicht diese Raketen sollen in Osnabrück gebaut werden, aber schwere Lastwagen für deren Transport sowie Abschussvorrichtungen oder Stromgeneratoren. Das käme der IG Metall entgegen, die sich laut Satzung für »Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung« ausspricht, aber in der VW-Krise gespalten scheint: Stephan Soldanski, der Erste Bevollmächtigte der Gewerkschaft in Osnabrück, sagte der »Celleschen Zeitung«, er sei zwar Pazifist, dennoch wäre eine Rüstungsproduktion bei VW für ihn mit dieser Einstellung vereinbar. Zwei Dutzend IG-Metaller*innen hatten hingegen schon im März in einem Aufruf »Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft« gefordert, dass sich die Gewerkschaft ihren satzungsgemäßen Zielen entsprechend verhält. (…) Auch die Initiative »Rausmetall!«, die ursprünglich gegen frühere Rheinmetall-Pläne für den VW-Standort in Osnabrück gegründet wurde, protestiert gegen die Verhandlungen mit Rafael. In Aktionen zielen die Aktivist*innen auch auf den ehemaligen Oberbürgermeister und heutigen Verteidigungsminister Pistorius. So wurde etwa das Osnabrücker Kriegerdenkmal »Heger Tor« mit der Aufschrift »Kriegstüchtig? Nicht mit uns!« versehen. In einer anderen Aktion wurde eine Bronze-Skulptur im Fluss Hase mit einem Dildo sowie einer Maske so umgestaltet, dass sie Pistorius darstellte.“ Artikel von Matthias Monroy vom 03.09.2026 in ND online externer Link
  • Einstieg des Rüstungskonzerns Rafael in die Produktion bei Volkswagen in Osnabrück kurz vor dem Abschluß? Keine Rüstung und kein Rüstungsexport in Osnabrück!
    • Rendite mithilfe von Rüstung und Rüstungsexporten ist kein zukunftsfähiges Konzept: Volkswagen und das VW-Werk Osnabrück müssen zivil bleiben!
      Bei VW spitzt sich die Lage zu. Mit dem drohenden Abbau von Überkapazitäten überlegt der Konzern eine Rückkehr in das Rüstungsgeschäft, um „Werksschließungen“ zu vermeiden – Konzernchef Blume nennt dies „intelligente Methoden“. Um der Rendite willen sollen nun statt zivilen Nutzfahrzeuge Komponenten für Rüstungsgüter und Kampfsysteme vom Band laufen. Dass dabei ein Geschäftspartner in Erwägung gezogen wird, der tief in den Sumpf des internationalen Waffenhandels involviert ist, lässt leider nur den Schluss zu: Hier geht es nicht um dem Erhalt von Arbeitsplätzen, sondern um den Erhalt von Rendite um jeden Preis, sei es durch todbringende Produkte.
      Der zukünftige Partner Rafael Advanced Defense Systems, der in Deutschland bereits mit der Dynamit Nobel Defence in Würgendorf Panzerabwehrwaffen baut und exportiert, ist einer der Hauptlieferanten des israelischen Militärs – nicht nur für Verteidigungsanlagen. Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! hat wiederholt Kritik an den Rüstungsexporten in den Nahen Osten und nach Israel geübt. Wir haben auf die Gefahr hingewiesen, dass Waffen und Rüstungsgüter dort nicht nur zur Verteidigung, sondern auch zur Unterdrückung und zu Menschenrechtsverletzungen im Gaza-Streifen und der West-Bank eingesetzt werden. „Es sollte deutlich gemacht werden, dass auch Kooperationen mit maßgeblichen Akteuren der israelischen Rüstungsindustrie eine aktive Unterstützung der gewaltsamen Konfliktaustragung im Nahen Osten sind – hier liegt bei allen Partnern eine hohe moralische Verantwortung“, betont Jürgen Grässlin, Sprecher von Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! und Bundessprecher der DFG-VK.
      Der VW-Konzern kann sich aber auch selbst vorstellen, wieder in größerem Umfang für den militärischen Markt zu entwickeln und zu bauen. Dem Vernehmen nach arbeitet man schon länger an der Entwicklung eines Military-Pick-Up und eines Transporters. Beides sind Fahrzeugtypen für die hochmobile moderne Kriegsführung. Andreas Seifert, Koordinator der Aktion Aufschrei mahnt: „Die Friedensstadt Osnabrück, die für den Westfälischen Frieden von 1648 und damit für die friedliche Aushandlung von Konflikten steht, wird damit zum Ort der Rüstung und zu einem Ausgangspunkt von Rüstungsexporten. Geht es hier um Frieden oder um Rendite um jeden Preis?“ Vor Ort gibt es Widerstand gegen diese Pläne. Und es gibt zivile Alternativen dazu. „Der Weg in die Rüstung ist der falsche Weg und wird weder dem symbolischen Ort, noch der Verantwortung und Geschichte des VW-Konzern gerecht“, sagt Seifert.
      Die Forderungen von Aktion Aufschrei lauten: Keine Rüstung und kein Rüstungsexport in Osnabrück! Friedliche und zukunftsfähige zivile Alternativen für das Werk finden!
      Mitteilung für die Medien vom 31. August 2026 der Aktion Aufschrei externer Link und zum Hintergrund:
    • Israel-Deal für VW Osnabrück auf der Zielgeraden – Unterschrift noch vor der Kommunalwahl? Volkswagen-Anteilseigner Katar wird durch neue Konstruktion ausgetrickst
      Wenige Tage vor der Kommunalwahl könnte eine der wichtigsten Entscheidungen für den Wirtschaftsstandort Osnabrück seit Jahren fallen: Die Verhandlungen über den Einstieg des israelischen Rüstungskonzerns Rafael in die Produktion am Volkswagen-Standort Osnabrück sind inzwischen weit fortgeschritten. Nach einem aktuellen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg könnte bereits im September eine Vereinbarung unterzeichnet werden. Eine entscheidende Rolle soll dabei das Land Niedersachsen spielen, das indirekt damit selbst zum Waffenproduzenten wird. (…)
      Auch die inzwischen konkreter beschriebenen Produktionspläne passen zu dem, was die HASEPOST bereits im Juli berichtet hatte: In Osnabrück sollen offenbar nicht die eigentlichen Raketen des israelischen Luftverteidigungssystems „Iron Dome“ hergestellt werden. Bloomberg zufolge geht es vielmehr um schwere Lastwagen zum Transport der Raketen, Abschussvorrichtungen, Stromgeneratoren und weitere Unterstützungsausrüstung für das Luftverteidigungssystem
      …“ Artikel von Heiko Pohlmann vom 29. August 2026 in Hasepost externer Link
  • Autofabriken in der Krise umrüsten: Es kommt darauf an, wer kauft, was sie produzieren
    Züge, Wärmepumpen, öffentlicher Verkehr… Die Idee, Automobilbänder umzustellen, bleibt vorerst eine Besonderheit der deutschen Debatte
    Bei Volkswagen sind weltweit 100.000 von 660.000 Arbeitsplätzen bedroht. Können diese Werke etwas anderes bauen als Autos — langlebige, nützliche und rentable Güter? Technisch ja, und seit Langem. Wirtschaftlich hängt die Antwort an einem einzigen Akteur: demjenigen, der bereit ist, das Nachfragerisiko dauerhaft zu tragen.
    Vorschläge für eine zivile Umstellung gibt es seit dreißig Jahren
    Die Gewerkschaft IG Metall verfolgt seit langem die Idee, einen Teil der Automobilproduktion auf öffentliche Verkehrsmittel umzustellen, verbunden mit einer Arbeitszeitverkürzung bei Lohnausgleich. Die Tradition reicht bis in die 1990er Jahre zurück: Die Gewerkschaft setzte sich gemeinsam mit Verbänden wie der NGO BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) bereits für eine Neuausrichtung der Autoindustrie angesichts der Klimakrise ein. Bei Volkswagen Salzgitter existiert seit den Tarifverträgen von 2006 und 2009 ein Innovationsfonds mit einer jährlichen Ausstattung von 20 Millionen Euro, mit dem der Betriebsrat eigenständig alternative Projekte auswählt und finanziert.
    So produziert das Werk Osnabrück, in dem die Automobilproduktion schon 2027 eingestellt werden soll, bereits Komponenten für den öffentlichen Nahverkehr. Eine industrielle Basis für diese Art der Fertigung ist also vor Ort vorhanden. Doch die Umstellung auf Rüstung schreitet am schnellsten voran (…)
    Die technische Machbarkeit ist selten der limitierende Faktor
    Ein Automobilwerk ist kein Block, der aus einem Guss umstellbar ist. Es stapelt trennbare Fähigkeiten, jede mit ihrem eigenen Grad an Übertragbarkeit: Pressen für die Blechumformung, Rohbauschweiß- und Montagelinien, Lackiererei, Präzisionsbearbeitung für den Antriebsstrang, Endmontage und ein Konstruktionsbüro, das auf kostenkontrollierte Massenentwicklung spezialisiert ist. Je nach Zielprodukt lassen sich einige dieser Fähigkeiten nahezu vollständig wiederverwenden, andere bleiben brachliegen.
    Der dem Kerngeschäft am nächsten liegende Absatzweg – derjenige, der nahezu den gesamten Anlagenbestand wiederverwendet – ist ein anderes Fahrzeug als das ursprünglich für das Werk vorgesehene: ob Bus, Lkw, Schienenfahrzeuge oder… ein Militärfahrzeug. Ein gepanzertes Fahrzeug durchläuft Umformen, Schweißen, Lackieren, Antriebsstrang und Montage: Seine industrielle Nähe zum Automobil erklärt teilweise den Reiz für Rüstungsinteressenten, unabhängig von der Finanzierungsfrage. (…)
    Unter die Lupe genommen anhand der beiden Achsen – Machbarkeit ausgehend von vorhandenen Anlagen und Rentabilitätskanal –, gliedern sich die Optionen in fünf Hauptkategorien.
    Elektrische Busse und öffentliche Nahverkehrsfahrzeuge. Der dem Kerngeschäft am nächsten liegende Weg (Karosserie, Montage, Lackierung), von den Aktivisten in Osnabrück mit ihrem als Bus umlackierten Kleintransporter inszeniert. Hohe Machbarkeit, hoher Nutzen. Auf dem offenen Markt ist der Schwachpunkt messbar (…)
    Anders gesagt, das öffentliche Geld ist auf beiden Seiten vorhanden, auch für den zivilen Verkehr und die Dekarbonisierung, die der öko-pazifistische Flügel der Gewerkschaft fordert. Bleibt zu verstehen, warum die militärische Umstellung eines Standorts wie Osnabrück schneller vorankommt als seine bahntechnische Umstellung, obwohl auch die Schiene über zig Milliarden an öffentlichen Aufträgen verfügt… Der Unterschied zwischen zivil und militärisch liegt in der Auftragsstruktur, nicht im Volumen. (…)
    Die „grünen“ Umstellungsvorschläge existieren, sie sind alt und technisch glaubwürdig. Dennoch verlieren sie das Rennen, in Osnabrück wie anderswo, gegen die militärische Umstellung. Die Ursache ist nicht industriell. Sie liegt in der Art und Weise, wie der deutsche Staat die öffentliche Nachfrage strukturiert hat: ungedeckelt und lenkbar an einen bestimmten Standort für die Verteidigung, reichlich, aber durch offene Ausschreibungen kanalisiert für die zivile Schiene, die von den historischen Platzhirschen gewonnen werden und bei denen ein umzustellender Standort aus dem Spiel ist.
    Was die Osnabrücker Beschäftigten morgen produzieren werden, hängt also weder davon ab, was ihre Maschinen können, noch von einer hypothetischen Marktüberlegenheit der Rüstung. Es hängt davon ab, welchen öffentlichen Nachfragekanal der Staat an ihr Werk anzuschließen beschließt. Der öko-pazifistische Flügel der IG Metall fordert das Nützliche; dieses Nützliche ist machbar, und für die Schiene ist es sogar massiv finanziert – weniger eindeutig für Bus oder Wärmepumpe, für die heute kein eigener öffentlicher Auftrag in dieser Größenordnung dokumentiert ist; aber die vorhandene Finanzierung lenkt sich nicht zu einem umgestellten Standort, während die der Rüstung dies vermag. Diese Anbindung ist eine industriepolitische Entscheidung. Sie wird entschieden, nicht festgestellt
    …“ Artikel von Fausto Giudice vom 19. Juli 2026 auf Deutschland bleiche Mutter externer Link überwiegend aber nicht nur am Beispiel von VW Osnabrück
  • Kunstaktion als „politisch motivierte Straftat“: Staatsanwaltschaft veranlasst Hausdurchsuchung im Umfeld von „Rausmetall“ und „Zukunftswerk Osnabrück“
    • Ist Pistorius jetzt auch ein »Pimmel«?
      Staatsanwaltschaft veranlasst Hausdurchsuchung, da Verdächtige Verteidigungsminister »als perversen kriegstreibenden Politiker darstellen wollten«
      „Nach einer Protestaktion gegen die mögliche militärische Nutzung des Volkswagen-Werks in Osnabrück hat der polizeiliche Staatsschutz am Mittwoch ein Wohnprojekt in der Gemeinde Bissendorf im Landkreis Osnabrück durchsucht. Dabei wurden nach Polizeiangaben Kleidung und ein Laptop sichergestellt.
      Hintergrund der Maßnahme ist eine Aktion vom Januar: Gegner*innen der fortschreitenden Militarisierung des Automobilkonzerns hatten eine Skulptur im Fluss Hase mit einem Dildo sowie einer Maske versehen, die das Gesicht von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zeigt. Die Justiz bewertet dies als strafbare Beleidigung und ermittelt nach Paragraf 188 Strafgesetzbuch, der die Beleidigung von Politiker*innen und Amtspersonen besonders bestraft. Zu den Vorwürfen zählen außerdem üble Nachrede und Verleumdung.
      Franziska F. und Ruben G. seien »verdächtig, gemeinschaftlich handelnd« ein Floß entwendet zu haben, heißt es im Durchsuchungsbeschluss des Amtgerichts Osnabrück. Und weiter: »Mit diesem Floß begaben sie sich sodann flussabwärts zur in der Hase befindlichen Skulptur Fountain of wishes und brachten dort einen pinken übergroßen Phallus sowie über das Gesicht ein Foto von Boris Pistorius an.« An einer Brücke seien zudem ein Schild »Der kriegsgeile Pistorius« und »ein Banner mit einer gemalten Kriegsszene« angebracht worden
      …“ Interview von Hanna Poddig vom 16.04.2026 in ND online externer Link mit Fotos der Aktion, siehe dazu:
    • Staatsschutz durchsucht Mehrfamilienhaus im Landkreis Osnabrück
      Ermittler des Staatsschutzes haben am Mittwoch ein Mehrfamilienhaus in Bissendorf (Landkreis Osnabrück) durchsucht. Grund sind nach Angaben der Polizei Osnabrück laufende Ermittlungen gegen einen 29-jährigen Mann und eine 31-jährige Frau. Die Beschuldigten sollen der Polizei zufolge dem Umfeld einer politisch motivierten Gruppe aus der linken Szene zugeordnet werden, die unter den Bezeichnungen „Rausmetall“ und „Zukunftswerk“ aktiv ist. Konkret wird ihnen vorgeworfen, beteiligt gewesen zu sein, als die Skulptur „Fountain of Wishes“ – besser bekannt als Manneken Pis – in der Hase in der Osnabrücker Innenstadt im vergangenen Januar beschädigt wurde. Der Figur war ein Penis angeschnallt und eine Maske von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) aufgesetzt worden. Außerdem sollen sie an politischen Schmierereien im Bereich des Heger Tors beteiligt gewesen sein. Die Verdächtigen waren während der Durchsuchung nicht anwesend, die Polizei sicherte Beweismittel, darunter einen Laptop…“ NDR-Meldung vom 16.04.2026 externer Link
    • Osnabrück/Bissendorf: Durchsuchungen im Zusammenhang mit politisch motivierten Straftaten – „Rausmetall“ und „Zukunftswerk Osnabrück“ im Fokus
      Am Mittwochmorgen durchsuchten Ermittler des Staatsschutzes ein Mehrfamilienhaus in Bissendorf. Grundlage der Maßnahme war ein Beschluss des Amtsgerichts Osnabrück. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Verleumdung und Beleidigung sowie der Sachbeschädigung. Die Ermittlungen richten sich derzeit gegen einen 29-jährigen Mann und eine 31 Jahre alte Frau. Die Beschuldigten werden dem Umfeld einer politisch motivierten Gruppierung zugeordnet, die unter der Bezeichnung „Rausmetall“ und Zukunftswerk Osnabrück“ auftritt und im Raum Osnabrück aktiv ist. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, am 16.01.2026 an einer Sachbeschädigung an der Bronzeskulptur „Fountain of Wishes“ in der Hase beteiligt gewesen zu sein. Darüber hinaus stehen Farbschmierereien im Bereich des Heger Tors im Fokus der Ermittlungen. Im Rahmen der Durchsuchung stellten die Ermittler des Staatsschutzes der Osnabrücker Polizei diverse Beweismittel, darunter die Täterbekleidung und ein Laptop sicher…“ Meldung der Polizeiinspektion Osnabrück vom 15. April 2026 externer Link
  • Für eine sozial-ökologische Konversion bei VW Osnabrück: Plakate von Zukunftswerk in Osnabrück und Protestaktion von ROBIN WOOD am Landtag in Hannover
    • Protestaktion am Landtag in Hannover: Für eine sozial-ökologische Konversion bei VW Osnabrück
      Die niedersächsische Landesregierung soll sich für einen sozialen und umweltverträglichen Umbau des VW-Werks in Osnabrück einsetzen. Das fordern ROBIN WOOD-Aktive heute mit einer Banneraktion vor dem Haupteingang des niedersächsischen Landtags in Hannover. Kletter*innen spannten vor dem Haupteingang zwischen Laternenmasten ein Banner mit der Aufschrift: „Osnabrück kann Verkehrswende – Übernehmt Verantwortung!“ Weitere Plakate trugen Botschaften wie „Öffis statt Panzer“ sowie Appelle an Ministerpräsidenten Olaf Lies, seine Stimmberechtigung im Aufsichtsrat verantwortungsbewusst zu nutzen. ROBIN WOOD wandte sich zudem auch per Brief an Olaf Lies, Julia Willie Hamburg sowie den Wirtschaftsausschuss des Landtags mit Forderungen und einem Gesprächsangebot. (…) „Wir fordern heute, dass die Landesregierung nicht weiter zusieht, wie Arbeitsplätze in der Autoindustrie ersatzlos verloren gehen oder in die Hände von Rüstungskonzernen wandern. Ministerpräsident Olaf Lies und Kultusministerin Julia Willie Hamburg tragen als Mitglieder des VW-Aufsichtsrats Verantwortung für die Zukunft des VW-Standorts Osnabrück. Sie müssen sich jetzt für einen sozial-ökologischen Umbau der Autoindustrie stark machen!“, sagt ROBIN WOOD-Mobilitätsreferentin Annika Fuchs. Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte am VW-Konzern. (…) „VW und die niedersächsische Landesregierung setzen auf die Rüstungsindustrie. Die Zukunft auf Krieg aufzubauen, steigert die Profite der Rüstungsunternehmen, schafft aber keine sicheren Arbeitsplätze und schadet dem Klimaschutz! Wir erinnern die Landesregierung angesichts der eskalierenden Klimakrise an ihre Verantwortung“, sagt ROBIN WOOD-Aktivist Krischan Müller und fordert: „Werden Sie jetzt aktiv und machen Sie Osnabrück nicht zum Rüstungsstandort, sondern zum Pilotprojekt einer sozial-ökologischen Mobilitätswende!Pressemitteilung von Robin Wood vom 30. März 2026 externer Link
    • Spektakuläre Aktion gegen Rüstungskonversion des VW-Werks Osnabrück: Plakate von Zukunftswerk: „Umstellung auf Rüstung bietet keine Garantie für Arbeitsplätze“
      Eine Osnabrücker Gruppierung, die in der letzten Zeit durch ihr Engagement gegen eine Umwandlung des VW-Werks in eine Rüstungsfabrik aufgefallen ist, ist das im Sommer letzten Jahres gegründete Zukunftswerk. Als eine Vereinigung von Einzelpersonen, aber auch Gruppen wie den Fridays for Future, Robin Wood, Likos oder Ofri, sieht das Zukunftswerk sich als Vorkämpfer für eine zivile Zukunft der Osnabrücker Industrie. Eine aufsehenerregende Idee der Gruppe ist die teilweise Verhängung des Heger Tors mit einem gelben Plakat, zuletzt am 24. März.
      Die Nachricht, dass Rheinmetall nunmehr sein Desinteresse an der Übernahme des Werks bekundet hat, bedeutet nicht, dass der Kampf um eine zivile Nutzung vorbei ist. Rüstungsfirmen wie die deutsch-französische KNDS, die beispielsweise das Straßenbahn- und Waggonwerk von Alstom in Görlitz übernommen hat, sind ebenfalls an Osnabrück interessiert, auch wenn sie teils nur verschwindend geringe Zahlen an Jobs bieten. Auch ihnen galt die symbolische Blockade von Tor 2, ebenfalls am 24. März. Aktivisten versahen einen Lieferwagen mit bemalten Plakaten, die ihn wie einen Bus aussehen ließen – einen Bus, wie er anstelle von Rüstungsgütern im Werk produziert werden könnte, und parkten ihn quer über die Zufahrt des Tors 2. (…)
      Bei der symbolischen Blockade von Tor 2 am vergangenen Dienstag wurde allerdings zu Schichtwechsel klar: Das Niveau des Desinteresses der Osnabrücker ArbeiterInnen auf dem Nachhauseweg war kaum zu übertreffen. Dem Zukunftswerk wird die Überzeugungsarbeit so schnell nicht ausgehen.
      Weitere Bilder von den Aktionen des Zukunftswerks gibt es in meinem Blog externer Link.“ Artikel von Toni Theilmeier vom 29. März 2026 in der Osnabrücker Rundschau online externer Link
  • Aufrüstung um jeden Preis: „Orte der Aufrüstung“ und das Zukunftswerk Osnabrück als konkreter Kampf
    Dieser Beitrag erschien in der März-Ausgabe des IMI-Magazins Ausdruck, in dem u.a. die Beiträge des letzten IMI-Kongresses „Militärrepublik verweigern!“ enthalten sind…“ Beitrag von Tobi Rosswog am 24. März 2026 bei IMI externer Link
  • VW in Osnabrück: Vom Cabrio zum Armee-Pick-up zur Raketenabwehr? Nach Gerüchten über KNDS angebliche Verhandlungen mit dem israelischen Rafael-Konzern
    • Raketenabwehr aus Osnabrück: Volkswagen verhandelt laut Medienbericht mit dem israelischem Rafael-Konzern über Rüstungskooperation. IG Metall laviert, Basis ruft zu Widerstand auf
      Heute noch Volkswagen. Demnächst vielleicht Volkswaffen? Europas führender Autobauer erwägt laut einem Medienbericht den Einstieg in die Produktion von Komponenten für den israelischen Raketenschirm »Iron Dome«. Entsprechende Verhandlungen zwischen der VW-Konzernspitze und dem Rüstungsunternehmen Rafael Advanced Defence Systems seien im Gange, schrieb am Mittwoch die britische Financial Times (FT) unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen. Im Fokus steht dabei das von Schließung bedrohte Werk in Osnabrück, das planmäßig bis Mitte 2027 die Fertigung des Modells T-Roc Cabrio einstellen wird. Das Management sucht schon länger nach einer »Zukunftsperspektive«, während 2.300 Beschäftigte um ihre Jobs bangen.
      Womöglich arbeiten sie bald in der Kriegsindustrie. Die Umstellung auf eine militärische Nutzung der Anlage erfordere vergleichsweise wenige Investitionen und sei innerhalb von zwölf bis 18 Monaten möglich, heißt es in dem FT-Beitrag. Voraussetzung sei allerdings, dass die Belegschaft grünes Licht für das Vorhaben gibt. Es wäre eine Zäsur. Deshalb wird beschwichtigt: So sollen in Osnabrück ausdrücklich keine Raketen hergestellt werden, weil Waffenproduktion laut VW-Statuten ein »Tabu« darstellt. Statt dessen begehrt Rafael Trägerfahrzeuge, Startvorrichtungen und Stromgeneratoren, die die Wolfsburger offenbar sehr wohl bereit sind, zu liefern. Motto: Geschosse nein, Abschussrampen ja.
      »So zu tun, als sei das keine richtige Rüstung, ist Augenwischerei«, meint Lotte Herzberg von der Initiative Friedenswerk Osnabrück. »Profit kennt keine Moral. Die VW-Bosse nehmen sich alles, was sie kriegen können«, beklagte sie gegenüber junge Welt: »Internationale Rüstungsindustrie aus der Friedensstadt Osnabrück – das ist ein vollständiger ideeller Ausverkauf. Es wird höchste Zeit, dass die Kolleginnen und Kollegen bei VW zusammen mit der Stadtgesellschaft auf die Straße gehen!« Dass die Industriegewerkschaft Metall (IGM) »keine klare Kante gegen Kriegswirtschaft zeigt«, nennt die Aktivistin »bedauerlich«. Die IGM-Führung laviert. Eine Stellungnahme zum möglichen Rafael-Deal wollte der Vorstand zunächst nicht abgeben. Dafür schickte die Pressestelle eine Mitteilung voller Phrasen: »An Gerüchten und Spekulationen« beteilige man sich nicht, entscheidend sei, »dass tragfähige industrielle Perspektiven für das Werk entstehen«…“ Artikel von Ralf Wurzbacher in der jungen Welt vom 26.03.2026 externer Link
    • Laut der „Financial Times“ führt Volkswagen Gespräche mit dem israelischen Hersteller des „Iron Dome“ über einen Vertrag, der die Produktion in einem ihrer Werke von Autos auf Raketenabwehr umstellen würde. Die deutsche Regierung unterstützt diesen Vorschlag aktiv.“ engl. Post von Human Rights Index vom 24.3.26 auf bsky externer Link
    • Rüstungsproduktion bei VW in Osnabrück: Vom Cabrio zum Armee-Pick-up
      Im VW-Werk Osnabrück endet 2027 die Cabrio-Produktion. Der Konzern prüft neue Perspektiven: Militärfahrzeuge und Kooperationen mit der Rüstungsindustrie. (…) In der Belegschaft sorgt die Ungewissheit für Kritik. Die Spekulationen über mögliche Militär‑ oder Rüstungsproduktion setzten die Beschäftigten unter Druck, sagte Stephan Soldanski, erster Bevollmächtigter der IG Metall in Osnabrück, im Dezember der Deutschen Presse-Agentur. Auf der Betriebsversammlung habe Soldanski aber laut Aktionsnetzwerk die Beschäftigten dazu angehalten, sich nicht an antimilitaristischen Aktionen zu beteiligen. Er habe dazu aufgerufen, auf keinen Fall mit Ak­ti­vis­t:in­nen oder der Presse zu sprechen und behauptet, solche „Störfeuer“ seien schädlich im Kampf um zukünftige Arbeitsplätze, schreibt das Aktionsnetzwerk. Eine taz-Anfrage dazu ließ Soldanski unbeantwortet…“ Artikel von Robert Matthies vom 23.3.2026 in der taz online externer Link
    •  Siehe aktuelle auch die Unterschriftensammlung von IG Metall-Kolleg*innen, Vertrauensleuten und Betriebsratsmitgliedern aus verschiedenen VW-Werken: Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft! – unter den Erstunterzeichner*Innen niemand aus dem Volkswagen-Werk Osnabrück
  • VW-Betriebsratsvorsitzende ist offen für Rüstung im Werk Osnabrück und muss flexibel bleiben: Rheinmetall winkt ab, der niederländische Rüstungskonzern KNDS zeigt Interesse
    • Volkspanzer von VW? Hauptsache Arbeitsplätze! (Quelle: Rausmetall - Keine Kriegsfabrik in Osnabrück auch auch nirgendwo anders)Rüstungskonzern KNDS könnte bei VW in Osnabrück einsteigen
      Der niederländische Rüstungskonzern KNDS zeigt nach Informationen des NDR Niedersachsen Interesse am VW-Werk in Osnabrück. Offiziell bestätigt ist das bislang nicht.
      Aus VW-Unternehmenskreisen erfuhr der NDR aber, dass seit Längerem Gespräche über den Einstieg des Rüstungskonzerns beim Osnabrücker Autobauer laufen. Demnach könnte sich KNDS in Teilen des Werks einmieten und dort möglicherweise Transportpanzer produzieren
      …“ Meldung vom 16.03.2026 im NDR externer Link
    • Rheinmetall schließt Übernahme von VW-Werk Osnabrück aus
      Der Rüstungskonzern Rheinmetall will das VW-Werk in Osnabrück nicht übernehmen. Damit scheidet der bisher wichtigste Interessent aus. Die Perspektive für den Standort Osnabrück ist ungewiss.
      Ein Rheinmetall-Sprecher sagte am Donnerstag, eine Übernahme des Werkes in Osnabrück sei unter den gegebenen Voraussetzungen kein Thema für den Konzern. Bereits am Mittwoch hatte Rheinmetall-Chef Armin Papperger auf einer Pressekonferenz des DAX-Konzerns diese Entscheidung angedeutet. Der Standort war für die Produktion von sechsrädrigen Radpanzern im Gespräch. „Hier werden jedoch aktuell keine weiteren Kapazitäten benötigt“, so der Sprecher. Es gebe eher eine erhöhte Nachfrage nach achträdrigen Radpanzern. Deshalb weite Rheinmetall nun seine Kapazitäten in Kassel aus, heißt es von dem Rüstungskonzern
      …“ Meldung vom 16.03.2026 im NDR externer Link
    • Volkswagen: Betriebsratsvorsitzende auf Abwegen
      „Der Porsche-Piëch-Clan „liebäugelt“ mit der Rüstungsindustrie. Das Management von Volkswagen überlegt auftragsgemäß, im Werk in Osnabrück künftig Militärfahrzeuge zu bauen – auch Betriebsratschefin Daniela Cavallo sieht darin eine Option, um das Werk zu sichern.
      Rüstung sichert gar nix – außer Profite des Porsche-Piëch-Clan.
      Bei solcher Produktion besitzt VW eine unrühmliche, aber sehr lange Tradition. (…) Volkswagen ist einst für die NS-Ideologie der Volks- und Betriebsgemeinschaft, für Rüstung und Kriegsvorbereitung geschaffen worden. Der Kriegsverbrecher und SS-Oberführer Ferdinand Porsche und sein Schwiegersohn Anton Piëch, NSDAP-Mitglied, waren verantwortlich für die mörderische Ausbeutung zehntausender Kriegsgefangener und KZ-Sklaven. Auch zur Begrenzung der Macht der Konzerne wurden die Artikel 14/15 ins Grundgesetz aufgenommen, wurde die Mitbestimmung in vielen Gesetzen verankert – besonders stark bei Volkswagen im VW-Gesetz. (…)In der Satzung der IG Metall heißt es: Sie bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Sicherung und den Ausbau des sozialen Rechtsstaates und die weitere Demokratisierung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, für Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung und den Schutz der natürlichen Umwelt zur Sicherung der Existenz der Menschheit ein. … Demokratisierung der Wirtschaft unter Fernhaltung von neofaschistischen, militaristischen und reaktionären Elementen. (…) Im August 2025 erklärte ein Sprecher des Konzernbetriebsrats noch, dass ein Einstieg in die Produktion von Kriegswaffen oder Kampfmitteln aus Sicht der Arbeitnehmervertretung keine Option sei. … „Das hat nicht nur unternehmensstrategische und technologische Gründe, sondern nicht zuletzt auch ethische vor dem Hintergrund der Volkswagen-Unternehmensgeschichte.“ (WAZ, 19.8.2025) Jetzt werden durch den Porsche-Piëch-Clan Autofabriken geschlossen (unter anderem in Dresden, Brüssel und Nanjing) und neue Geldanlagen in der Rüstungsindustrie gesucht (…) Über die Betriebsversammlung im Osnabrücker Werk am 5.3.2026 berichtet die Osnabrücker Zeitung unter anderem so: Betriebsrat und Gewerkschaft sind „nicht unbedingt scharf darauf“, in Osnabrück Rüstungsgüter zu produzieren, wie Soldanski sagt. Aber wenn es das Angebot gäbe und die Arbeitsplätze damit gesichert wären, würden die Arbeitnehmervertreter sofort einschlagen. Die Kritik von Pazifisten, die Friedensstadt dürfe sich der Rüstungsproduktion nicht öffnen, teilen die Arbeitnehmervertreter ausdrücklich nicht. Für sie hat die Sicherung der Arbeitsplätze Priorität. (…) In der Satzung der IG Metall heißt es: Sie bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Sicherung und den Ausbau des sozialen Rechtsstaates und die weitere Demokratisierung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, für Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung und den Schutz der natürlichen Umwelt zur Sicherung der Existenz der Menschheit ein. … Demokratisierung der Wirtschaft unter Fernhaltung von neofaschistischen, militaristischen und reaktionären Elementen…“
      Beitrag von Stephan Krull vom 7. März 2026 auf seiner Homepage externer Link , siehe auch:

      • VW-Betriebsratschefin ist offen für Rüstungsprojekte
        VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo schließt einen Einstieg des Autobauers in Rüstungsprojekte nicht aus. Das könne vor allem eine Perspektive für das Osnabrücker Werk sein, für das bisher Anschlussaufträge fehlen. „Wir prüfen alle Möglichkeiten, um den Standort Osnabrück zukunftsfest aufzustellen“, sagte Cavallo der Nachrichtenagentur dpa. Rüstung sei dort eine Option. Deutschland und Europa müssten unabhängiger werden im Bereich Verteidigung. „Die Welt hat sich stark verändert. Deshalb ist es wichtig, dass Europa dort ein Gegengewicht aufbaut“, so Cavallo. Die Betriebsratschefin wies darauf hin, dass die Konzerntochter MAN bereits seit Jahren in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Rheinmetall Militärlastwagen baut…“ Meldung vom 06.03.2026 im NDR externer Link
    • Zukunft für VW-Werk Osnabrück schon festgelegt auf reine Waffenschmiede
      Nach Informationen aus der Belegschaft hat der Betriebsrat von VW Osnabrück auf der Betriebsversammlung am Donnerstag den vollständigen und langfristigen Werksumbau auf Rüstung angekündigt. Betriebsratsvorsitzender Placke sagt: „Das wird nicht nur ein kurzer Ausflug in die Rüstungsproduktion“…“ Meldung von Zukunftswerk Osnabrueck vom 13. März 2026 externer Link
  • Zukunftswerk im Gespräch mit Gewerkschaften: Für solidarische Lösungen und zivile Perspektiven am VW-Standort Osnabrück  Sechs Aktivist*innen des Zukunftswerks Osnabrück – darunter mehrere langjährige und erfahrene Gewerkschafter*innen – besuchten am Mittwochvormittag, 18.02., die Verwaltungsstelle der IG Metall Osnabrück zu einem kollegialen Austausch. Ziel war es, die Gewerkschaft an ihren umfassenden gesellschaftlichen Auftrag zu erinnern: Gewerkschaft heißt, sich einzumischen – für Frieden, gute Löhne und Solidarität statt Panzer, Profite und Patriotismus.
    Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Osnabrück, Stephan Soldanski, stellte sich für ein knapp fünfzehnminütiges Gespräch im Flur der Verwaltungsstelle zur Verfügung. Er erläuterte, die IG Metall Osnabrück engagiere sich in enger Abstimmung mit der IG-Metall-Zentrale in Frankfurt gemeinsam mit dem Betriebsrat für den Erhalt der Arbeitsplätze. Angesichts der Konzernstrukturen sei dies jedoch schwierig, da grundlegende Entscheidungen letztlich in Wolfsburg getroffen würden. Zugleich habe er den Eindruck, dass die Belegschaft Vertrauen in diesen Kurs habe.
    Der antimilitaristische Auftrag der IG-Metall-Satzung sei ihm bekannt, erklärte Soldanski weiter. Eine Umstellung auf zivile Produktion – etwa Bus- oder Bahnproduktion – halte er derzeit jedoch nicht für eine realistische Perspektive. Es brauche Entscheidungen jetzt und nicht erst in zehn Jahren. Laufende Verhandlungen dürften deshalb nicht durch spektakuläre Aktionen gestört werden. Eine Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Kräften zur Auslotung möglicher Alternativen zur Rüstungsproduktion sehe die IG Metall Osnabrück aktuell nicht vor. (…)
    Im Anschluss besuchten drei Aktivist*innen die Bezirksverwaltung von ver.di sowie den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Osnabrück im DGB-Haus, um das Zukunftswerk persönlich vorzustellen und Möglichkeiten solidarischer Kooperation für eine nachhaltige sozial-ökologische Zukunft des VW-Werks zu besprechen. In zwei kollegialen Gesprächen in angenehmer Atmosphäre wurden Ideen, Kontakte und Perspektiven ausgetauscht und vereinbart, zum Thema im Austausch zu bleiben. Während dieser Gespräche verteilten weitere Aktivist*innen vor dem DGB-Haus Flugblätter an interessierte Passant*innen sowie Gewerkschaftskolleg*innen, die Termine bei ihren Gewerkschaften wahrnahmen. Darin wurde für die Idee geworben, dass Gewerkschaft bedeutet, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Perspektiven für sichere Arbeitsplätze in ziviler Produktion zu entwickeln.
    Insgesamt ziehen die Aktivist*innen des Zukunftswerks Osnabrück ein positives Fazit des Vormittags…“ Bericht vom 18. Februar 2026 von und bei Zukunftswerk Osnabrueck externer Link mit einigen Fotos·
  • „Rüstung ist ja nicht gleich Rüstung“: Erster Bevollmächtigter der IG Metall Osnabrück erklärt, warum er jede Form von Krieg ablehnt und dennoch Rüstungsindustrie will…
    • Erster Bevollmächtigter Soldanski im Interview: Rüstungsproduktion bei VW Osnabrück? Warum das für einen IG-Metaller kein Widerspruch wäre
      Stephan Soldanski, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Osnabrück, bezeichnet sich selbst als Pazifisten. Dennoch wäre eine Rüstungsproduktion bei VW Osnabrück, beispielsweise durch Rheinmetall, für ihn mit seiner Einstellung vereinbar. Wie geht das?…Interview von Nina Kallmeier vom 13.12.2025 in Hannoversche Allgemeine online externer Link – hinter paywall, siehe daher:
    • Aus dem Interview: „… Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich natürlich gerne etwas fertigen, das nachhaltig ist und vielleicht auch etwas mit Mobilität zu tun hat. Die Illusion aber zu haben, dass wir hier in Osnabrück als IG Metall aussuchen können, haben wir nicht. (…) Viele Industrieunternehmen bauen Arbeitsplätze ab oder verlagern sie. Zusammen mit den Vertrauensleuten und dem Betriebsrat kämpfen wir dafür, unsere Industriearbeitsplätze zu erhalten. Und Rüstung ist ja nicht gleich Rüstung…“ und dazu:
    • Zukunftswerk Osnabrück kritisiert Umdeutung von Pazifismus, Frieden, Resilienz und Gewerkschaftsauftrag durch IG Metall-Bevollmächtigten
      Das Aktionsnetzwerk Zukunftswerk Osnabrück kritisiert die jüngsten öffentlichen Aussagen des Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Osnabrück, Stephan Soldanski, zur möglichen Rüstungsproduktion am VW-Standort Osnabrück (siehe haz.de ) scharf. Die Behauptung, eine solche Produktion sei mit pazifistischen Grundsätzen vereinbar, stellt aus Sicht des Netzwerks eine gefährliche politische und begriffliche Umdeutung dar.
      „Pazifismus ist keine private Gesinnung, die sich beliebig mit Standort- oder Industriepolitik kombinieren lässt“, erklärt Kim Pfeffer aus dem Aktionsnetzwerk „Zukunftswerks Osnabrück“. „Wer Rüstungsproduktion legitimiert, verlässt den Boden friedenspolitischer Positionen – unabhängig davon, wie er sich selbst bezeichnet.“
      Keine „defensive“ Rüstung – Waffen sind Mittel organisierter Gewalt
      Das Zukunftswerk weist ausdrücklich Soldanskis Vorstellung zurück, es gebe „defensive“ oder „friedenssichernde“ Waffen. Waffen seien keine Schutzinstrumente, sondern Mittel organisierter Gewalt. Ihre Existenz beruhe darauf, eingesetzt zu werden – nicht darauf, Frieden zu bewahren. „Die Rede von angeblich defensiver Rüstung ist Teil einer politischen Sprachregelung, die Beschäftigte und Öffentlichkeit an Militarisierung gewöhnen soll“, so das Netzwerk. „Wer diese Begriffe übernimmt, übernimmt bereits die Logik der Aufrüstung und Militarisierung.“ (…)
      Im Interesse der Beschäftigten war Krieg noch nie
      Besonders entschieden widerspricht das Zukunftswerk der Darstellung, Rüstungsproduktion liege im Interesse der Beschäftigten. Historisch sei das Gegenteil der Fall: Kriege seien immer auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung geführt worden – durch steigende Ausbeutung, soziale Verelendung, Hunger und schließlich durch Verstümmelung und millionenfachen Tod und an den Fronten, während andere profitierten. Der Osnabrücker Schriftsteller Erich Maria Remarque, den Soldanski im Interview mit der haz scheinheilig lobte, in seiner habe diesen Zusammenhang klar benannt: „Ich sah, wie Menschen gegeneinander geschickt wurden, die sich nie gehasst hatten, und ich sah, wie der Hass gemacht wurde – von denen, die nicht kämpften.“ (Im Westen nichts Neues).
      Selbstaufgabe statt Interessenvertretung
      Besonders kritisch bewertet das Zukunftswerk Osnabrück die Aussage des Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Osnabrück, es sei „illusionär“ zu glauben, Beschäftigte und Gewerkschaft könnten Einfluss darauf nehmen, welche Produkte künftig im VW-Werk Osnabrück hergestellt werden. Die Entscheidung liege „allein bei Volkswagen“. „Diese Haltung bedeutet eine kapitulantenhafte Selbstaufgabe gewerkschaftlicher Interessenvertretung“, erklärt das Netzwerk. „Wer öffentlich erklärt, dass Belegschaft und Gewerkschaft über die Zukunft ihres Standorts nicht mitentscheiden können, verabschiedet sich vom eigenen satzungsgemäßen Anspruch. (…)
      Pazifismus darf nicht zu Standortpolitik umgedeutet werden! Keine Unterordnung von Gewerkschaften unter militärische und rüstungsindustrielle Interessen!
      „Gewerkschaften gehören an die Seite der Beschäftigten – nicht an die Tische der Kriegsplaner“, so das Netzwerk abschließend. „Eine friedliche, sozial-ökologische Zukunft des VW-Werks ist möglich. Selbst Soldanski erklärt im Interview, dass die Beschäftigen sie fordern. Grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass Militarisierung klar zurückgewiesen wird – politisch, industriell und sprachlich
      .““ Pressemitteilung vom 14. Dezember 2025 von Zukunftswerk Osnabrück externer Link und
    • Neues aus Krähwinkel an der Hase: Krähwinkel an der Hase ist beruhigt. Endlich spricht man(n) wieder Klartext.
      Nachdem sich in der Bevölkerung begannen, gewisse unkluge Vorstellungen breit zu machen – etwa, mensch könne über die Art der Arbeit, die man verrichtet, auch mitreden –, trat der zuständige Erste Bevollmächtigte der hiesigen Metallarbeiterverwaltungsbehörde öffentlich auf und stellte die Dinge richtig. Dies geschah ruhig, sachlich und mit jenem Ton und Lächeln, die Vertrauen schaffen, weil sie jede Hoffnung vermeiden. Man(n) müsse, so erklärte der Bevollmächtigte, sich von Illusionen verabschieden. Illusionen seien bekanntlich gefährlich. Besonders die Illusion, Beschäftigte oder ihre Organisationen könnten sich aussuchen, was in einer Fabrik produziert werde. Die Reise gehe wohin sie gehe. Und gesteuert werde sie ausschließlich vom Unternehmen. DAS sei Realität. Diese Einsicht wurde in Krähwinkel mit Erleichterung aufgenommen. Denn nichts ist belastender als Verantwortung. Die Vorstellung, mensch müsse Entscheidungen treffen, gar Konflikte führen, hätte die Gemüter nur unnötig erhitzt. Nun weiß man(n): Man(n) darf sich kümmern, ohne zu entscheiden. Man(n) darf reden, ohne zu widersprechen. Man(n) darf verwalten, ohne etwas durchzusetzen. DAS ist Fortschritt…“ Kommentar von SagtNein am 14. Dezember 2025 im Zukunftswerk Osnabrück externer Link
  • Rheinmetall winkt bei VW-Werk in Osnabrück vorerst ab: Ein erster Schritt in die richtige Richtung – aber keine Entwarnung!
    • Rheinmetall winkt zu Osnabrück vorerst ab: Ein erster Schritt in die richtige Richtung!
      Stellungnahme zur aktuellen Ankündigung, dass Rheinmetall kein weiteres Interesse am Produktionsstandort Osnabrück hat.
      „Rheinmetall winkt bei VW-Werk in Osnabrück vorerst ab“, titelt n-tv am Donnerstag Nachmittag. Und weiter: Rheinmetall verhandle aktuell nicht mit VW über eine Übernahme des Osnabrücker Volkswagen-Werks. Aktuell verfüge Rheinmetall über ausreichend eigene Kapazitäten, um die bestehenden Aufträge zu erfüllen, sagte Konzernchef Armin Papperger vor dem Verein der Ausländischen Presse in Deutschland. Dies könne sich bei zusätzlichen Großaufträgen aber ändern. Was bedeutet das für Osnabrück und die Zukunft des VW-Werks?
      1) Nicht der Strategie Pappergers auf den Leim gehen!
      Wir nehmen die vorerste Absage von Rheinmetall zur Kenntnis, noch ist aber nicht der Zeitpunkt, um zu feiern. Denn wenn Papperger persönlich vor die Presse tritt, stehen strategische Überlegungen des Konzerns im Hintergrund. Diese gilt es nun zu verstehen. Eine Möglichkeit: Nach dem umfassenden Rüstungsboom der vergangenen Monate, in dem sich Rheinmetall als vermeintlicher Alleskönner Aufträge gesichert hat, könnten die aktuellen Friedensverhandlungen zum Ukrainekrieg einen Strategiewechsel für den Rüstungskonzern bedeuten. Ein Zögern Pappergers zur Übernahme des Standorts senkt den Preis für das Werk.
      Denn bisher sind weiterhin keine alternativen Produktionspläne öffentlich. Spätestens 2027 läuft die bisherige Produktion aus, VW will das Werk loswerden. Das Druckmittel der prestigeträchtigen Arbeitsplätze setzt so besonders die politisch Verantwortlichen in Stadt und Land, sowie die Gewerkschaft unter Zugzwang. Statt sich jetzt an den Rüstungsriesen anzubiedern, ist es höchste Zeit, sich von dessen Interessen zu emanzipieren.
      2) Höchste Zeit, um eigene Konversionsideen fürs Werk zu entwickeln!
      Die bisherige Tatenlosigkeit in der Entwicklung eigener Perspektiven für das Werk vonseiten bspw. des Betriebsrats macht die Beschäftigten am Standort jetzt besonders angreifbar. Nicht nur im hiesigen Werk, sondern für alle auslaufenden und kriselnden Produktionsstätten der Autoindustrie brauchen wir endlich langfristige Perspektiven für eine sozial und ökologisch sinnvolle Produktion. In Osnabrück wurden mit MOIA bereits in der Vergangenheit Kleinbusse gebaut. Gerade für den Ausbau eines flexiblen und attraktiven öffentlichen Nahverkehrs in ländlichen Regionen werden schon jetzt zahllose Fahrzeuge benötigt.
      Wir wünschen uns deswegen jetzt noch einmal verstärkt die aktive Auseinandersetzung und den öffentlichen Austausch mit VW-Beschäftigten, mit der IG Metall und mit anderen Osnabrücker*innen darüber, was wie und unter welchen Bedingungen hier produziert werden soll
      …“ Stellungnahme von rausmetall · 27. November 2025 im Forum von Zukunftswerk Osnabrück externer Link
    • Warum für zwei Initiativen die Rheinmetall-Absage an Osnabrück alles andere als eine Entwarnung ist
      Die überraschende Nachricht des Donnerstagnachmittags externer Link (27. November) klang zunächst wie eine Erleichterung: Rheinmetall wolle das VW-Werk in Osnabrück-Fledder vorerst nicht übernehmen, meldete n-tv. Doch sowohl das Aktionsnetzwerk Zukunftswerk Osnabrück als auch die Initiative Rausmetall warnen vor voreiligen Schlüssen. Hinter der Absage stecke keine endgültige Entscheidung, sondern ein komplexes Geflecht aus politischem Druck, strategischen Manövern und ungelösten industriepolitischen Fragen. (…)
      Für das Zukunftswerk Osnabrück ist dies ein gefährliches Signal. „Das ist keine Entwarnung, sondern ein alarmierendes Signal. Die Tür zur Rüstungsproduktion ist nicht geschlossen, sondern nur angelehnt. Jetzt wird politisch daran gearbeitet werden, sie aufzustoßen – mit Zugeständnissen, Fördermitteln und Standortversprechen, die am Ende auf Kosten der Beschäftigten und einer nachhaltigen industriellen Perspektive gehen,“ warnt das Kollektiv. Das Netzwerk rechnet damit, dass Land, Stadt, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften in den kommenden Wochen versuchen könnten, den Rüstungskonzern doch noch zu locken. Die Angst vor Arbeitsplatzverlust könne dabei leicht instrumentalisiert werden – zulasten alternativer ziviler Zukunftskonzepte. (…)
      Während weiterhin keine alternativen Pläne vorliegen, geraten Beschäftigte und Politik zunehmend unter Zugzwang. Die Initiative kritisiert insbesondere die bisherige Passivität bei der Entwicklung eigener Ideen für eine zivile Zukunft des Standorts.
      Konversion statt Kriegsproduktion – Ideen liegen auf dem Tisch
      Beide Gruppen fordern daher klar: Osnabrück brauche jetzt eine entschlossene Diskussion über sinnvolle, nachhaltige Nachnutzungen des Werks. Die Produktion von Kleinbussen – wie etwa früher für MOIA – könne ein Ansatz sein, ebenso Technologien für klimafreundliche Mobilität oder Infrastruktur. Zukunftswerk Osnabrück betont: „Die Beschäftigten brauchen keine Rüstungsperspektive, sondern Zukunftssicherheit. Osnabrück braucht keine Panzer, sondern eine ehrliche industriepolitische Debatte.“…“ Artikel von Dominik Lapp vom 28. November 2025 bei Hasepost externer Link – Zeitung für Osnabrück
    • Rheinmetall winkt bei VW-Werk in Osnabrück vorerst ab
      Rheinmetall verhandelt derzeit nicht über eine Übernahme des VW-Werks in Osnabrück. Konzernchef Armin Papperger sagte gegenüber dem Nachrichtensender nt-v, das Unternehmen verfüge aktuell über ausreichend eigene Kapazitäten, um bestehende Aufträge zu erfüllen. Eine Übernahme oder Umstellung des Werks auf militärische Produktion sei derzeit kein Thema, könnte sich aber bei neuen Großaufträgen ändern…“ Meldung vom 28. November 2025 bei osradio.de externer Link
  • Volkswagen in Osnabrück: Konversion falsch herum?
    Der Absatz von PKWs in Deutschland ist stark rückläufig. Gut so, könnte man sagen: Es werden viel zu viele Autos gebaut. Mit dem Niedergang der Inlandsproduktion – die sank von 2017 bis 2025 um gut 35 Prozent – verschwinden zehntausende Arbeitsplätze. Das hat, wenn es keine Alternativen gibt, dramatische soziale, ökonomische und politischen Konsequenzen. Die Probleme der europäischen Autoindustrie sind schnell benannt: Technologisch weit hinter China, das Ende des neoliberalen Freihandels, falsche Modellpolitik, selbst geschaffene Überkapazitäten, eine blockierte Verkehrswende und keine strategische Industriepolitik seit vielen Jahren. Wir müssen uns klarmachen: Ab jetzt geht es nur noch abwärts mit der Autoindustrie in diesem Land. (…) Die zuverlässige Verbindung von städtischen Zentren und Umlandgemeinden mit öffentlichen Nah- und Regionalverkehr ist ein zentraler Punkt einer sozialen und ökologischen Mobilitätswende. Dies kann durch die Landesregierungen wie auch aus Mitteln des Infrastrukturfonds des Bundes unterstützt werden. Das Beispiel der Konversion hin zu Rüstungsgütern zeigt, wenn die Nachfrage staatlicherseits abgesichert wird, kann die Produktion eine andere Richtung einschlagen – im Fall Osnabrück geht es um Produktion für die Rüstung oder für den öffentlichen Verkehr und ökologische Nachhaltigkeit.“ Artikel vom 19.11.25 von und bei Stephan Krull externer Link, zunächst veröffentlicht in Robin Wood magazin 4/2025 externer Link
  • [Osnabrück am 9. November] Heute wegen des Krieges vor 80 Jahren evakuiert – morgen im Fledder neue Kriegsmaschinen bauen?
    Morgen, am 9. November werden in Osnabrück über 14.000 Bewohner*innen evakuiert, um Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg zu entschärfen. Tausende von Haushalten sind betroffen, während der Entschärfung darf sich niemand im Evakuierungsgebiet aufhalten. Das ist selbstverständlich unbequem, doch wir sollten uns auch dringend vor Augen führen, dass eine kontrollierte Entschärfung die mildeste Variante dessen ist, was mit den Bomben hätte passieren können. Bei insgesamt 79 Luftangriffen wurden im zweiten Weltkrieg unzählige Bomben auf den Osnabrücker Bahnhof, die Altstadt und kriegswichtige Industrieanlagen (Klöckner, Karmann, das heutige KME…) abgeworfen. Das passiert im Krieg. Noch 80 Jahre später müssen wir uns mit den Folgen auseinandersetzen – das sollte uns doch vor Allem eines vor Augen führen: Nie wieder Krieg! Leider passiert das Gegenteil: Die nächsten Kriege werden schon wieder auf allen Ebenen vorbereitet (…)
    Fast ein bisschen bizarr wirken vor diesem Hintergrund die Vorwürfe gegen Unbekannte wegen einer Flyeraktion. In den vergangenen Tagen waren in Osnabrück Schreiben im Namen der Stadt aufgetaucht, die über einen vermeintlichen „Operationsplan Fledder“ informierten. Die dortige Behauptung, dass anlässlich der möglichen Neuansiedlung von Rüstungsindustrie eine Begehungen durch Bundeswehrstreitkräfte und die Prüfung von Kellern für Luftschutzanlagen die Rede war, würde Angst schüren und die Bevölkerung verunsichern.
    Wen das ängstigt, der sollte sich mal überlegen, was es bedeutet, sich an Kriegstreiberei zu beteiligen. Ja, Kriege finden aktuell vor Allem weit weg statt. Die Folgen sind jedoch deshalb nicht weniger schlimm, sie treffen nur Andere. Die Gesellschaft ist verroht und abgestumpft vor Allem durch die Erzählungen der Kriegstreiber*innen, es gehe ja bei der aktuellen Aufrüstungskampagne nur um Abschreckung und Verteidigung, wir müssten unsere westlichen Werte verteidigen.
    Dabei funktioniert die Rüstungswirtschaft ganz anders. Einmal produziertes Kriegsgerät wird überall dorthin verkauft und eingesetzt, wo Absatzmärkte existieren: Ob gegen die Zivilbevölkerung in Palästina, gegen Kurd*innen in der Türkei oder im Nord-Irak. Verlierer des Krieges ist immer die Zivilbevölkerung. Gerade Rheinmetall exportiert als globaler Konzern Waffen in alle Welt, gerne auch an beide Seiten kriegerischer Auseinandersetzungen. (…)
    Das VW-Werk in Fledder steht vor dem Aus. Die Aufträge laufen 2027 aus, der Gesamtkonzern zeigt kein besonderes Interesse an dem Standort, Rheinmetall hat Interesse an einer Übernahme bekundet. Aber selbst wenn Rheinmetall das Werk nicht übernehmen sollte, ist damit eine zivile Zukunft der Fabrik noch nicht sicher. Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte von (Ex-)Karmann, dass in den Hallen für den Krieg produziert wird.
    Die Werksleitung und die Gewerkschaft halten sich zu diesen Entwicklungen bisher bedeckt. Dabei ist es höchste Zeit, selbst alternative Perspektiven für das Werk zu entwickeln und öffentlich zu machen!“  Beitrag von panzerknacker vom 8. November 2025 im Forum von Zukunftswerk Osnabrück externer Link
  • Kundgebung am 24.10. in Osnabrück: Busse statt Kriegsgerät: Keine Produktion von Rheinmetall in Osnabrück
    Das 3. Vernetzungstreffen des Netzwerkes Zukunftswerk Osnabrück externer Link hat beschlossen, dass es am 24.10., anlässlich des Tages des westfälischen Friedens externer Link, um 17:00 auf dem Theatervorplatz in Osnabrück eine Kundgebung geben wird – siehe den Aufruf mit Dank an die Aktion Sagt Nein und auch den Volltext:

    • Busse statt Kriegsgerät: Keine Produktion von Rheinmetall in Osnabrück!
      Kundgebung am Freitag den 24.10. um 17:00 Uhr vor dem Theater in Osnabrück.

      Kundgebung am 24.10.2025 in Osnabrück: Busse statt Kriegsgerät: Keine Produktion von Rheinmetall in OsnabrückZum Jahrestag des westfälischen Friedensschlusses feiert Osnabrück sich gerne als „Friedensstadt“. Nun plant VW sein Werk in Osnabrück zu schließen und einer der größten Profiteure der Kriegstreiberei des Landes – Rheinmetall – will nachrücken. Wo voller Stolz das Erbe Erich Maria Remarques, einem klaren Kriegsgegner, vor sich her getragen wird, sollen bald Waffen für einen Krieg produziert werden. Die Arbeiter*innen vor Ort und auf der ganzen Welt können dabei nur verlieren, denn es werden ihre Kinder sein, die im Schützengraben mit diesen Waffen verheizt werden.
      Arbeiter*innen werden also vor die Wahl gestellt: Waffen für einen Krieg produzieren, der ihnen und ihren Familien nichts als Elend bringt oder ihren Arbeitsplatz und damit ihre Lebensgrundlage zu verlieren. Dafür können wir die Arbeiter*innen nicht in die Verantwortung ziehen, sie werden nicht gefragt, was oder wie produziert werden soll. Dabei sind es die Arbeiter*innen im VW-Werk zusammen mit uns, die wir in Fabriken, Büros, Läden oder im Haushalt arbeiten, die gemeinsam aufgrund der Erfahrungen in unserem alltäglichen Leben besser wissen, was produziert werden müsste, als jeder Aktionär.
      Statt die Sorge um Frieden und die Sorge um den Arbeitsplatz gegeneinander auszuspielen, ist es sinnvoll und in Anbetracht der Klimakatastrophe auch notwendig, das VW-Werk für die Herstellung von für die Allgemeinheit nützlichen Fahrzeugen für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu nutzen. Eine erste Machbarkeitsstudie dazu liegt vor. Die Arbeiter*innen im VW-Werk sind es, die das Wissen und die Fähigkeiten haben, die Produktion dafür umzustellen und aufzubauen.
      Aus diesem Grund muss nun die Stadtgesellschaft aktiv werden und Druck ausüben, um eine Übernahme von Rheinmetall zu verhindern. Denn sollte Rheinmetall hier Fuß fassen, so wird aus der „Friedensstadt“ Osnabrück ein auch völkerrechtlich legitimes Kriegsziel. Waffenproduktion in Osnabrück ist nicht nur eine moralisch aufgeladene Problematik für die Arbeiter*innen im Werk, sie ist eine Gefahr für den Frieden und alle Bewohner*innen der Stadt.
      Darum: Solidarität mit allen Arbeiter*innen, Rheinmetall verhindern, Alternativen schaffen – Busse statt Kriegsgerät!
    • Weitere Termine zum Vormerken:
      • 30.10. um 18 Uhr, Uni Osnabrück, Raum 15/128: “VW-Werk Osnabrück – Zukunft ohne Rheinmetall”, Veranstalter*in: Unordnungsamt & Friends
      • Öffis statt Panzer! Sozial-ökologische Konversion als Perspektive am VW-Standort Osnabrück – Vortrag und Diskussion am 04. November 2025, 19:00 Uhr in KlimaWerkStadt, Westerstraße 58, 28199 Bremen – siehe Infos bei robinwood.de externer Link
      • Das 4. Vernetzungstreffen für Aktive & Interessierte soll am 17.11. stattfinden
  • [Diskussion/Vortrag am 2. Oktober 2025 in Osnabrück] Busse statt Porsche und Panzer: Osnabrück als Friedensstadt und Vorreiter der Mobilitätswende
    Die etwa 2.100 Beschäftigten im VW-Werk Osnabrück sind verunsichert – und das nicht ohne Grund: Nur bis September 2027 ist die Fahrzeug-Produktion gesichert. Was danach am traditionsreichen VW-Standort Osnabrück geschieht, ist derzeit unklar. Volkswagen weist Berichte über ein beschlossenes Werks-Aus zurück. Der Konzernbetriebsrat fordert die Verantwortung von Volkswagen ein und  lehnt Rüstungsproduktion ab. Auch die Oberbürgermeisterin plädiert für zivile Produktion. Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat Interesse an einer Werkübernahme bekundet. Eigene Pläne des VW-Konzerns für Osnabrück sind dagegen nicht bekannt.
    Mario Candeias, Referent für sozialistische Transformationsforschung bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, und Stephan Krull, ehem. Betriebsrat bei VW in Wolfsburg, stellen das Konzept einer alternativen Produktion für nachhaltige Mobilität vor. Dafür müsste zunächst Volkswagen in die Verantwortung genommen werden. Gleichermaßen haben aber auch das Land Niedersachsen und die Friedensstadt Osnabr

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Source: labournet.de