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Schwedische Industriegewerkschaft IF Metall verklagt Tesla wegen der Weigerung, einen Tarifvertrag auszuhandeln und streikt auch dafür

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Dossier

Schweden: IF Metall streikt bei TeslaDie schwedische Gewerkschaft IF Metall rüstet sich für eine Konfrontation mit dem Elektroautohersteller Tesla. Der Versuch der Gewerkschaft, einen Tarifvertrag für ihre Mitglieder auszuhandeln, die Tesla-Fahrzeuge bei TM Sweden AB warten und reparieren, ist in eine Sackgasse geraten. (…) Trotz der bekannten Schwierigkeiten bei der Organisierung von Arbeitnehmern in Teslas Unternehmen aufgrund einer gewerkschaftsfeindlichen Unternehmenskultur wurde in den schwedischen Tesla-Reparaturwerkstätten die für den Abschluss von Tarifverträgen erforderliche Anzahl von Mitgliedern erreicht. Da die Verhandlungen jedoch ins Stocken geraten sind, sind Arbeitskampfmaßnahmen, einschließlich Streiks, nun eine reale Möglichkeit…“ engl. Meldung vom 11.10.2023 von industriAll Europe externer Link („Industrial action at Tesla), siehe die IF Metall selbst und weitere Informationen:

  • [Nicht jeder Kapitalist kann es sich leisten, einen Arbeitskampf zu kaufen] Warnung für Deutschland: Tesla hat den längsten Arbeitskampf Schwedens gewonnen  New
    IF Metall gibt nach 1027 Tagen auf. Tesla setzte sich gegen Schwedens stärkste Gewerkschaft durch. Auch die IG Metall beobachtet das genau.
    Örebro/Schweden – Fast drei Jahre lang hielten rund 40 Mechaniker in zehn schwedischen Werkstätten durch, unterstützt von Solidaritätsaktionen aus 14 Gewerkschaften und vier Ländern. Am 19. August endete dieser Ausstand, der mit 1027 Tagen zum längsten Arbeitskampf Schwedens seit hundert Jahren wurde. Am Ende hat sich der US-amerikanische Autobauer Tesla sich durchgesetzt. Ohne jemals einen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft IF Metall zu unterschreiben. (…)
    Jahrelanger Streik in Schweden: Warum Tesla am Ende trotzdem gewann
    Um zu verstehen, warum sich ein Konzern wie Tesla diesem Druck über Jahre entziehen konnte, lohnt sich ein Blick auf das System, für das IF Metall steht. Kollektivverträge beschreibt die Gewerkschaft auf ihrer eigenen Website ausdrücklich als „typiskt svenskt“, also als typisch schwedisch, und betont, es gebe in Schweden keine zwei Modelle, eines mit Gesetzen und eines mit Verträgen, sondern nur eines, in dem beides zusammenwirkt. Mit rund 300.000 Mitgliedern und Kollektivverträgen bei etwa 12.000 Unternehmen zählt IF Metall zu den schlagkräftigsten Gewerkschaften des Landes. Und doch fehlt ihr ausgerechnet jenes Instrument, das die IG Metall in Deutschland zusätzlich absichert, ein gesetzlicher Zwang. Während Tarifbindung hierzulande auch über Allgemeinverbindlicherklärungen oder Mitbestimmungsgesetze durchgesetzt werden kann, ist IF Metall allein auf gesellschaftliche Akzeptanz und die eigene Streikfähigkeit angewiesen. Genau diese Lücke zwischen gesellschaftlicher Norm und gesetzlicher Pflicht sollte sich im Fall Tesla als entscheidend erweisen. Denn auf dieser Grundlage baute Tesla letztendlich seine Gegenstrategie auf.
    Über die EU-Entsenderichtlinie ließ das Unternehmen Beschäftigte aus mindestens 14 europäischen Ländern als Ersatz einfliegen, verlegte die Produktion eines sicherheitsrelevanten Bauteils ins Ausland und transportierte blockierte Fahrzeuge kurzerhand per Lkw und Fähre. So gewann der Autobauer genug Zeit, um den eigentlichen Hebel des Streiks stumpf zu machen, die Beschäftigten selbst. Am Ende einigte sich Tesla mit einem Großteil der streikenden Mechaniker auf Abfindungen, die an Vertraulichkeitsklauseln geknüpft waren.
    Damit brachen IF Metall die Streikenden weg, und die Gewerkschaft musste den Ausstand für beendet erklären. Wie sehr dieses Vorgehen von der Norm abweicht, machte IF Metalls Verhandlungssekretär Simon Petersson in einer Pressemitteilung des Verbands deutlich: „Wir können feststellen, dass Tesla so starke Gegner von Kollektivverträgen sind, dass sie lieber Angestellte auskaufen, die Gewerkschaftsmitglieder sind, als ihnen sichere Bedingungen zu geben“, sagte Petersson und fügte hinzu, dieses Vorgehen sei ohne Beispiel auf dem schwedischen Arbeitsmarkt und erinnere an Methoden, die dort seit den 1930er Jahren als geächtet gelten. (…)
    Aus dem Verlauf des Konflikts lassen sich drei Lehren ziehen. Erstens reicht ein hoher gewerkschaftlicher Organisationsgrad allein nicht aus, Mitglieder müssen auch tatsächlich mobilisiert werden, denn in Schweden blieben rund 40 Prozent der IF-Metall-Mitglieder dem Streik fern. Zweitens braucht es eine neue Bewertung internationaler Solidaritätsaktionen und der EU-Entsenderichtlinie, da multinationale Konzerne Arbeitskräfte über Grenzen hinweg verschieben können, während sich Gewerkschaften weiterhin an nationalen Rahmenbedingungen orientieren. Drittens zeigt der Fall, wie wichtig soziale Auflagen für staatliche Fördermittel wären, damit der Übergang zu einer grünen Wirtschaft nicht auf Kosten von Arbeitsstandards geht
    …“ Artikel von Lennart Niklas und Johansson Schwenck vom 9.09.2026 in der FR online externer Link. Wir wiederholen den Kommentar: Zum Glück kann es sich nicht jeder Kapitalist leisten, einen Arbeitskampf zu kaufen…
  • Amerikanisches Ende für schwedischen Tesla-Streik: Nach fast drei Jahren wurden alle streikenden Mitglieder der Gewerkschaft IF Metall mit Abfindungen ausbezahlt
    • IF Metall stellt die Arbeitskampfmaßnahmen gegen Tesla ein
      IF Metall stellt ab Mittwoch, dem 19. August, um 00:01 Uhr alle Arbeitskampfmaßnahmen gegen die schwedische Tesla-Niederlassung ein. Grund dafür ist, dass Tesla alle streikenden Mitglieder der Gewerkschaft im Unternehmen abgeworben hat. Damit hat der Konflikt keine Auswirkungen mehr.
      – Wir können feststellen, dass Tesla so entschieden gegen Tarifverträge ist, dass das Unternehmen lieber gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter ausbezahlt, als ihnen sichere Arbeitsbedingungen zu bieten. Das ist auf dem schwedischen Arbeitsmarkt beispiellos – genau wie Teslas systematische Streikbrecherpraktiken. Sie haben Methoden angewendet, die in Schweden seit den 1930er Jahren verboten sind“, sagt Simon Petersson, Tarifsekretär bei IF Metall.
      Das Ziel von IF Metall ist es, dass Tarifverträge auf dem gesamten schwedischen Arbeitsmarkt gelten. An diesem Ziel hält die Gewerkschaft fest. Die Unterstützung durch andere Gewerkschaften, sowohl in Schweden als auch im Ausland, war während des gesamten Konflikts einheitlich. Ihre Solidaritätsbekundungen waren von unschätzbarem Wert. Während des gesamten Konflikts hat IF Metall starke Unterstützung seitens der Öffentlichkeit sowie von vielen Partnern auf dem Arbeitsmarkt erfahren.
      – Der fast dreijährige Konflikt zwischen IF Metall und Tesla hat die Bedeutung von Tarifverträgen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene in den Fokus gerückt. In Schweden hat sich die Unterstützung für unser Arbeitsmarktmodell – bei dem Gewerkschaften und Arbeitgeber die Bedingungen gemeinsam aushandeln – als sehr solide erwiesen. IF Metall ist weiterhin bereit, für Tarifverträge zu kämpfen, unabhängig davon, wo oder wann sich eine Gegenseite dem widersetzen sollte, sagt die Vorsitzende von IF Metall, Marie Nilsson.
      – Unsere Mitglieder bei Tesla sind Gewerkschaftshelden, die es gewagt haben, gegen einen Arbeitgeber, der eine so entschiedene ablehnende Haltung gegenüber Gewerkschaften einnimmt, für einen Tarifvertrag zu kämpfen. Ein fast dreijähriger Streik ist mit großen persönlichen Opfern verbunden. Die Stärke unserer Mitglieder bei Tesla kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, sagt Marie Nilsson.“ schwedische Pressemitteilung der IF Metall vom 13. August 2026 externer Link (maschinenübersetzt), siehe auch:
    • Arbeitskampf in Schweden: Tesla soll Streikenden Geld gegeben haben, damit sie aufhören
      In einem drei Jahre währenden Arbeitskampf wollte eine schwedische Gewerkschaft Tesla in einen Tarifvertrag zwingen. Jetzt gibt die Organisation auf – angeblich möchte niemand mehr streiken.
      Die schwedische Gewerkschaft IF Metall hat das Ende ihres drei Jahre währenden Arbeitskampfes gegen den E-Auto-Hersteller Tesla bekannt gegeben. Hintergrund sei, dass der Konzern alle streikenden Gewerkschaftsmitglieder im Unternehmen abgefunden habe, hieß es in einer Mitteilung. »Das bedeutet, dass der Konflikt keine Auswirkungen mehr hat.« Zum 19. August würden sämtliche Streikmaßnahmen eingestellt. Wie viele Personen abgefunden wurden und wie viel Geld diese erhielten, wurde nicht mitgeteilt
      …“ Agenturmeldung vom 13.08.2026 im Spiegel online externer Link
    • Abfindung statt Tarifvertrag: Amerikanisches Ende für schwedischen Tesla-Streik
      Nach fast drei Jahren ist der Arbeitskampf bei Tesla in Schweden eingestellt worden. Die in den Ausstand getretenen Mitarbeitenden verlassen gegen hohe Abfindungen den Konzern.
      Anderthalb Jahresgehälter sollen es am Ende gewesen sein. Das war es Elon Musks Autobauer Tesla wert, die Widerspenstigen unter seinen schwedischen Mitarbeitenden zu zähmen. Es reichte offenbar, deren Streikwillen nach fast drei Jahren zu brechen: Die 80 Gewerkschaftsmitglieder, um die es ging, haben im Gegenzug das Unternehmen verlassen. Von der Höhe der Zahlung berichtete am Freitag der schwedische Rundfunk SR, der die Gesamtsumme auf umgerechnet gut sechs Millionen Euro schätzte. Um Top-Verdiener handelte es sich also nicht. Der Sender berichtete zudem, die ehemaligen Tesla-Mitarbeiter hätten umfassende Verschwiegenheitserklärungen unterzeichnen müssen.
      Das unerwartete Ende dieses auch international für Aufsehen sorgenden Arbeitskampfes hatte die Gewerkschaft IF Metall am Donnerstag verkündet: Der Streik würde am 19. August eingestellt – die Begründung klang ebenso lapidar wie resigniert: Es gebe keine Streikenden mehr. (…) Die Nachricht sorgte in Schweden mit seiner starken Gewerkschaftstradition weithin für Staunen. „Amerikanische Methoden“ kritisierten Beobachter – und die will man dort nicht. Auch die konservative Regierung sieht nun offenbar Handlungsbedarf, damit das Tesla-Modell in Schweden keine Schule macht. Der Vorgang sei einmalig in der schwedischen Geschichte, sagte der zuständige Minister Johan Britz (Liberale) dem SR – wegen der Dauer und weil er nicht mit der Unterzeichnung eines Tarifvertrags geendet habe. Die Regierung werde den Konflikt analysieren lassen. Ziel sei es, das schwedische Arbeitsmarktmodell zu schützen…“ Artikel von Anne Diekhoff vom 15.8.2026 in der taz online externer Link
    • Zum Glück kann es sich nicht jeder Kapitalist leisten, einen Arbeitskampf zu kaufen…
  • Neue Taktik im Tesla-Streik: 40 streikende Mechaniker sind im Auftrag von IF Metall an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt, Gewerkschaft spricht von „Schachspiel“ bzw. Jojo-Streikaktionen
    Der jüngste Schritt von IF Metall im Tesla-Konflikt hat für Verwirrung gesorgt.
    Laut Simon Petersson, Vertragssekretär bei IF Metall, hat die Maßnahme jedoch die gewünschte Wirkung gezeigt. „Das hat den Status quo ins Wanken gebracht“, sagt er.
    Rund 40 streikende Mechaniker in Umeå, Malmö, Uppsala und Stockholm sind im Auftrag von IF Metall an ihren Arbeitsplatz bei Tesla zurückgekehrt. Viele haben diesen Schritt als Beendigung des Streiks gewertet. Gleichzeitig hat die Gewerkschaft weiterhin dieselbe Botschaft verbreitet: Der Konflikt geht weiter. Wie sieht es also aus?
    Laut Simon Petersson, Vertragssekretär bei IF Metall, besteht kein Zweifel: „Wir haben die Kampfmaßnahmen an diesen Standorten eingeschränkt, aber der Konflikt ist noch nicht beendet. Er dauert an. An allen Arbeitsstätten gibt es primäre Konfliktmaßnahmen, und alle Solidaritätswarnungen gelten genau wie zuvor. Rein formal bedeutet der Beschluss von IF Metall, dass die sogenannte Arbeitsniederlegung, die eine der wichtigsten Kampfmaßnahmen in diesem Konflikt darstellt, in Umeå, Uppsala, Malmö und Stockholm beendet wurde. Die Mechaniker, die zuvor an diesen Standorten gestreikt hatten, stehen nun stattdessen dem Arbeitgeber zur Verfügung.
    Es gibt jedoch noch eine weitere wichtige Kampfmaßnahme, die weiterhin gilt, nämlich die Blockade der Arbeit im Ausland. Daher gelten die zuvor getroffenen Solidaritätsmaßnahmen weiterhin in allen Tesla-Werkstätten.
    [Warum macht ihr das so?]
    „Dafür gibt es mehrere Gründe. Tesla hat ja schon seit geraumer Zeit betont, dass alle wieder willkommen sind. Aber das scheint offenbar nicht zu stimmen. Außerdem ist es natürlich auch ein Problem ,dass sie nun an bestimmten Standorten mit einem erheblichen Personalüberhang konfrontiert sind, den sie bewältigen müssen. Wenn man an einem Ort dreimal so viele Mitarbeiter hat, wie man eigentlich braucht, ist das ziemlich schlecht.“
    IF Metall hofft, dass diese Maßnahme Tesla stärker motivieren wird, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Ob sich die Parteien jedoch einander angenähert haben, dazu möchte Simon Petersson keine Stellung nehmen.
    [Kannst du nachvollziehen, dass dies so interpretiert werden könnte, als wärt ihr geschwächt?]
    „Ich kann verstehen, dass es unterschiedliche Interpretationen gibt. Aber bei dieser Art von Konflikten ist es ziemlich knifflig, es ist zum Teil wie eine Schachpartie. Wir können nicht über alles so sprechen, wie wir es gerne würden, denn dann würden wir eine Menge Strategien preisgeben. Hätten wir diesen Konflikt beenden wollen, hätten wir das natürlich getan.“ (…)
    Berichte: IF Metall plant eine Jojo-Streikaktion gegen Tesla
    Mehrere Quellen haben gegenüber „Dagens Arbete“ berichtet, dass IF Metall im Rahmen des Tesla-Konflikts eine Art „Jojo-Streik“ geplant habe. Die Strategie, die bei einem Treffen im März vorgestellt wurde, sieht vor, dass die Streikenden zunächst an ihre Arbeitsplätze zurückgeschickt und anschließend erneut in den Streik gerufen werden.
    Auf diese Weise soll in den Tesla-Werkstätten Chaos gestiftet werden. Simon Petersson möchte sich nicht dazu äußern, ob dies derzeit der Fall ist. (…)
    Mehrere Streikende, mit denen „Dagens Arbete“ gesprochen hat, standen der Idee, streikende Mechaniker zu Tesla zurückzuschicken, kritisch gegenüber. Einige haben Unbehagen geäußert, da sie sich zuvor von ihrem Arbeitgeber schlecht behandelt gefühlt haben. Andere haben die Wirksamkeit dieser Maßnahme in Frage gestellt, da Tesla an manchen Standorten händeringend Mechaniker sucht. (…)
    Damit diese Solidaritätsmaßnahmen gültig sind, müssen sie laut Gesetz zur Unterstützung einer rechtmäßigen Primärmaßnahme ergriffen werden. Das heißt, es muss eine Primärkampfmaßnahme vorliegen, damit eine Solidaritätsmaßnahme gültig ist.
    In den letzten Wochen hat IF Metall beschlossen, eine der wichtigsten Kampfmaßnahmen in den Tesla-Werken in Umeå, Malmö, Uppsala und Stockholm auszusetzen. Es handelt sich dabei um die sogenannte Arbeitsniederlegung, die den Mitgliedern zuvor die Möglichkeit genommen hatte, bei Tesla zu arbeiten.
    Es gibt jedoch noch eine weitere primäre Maßnahme, nämlich die Blockade gegen die Entsendung von Arbeitskräften ins Ausland, die Mitte Mai begann. Da diese Blockade weiterhin besteht, können die Solidaritätsmaßnahmen fortgesetzt werden.“ schwedischer Artikel und Interview von Ida Persson vom 05.06.2026 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
  • Der Tesla-Streik weitet sich über die Grenzen Schwedens hinaus aus: IF Metall verhängt eine Blockade gegen die Arbeit im Ausland
    Der Streik der Gewerkschaft IF Metall gegen Tesla wird weiter verschärft. Nun kündigt die Gewerkschaft eine Blockade aller Arbeiten an, die von Mitarbeitern des Automobilherstellers im Ausland ausgeführt werden.
    „Das würde dem Geschäft von Tesla schaden“, sagt der Vertragssekretär Simon Petersson.
    Der Streik der Gewerkschaft IF Metall gegen Teslas schwedische Tochtergesellschaft TM Sweden dauert nun bereits das dritte Jahr an. Der Konflikt umfasste bislang eine Reihe von Arbeitskampfmaßnahmen und führte zu Solidaritätsaktionen anderer Gewerkschaften, ohne jedoch bisher das Ziel zu erreichen, Tesla zur Unterzeichnung eines Tarifvertrags zu bewegen.
    Nun kündigt die Gewerkschaft an, die Blockade auf Arbeitsplätze in anderen Ländern auszuweiten. „Wir haben die Arbeit im Ausland untersagt“, sagt Simon Petersson, Tarifsekretär bei IF Metall.
    Warum denn das?
    „Weil wir nicht wollen, dass sie im Ausland arbeiten. Es ist mühsam, ins Ausland zu reisen, und es würde Teslas Geschäft schaden, wenn sie sie nicht ins Ausland schicken könnten.“
    Laut Simon Petersson sind die Beschäftigten von TM Sweden gemäß ihrem Arbeitsvertrag verpflichtet, im Ausland zu arbeiten. Dem will die Gewerkschaft nun ein Ende setzen.
    Die Ankündigung betrifft alle Arbeiter, eine vollständige Arbeitsniederlegung sowie die Blockade aller Arbeiten, die von Mitarbeitern von TM Sweden außerhalb der schwedischen Grenzen ausgeführt werden. IF Metall stellt klar, dass die Ankündigung auch andere Unternehmen umfasst, die dazu beitragen, dass TM Sweden die Blockade umgehen könnte, beispielsweise wenn Service- und Reparaturarbeiten an ein anderes Unternehmen ausgelagert werden
    …“ schwedische Meldung vom 12.05.2026 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
  • Gewerkschaft Seko blockiert seit dem Frühjahr 2024 die Tesla-Ladestationen in Schweden – nun wurden dennoch 8 neue mit Hilfe von Batterien in Betrieb genommen
    Es soll für Tesla unmöglich sein, neue Ladestationen zu eröffnen. Die Blockade von Seko verhindert jeglichen Anschluss an das Stromnetz. Doch nun hat der Elektroauto-Gigant dennoch acht neue Ladestationen in Betrieb genommen – mit Hilfe von Batterien. (…)
    Seit dem Frühjahr 2024 sind die Möglichkeiten von Tesla, neue Ladestationen zu eröffnen, begrenzt. Auf dem Papier soll dies sogar unmöglich sein. Die Arbeiten zur Anbindung der Ladestationen des Unternehmens an das Stromnetz sind seit fast zwei Jahren blockiert.
    Trotzdem gelang es Tesla, im vergangenen Jahr mehrere neue Stationen zu eröffnen. Im Winter und Frühjahr wurden eine neue Station in Malmö und zwei in Södertälje eröffnet, nachdem die Netzbetreiber Eon und das kommunale Unternehmen Telge nät blockierende Arbeiten durchgeführt hatten. Die Unternehmen gaben an, dass die Anschlüsse versehentlich vorgenommen worden seien.
    Kurz vor Weihnachten eröffnete Tesla eine weitere Ladestation in Arlandastad außerhalb von Stockholm. Dieses Mal nutzte das Unternehmen eine neue Methode: Batteriespeicherung. Damit hat Tesla einen weiteren Weg gefunden, um die Kampfmaßnahmen der Gewerkschaften zu umgehen. (…)
    Die Eröffnung der Ladestation in Arlandastad wurde frühzeitig durch die Blockade von Seko gestoppt, und die Station steht seit über einem Jahr fertig, aber ohne Strom. Mithilfe von Batteriespeichern konnte Tesla nun acht Ladepunkte in Betrieb nehmen. Das ist jedoch noch weit entfernt von den insgesamt 40 Ladegeräten, für die Tesla 2023 einen Vertrag mit dem Grundstückseigentümer Arlandastad Group abgeschlossen hat…“  schwed. Artikel von Adam Daver vom 13.01.2026 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
  • Neue „Kampfmaßnahme” gegen Tesla: Weihnachtskrippe mit Streikposten
    Wenn Sie heute zwischen den Pflastersteinen ein Streikplakat zu sehen glauben, dann täuschen Sie sich nicht. Eine Gruppe zentimetergroßer Streikposten – Elfen auf Tournee – hat Stockholm eingenommen, um Tesla an einen bestimmten Punkt auf ihrer Wunschliste zu erinnern. „Auch in der Weihnachtszeit kämpfen wir für Tarifverträge“, sagt Emmy Brunnander, Kommunikationsbeauftragte bei IF Metall.
    Die Gewerkschaften haben eine neue Strategie gegen Tesla eingeschlagen: Weihnachtsstimmung. Am Freitag veranstalteten die LO-Gewerkschaften einen Lucia-Umzug vor dem Tesla-Gebäude in Örebro, und vor dem Tesla-Showroom in der Sveavägen in Stockholm konnte der scharfsichtige Betrachter einen Weihnachtsmann-Schlitz erkennen
    …“ schwed. Artikel von Edvin Bergh vom 16.12.2025 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
  • Am 27. Oktober 2023 begann der Streik in den 10 schwedischen Tesla-Servicezentren und kein Ende in Sicht, aber ein neuer Soli-Streik bei der Wartung von Schlössern
    • Assa Abloy wird in den Tesla-Konflikt hineingezogen
      Nun gibt es neue Solidaritätsmaßnahmen im Tesla-Konflikt – Einstellung der Wartung von Schlössern und Toren. IF Metall kündigt eine Blockade aller Arbeiten an, die Assa Abloy für Tesla ausführt.
      Die Anzahl der Solidaritätsaktionen im Tesla-Konflikt nimmt weiter zu. Jetzt ist das Unternehmen Assa Abloy Industrial an der Reihe, in den fast zwei Jahre andauernden Konflikt um den Tarifvertrag bei Tesla hineingezogen zu werden.
      Am Donnerstag kündigte IF Metall eine Blockade aller Arbeiten an, die das Unternehmen für den Elektroauto-Giganten ausführt. Assa Abloy Industrial ist auf Industrietore spezialisiert, und die Gewerkschaft hofft, dass die Solidaritätsaktion die Wartung und Instandhaltung von Toren und Schlössern bei Tesla stoppen wird. Assa Abloy Industrial hat sechs Standorte im Land und beschäftigt rund 330 Mitarbeiter. Die Blockade tritt am Dienstag, dem 4. November 2025, in Kraft. Insgesamt hat das Schlichtungsinstitut seit Anfang September vierzehn Konfliktankündigungen im Zusammenhang mit dem Tesla-Konflikt erhalten…“ schwed. Artikel von Adam Daver vom 24.10.2025 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
    • Marie Nilsson: „Tesla ist kein kleines Unternehmen, das wir zu Fall bringen wollen.“
      Am Montag dauert der Tesla-Streik bereits zwei Jahre an. Im Herbst hat IF Metall die Kampfmaßnahmen gegen den Elektroauto-Giganten verstärkt. Jetzt ist die Gewerkschaft bereit, größere Risiken einzugehen. Das sagt IF Metalls Gewerkschaftsvorsitzende Marie Nilsson vor dem zweijährigen Jubiläum des Streiks. (…)
      Niemand kann sich wohl vorstellen, wie es ist, zwei Jahre lang nicht zur Arbeit zu gehen. Das ist eine enorme Belastung, und dafür habe ich großen Respekt. Die Streikenden entscheiden selbst, wie lange sie durchhalten und durchhalten können. (…)
      Das steht in den Sternen geschrieben. Unser Ziel ist es natürlich, früher oder später einen Tarifvertrag für diesen Arbeitsplatz abzuschließen. Aber wie lange das dauern wird, wage ich nicht zu sagen. Wie gesagt, es hängt sehr davon ab, wie lange unsere Mitglieder durchhalten können. Wir müssen uns auch bewusst sein, dass Tesla eine Gegenmaßnahme einsetzt, die wir bisher noch nie erlebt haben, nämlich Streikbrecher einzusetzen. Aber wir werben ständig neue Mitglieder und werden auch diese irgendwann zum Streik bewegen.
      Ich möchte auch sagen, dass Tesla kein armes kleines Unternehmen ist, das wir in irgendeiner Weise zu zerstören versuchen. Vielmehr handelt es sich um einen globalen Akteur, und wir können nicht akzeptieren, dass für ihn in Schweden andere Bedingungen gelten als für andere Unternehmer. Dies ist ein großer und wichtiger Akteur, und deshalb müssen wir diesen Konflikt führen. Es ist uns unmöglich, etwas anderes zu tun.“ schwed. Interview von Adam Daver 25.10.2025 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
    • Die streikenden schwedischen Arbeiter gegen den Autohersteller Tesla
      In Schweden kämpfen 70 Automechaniker weiterhin gegen eines der reichsten Unternehmen der Welt – Tesla. Der Streik in den zehn schwedischen Servicezentren des US-amerikanischen Autoherstellers dauert nun schon zwei Jahre an, und eine Lösung ist nicht in Sicht.
      Janis Kuzma steht seit Oktober 2023 an der Streikpostenkette von Tesla. „Es ist eine harte Zeit”, sagt der 39-Jährige. Und mit dem Einzug des kalten schwedischen Winters wird es wahrscheinlich noch härter werden.
      Janis verbringt jeden Montag mit einem Kollegen vor einer Tesla-Werkstatt in einem Industriegebiet in Malmö. Seine Gewerkschaft IF Metall stellt ihm eine Unterkunft in Form eines mobilen Bauwagen sowie Kaffee und Sandwiches zur Verfügung. Auf der anderen Straßenseite läuft der Betrieb jedoch wie gewohnt weiter, die Werkstatt scheint in vollem Gange zu sein. (…)
      Janis Kuzma, der ursprünglich aus Lettland stammt, begann 2021 bei Tesla zu arbeiten. Er behauptet, dass die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen oft von der Laune der Manager abhingen.
      Er erinnert sich an eine Leistungsbeurteilung, bei der ihm eine jährliche Gehaltserhöhung verweigert wurde, weil er „die Ziele von Tesla nicht erreicht habe”. Einem Kollegen wurde angeblich eine Gehaltserhöhung verweigert, weil er die „falsche Einstellung” hatte. Allerdings traten nicht alle in den Streik. Zum Zeitpunkt der Arbeitskampfmaßnahmen beschäftigte Tesla etwa 130 Mechaniker. Laut IF Metall streiken heute etwa 70 seiner Mitglieder.
      Tesla hat diese längst durch neue Arbeitskräfte ersetzt, was seit den 1930er Jahren beispiellos ist. „Tesla hat dies [die Suche nach Ersatzpersonal] offen und systematisch getan”, sagt German Bender, Forscher bei Arena Idé, einem von schwedischen Gewerkschaften finanzierten Think Tank. „Es ist nicht illegal, was man unbedingt verstehen muss. Aber es verstößt gegen alle etablierten Normen. Tesla kümmert sich jedoch nicht um Normen. „Sie wollen Normen brechen. Wenn ihnen also jemand sagt, dass sie gegen eine Norm verstoßen, sehen sie das als Kompliment.” (…)
      IF Metall steht in seinem Kampf nicht ganz allein da. Der Streik wird von einer Reihe anderer Gewerkschaften unterstützt.
      Hafenarbeiter in den Nachbarländern Dänemark, Norwegen und Finnland weigern sich, Teslas zu befördern; aus den schwedischen Werken von Tesla wird kein Müll mehr abgeholt; und neu gebaute Ladestationen werden nicht an das Stromnetz des Landes angeschlossen. (…)
      Da für beide Seiten viel auf dem Spiel steht, ist ein Ende der Pattsituation kaum in Sicht. IF Metall riskiert einen Präzedenzfall, wenn es das Prinzip der Tarifverträge aufgibt.
      „Die Sorge ist, dass sich das ausbreiten würde“, sagt Bender, „und letztendlich auch die starke Unterstützung für das Arbeitsmarktmodell unter den Arbeitgebern untergraben würde“. Tesla hingegen könnte der Meinung sein, dass ein Nachgeben in diesem Kampf in Schweden diejenigen stärken würde, die Tesla in seinen Produktionsstätten in den USA und Deutschland, wo das Unternehmen Zehntausende von Mitarbeitern beschäftigt, gewerkschaftlich organisieren wollen. (…) Auch Herr Blomhäll vom Tesla Club Sweden sieht keine schnelle Lösung. „Das wird ein weiterer Koreakrieg“, sagt er. „Ein Konflikt, der sich einfach hinzieht.““ engl. Artikel von Tim Mansel vom 27.10.2025 auf BBC externer Link (maschinenübersetzt)
    • Zwei Jahre Tesla-Streik – Jānis: „Ich weiß, wie es ohne Gewerkschaften läuft – es wird scheiße!“
      Der Tesla-Streik ist der längste Streik der Neuzeit – am Montag dauert er bereits zwei Jahre an. Dagens Arbete hat mit den Hauptakteuren gesprochen – den Streikenden. Der Mechaniker Jānis Kuzma aus Malmö möchte offensiver vorgehen. – Ich würde mir wünschen, dass wir unsere Kräfte bündeln. Aber natürlich geht es trotzdem voran, sagt er…“ schwed. Artikel von Adam Daver vom 27.10.2025 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
    • Tobias, 27, streikt seit zwei Jahren gegen Tesla: „Aufzugeben wäre ein Verrat an mir selbst“
      Als Tobias Eng Strömberg sich dem Streik gegen Tesla anschloss, dachte er, dass dieser in wenigen Monaten vorbei sein würde. Zwei Jahre später dauert der Konflikt noch an – und Tobias hat nicht vor, nachzugeben. „Solange der Streik notwendig ist und ich mental durchhalte, werde ich weitermachen“, sagt er…“ schwed. Artikel von Alex Rodriguez vom 27.10.2025 in Arbetet externer Link (maschinenübersetzt)
    • Mechaniker Jānis über Elon Musks faschistische Geste: „Er hat der Welt gezeigt, was für ein Idiot er ist“
      Elon Musks faschistisch anmutende Geste bei einer Massenkundgebung in Washington war ein Wendepunkt für die öffentliche Meinung über das Unternehmen Tesla. In German Benders Buch über den Tesla-Konflikt teilt der streikende Mechaniker Jānis Kuzma seine Gedanken mit…“ schwed.  Auszug aus German Benders Buch „Frontalkollision – Der Tesla-Streik und der Kampf um die Zukunft“ (Frontalkrock – Teslastrejken och kampen om framtiden) am 27.10.2025 in Arbetet externer Link (maschinenübersetzt)
    • 100 Jahre vor Tesla – hier leben die Spuren des Rekordstreiks weiter
      Am 27. Oktober ist es zwei Jahre her, dass der Streik bei Tesla begann. Am Tag danach ist es genau 100 Jahre her, dass Schwedens längster Streik ausbrach – in der Skyllbergs-Fabrik. Die Historikerin Annette Thörnquist weist auf Ähnlichkeiten zwischen den beiden langen Konflikten hin...“ schwed. Reportage von Staffan Julius vom 25.10.2025 in Arbetet externer Link (maschinenübersetzt)
  • Tesla scheitert mit Klagen, die Soli-Blockade der Gewerkschaft Seko des Stromanschlusses der Ladesäulen zu umgehen – findet aber nun ein Schlupfloch, eine neue in Malmö zu eröffnen
    • Tesla hat Ladestation eröffnet, obwohl es unmöglich ist: „Wir nehmen das ernst“
      „“Wieder einmal hat Tesla einen Weg gefunden, die Sympathiemaßnahmen der Gewerkschaften zu umgehen. Der Elektroauto-Gigant hat eine neue Ladestation in Malmö eröffnet, obwohl dies eigentlich nicht möglich sein sollte. „Wir nehmen das ernst“, sagt Jonas Pettersson, Kommunikationschef bei Seko, gegenüber Dagens Arbete.
      Die Blockade der Gewerkschaft Seko gegen den Anschluss der Ladesäulen von Tesla an das Stromnetz begann vor einem Jahr.
      Für Tesla ist es schwierig, die Blockade zu umgehen, da die Netzbetreiber ein Monopol haben und daher niemanden beauftragen können, den Strom anzuschließen. Ein Schlupfloch gefunden
      J
      etzt scheint der Elektroauto-Riese ein Schlupfloch gefunden zu haben, berichtet Dagens Arbete. Letzte Woche wurde in Malmö eine neue Ladestation eröffnet. Tesla schreibt auf X, dass die neue Ladestation 16 sogenannte „Supercharger“ hat, eine Art Schnellladegerät. Unklar, wie es dazu kam. Nach Angaben von Seko wurde die Ladestation nach der Blockade an das Stromnetz angeschlossen, aber es ist unklar, wie das geschah. Jonas Pettersson, Kommunikationschef von Seko, erklärte gegenüber Dagens Arbete, dass man den Vorfall „ernst nehme“ und die Gewerkschaft die Angelegenheit mit Eon, dem Eigentümer des Stromnetzes in der Region, klären werde. „Danach werden wir entscheiden, ob wir weitere Maßnahmen ergreifen müssen, um eine Wiederholung des Vorfalls zu verhindern“, so Jonas Pettersson, Kommunikationschef von Seko, gegenüber der Zeitung…“ schwed. Artikel von Ronja de Boer vom 3.3.2025 in Arbetet externer Link (maschinenübersetzt)
    • Stromversorger hat Recht – keine Notwendigkeit, Tesla-Ladesäulen anzuschließen
      Jetzt ist es klar. Es wird keinen Strom für Teslas „Geisterstation“ in Ljungby geben. Laut Gesetz ist es nicht möglich, vom örtlichen Stromversorger zu verlangen, die Blockade zu umgehen und den Strom anzuschließen. „Das ist nicht möglich, unsere eigenen Leute sind an Seko angeschlossen“, sagt Bo Schönbeck, CEO von Ljungby Energinät. Die Blockade, die eine Sympathieaktion für IF Metall ist, hat es unmöglich gemacht, die Masten an das Stromnetz anzuschließen. Da die Elektriker des örtlichen Elektrizitätswerks Mitglieder der Seko sind, haben sie sich geweigert, die Masten anzuschließen. Tesla wiederum war nicht in der Lage, die Blockade zu umgehen.
      Die Sympathieaktion hat nicht nur die Station in Ljungby zum Erliegen gebracht, sondern auch die Stromversorgung aller neuen Ladestationen im Land. Seit Juni hat das Elektroautounternehmen eine Klage gegen das örtliche Elektrizitätsunternehmen Ljungby Energinät angestrengt, um die Stromversorgung wieder in Gang zu bringen. Tesla ist der Ansicht, dass das Elektrizitätswerk verpflichtet ist, die Masten anzuschließen, da sie sonst gegen das Elektrizitätsgesetz verstoßen. Das Elektrizitätswerk hat seinerseits argumentiert, dass es seine Mitarbeiter nicht zwingen kann, während einer Blockade zu arbeiten. Die Angelegenheit wurde nun von der Aufsichtsbehörde für die Energiemärkte geprüft, die zugunsten des Stromversorgers entschieden hat
      …“ schwed. Artikel von Ida Persson am 24.2.2025 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
    • Alex ist seit dem ersten Tag im Streik gegen Tesla: „Hoffen wir, dass wir nicht aufgeben“
      Alex Neidenmark hat vom ersten Tag an gegen Tesla gestreikt. 15 Monate später ist er der Meinung, dass es genauso wichtig ist, aber er macht sich auch Sorgen darüber, wie es sein wird, wieder zurückzukommen: „Ich habe drei Jahre lang dort gearbeitet, aber ich werde als neue Person zurückkommen. (…) Die Diskussionen über den Streik, vor allem in den sozialen Medien, sind für ihn frustrierend: „Die Leute schreiben, dass kaum jemand streikt, dass wir eigentlich bessere Bedingungen haben. Die haben doch wirklich keine Ahnung.
      IF Metall: „Wir wollen aufholen und unterstützen“
      Derzeit befinden sich laut IF Metall 65 Teslam-Arbeiter im Streik. Ombudsmann Arturo Vasquez S. sagt, dass die Abteilung die Mittwochstreffen mit dem damit verbundenen Wohlbefinden – wie das heutige Badminton – ins Leben gerufen hat, weil sie einen Bedarf sah: „Wir fragen, wie es den Streikenden geht, wie es zu Hause läuft, mit den Kindern, der Frau und der Wirtschaft. Wir versuchen, dafür zu sorgen, dass das Leben funktioniert. Wir wollen sie auffangen und sie bei dem unterstützen, was sie brauchen. Wenn es jemandem sehr schlecht geht, können wir helfen, eine arbeitsmedizinische Betreuung und psychologische Unterstützung zu organisieren…“ schwed. Artikel von Amanda Lindholm vom 3.3.2025 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
    • LKAB verkauft seine Tesla-Autos – nach 1,5 Jahren Kampf mit der Gewerkschaft: „Wir werden keine Teslas hier haben“
      Die Tesla-Autos von LKAB haben die Gewerkschaft rot sehen lassen. Jetzt sagt das Bergbauunternehmen, dass die Autos verkauft werden – aber das ist keine Aussage gegen die Autofirma: „Wir waren nicht in der Lage, den notwendigen Service und die Reparaturen durchzuführen“, sagt Michael Palo, Iron Ore Director bei LKAB… schwed. Artikel von Ida Persson am 27.2.2025 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
    • Das Vertrauen der Schweden in Tesla sinkt – jetzt niedriger als das von Postnord
      Das ohnehin schon geringe Vertrauen der Schweden in Tesla sinkt laut Zahlen der Media Academy weiter. Das einzige Unternehmen mit geringerem Vertrauen ist das krisengeschüttelte Unternehmen Northvolt, während das Vertrauen in die Gewerkschaft in etwa gleich bleibt. (…)
      IF Metall: Teslas mangelnde Bereitschaft, die schwedischen Vorschriften einzuhalten, wirkt sich aus Auch wenn die Öffentlichkeit nicht so oft hier ist, geht der Konflikt weiter, und es scheint, dass immer mehr Schweden das Vertrauen in das Elektroautounternehmen Tesla verlieren. Letztes Jahr wurde Tesla zum ersten Mal in das Vertrauensbarometer der Media Academy aufgenommen. Schon damals war das Vertrauen gering: Nur 12 Prozent sagten, sie hätten großes oder ziemlich großes Vertrauen in das Unternehmen; heute sind es nur noch neun Prozent
      …“ schwed. Artikel von Emerik Einerstam Karis am 23.2.2025 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
  • In Schweden ist der Hitlergruß von Musk ein solcher („Hitlerhälsning“) – debattiert wird, ob der Streik von IF Metall gegen Tesla davon ideologisch profitieren kann
    • Ist es ein gutes Gefühl, jetzt einen Tesla zu kaufen?
      In den USA macht Elon Musk auf der Bühne den Hitlergruß, während die Welt zuschaut. In Schweden gehört seine Automarke Tesla zu den drei meistverkauften. Die Top-Kunden sind Unternehmen, die auf verschiedene Weise in den Tesla-Konflikt verwickelt sind. Eine Schande, schreibt die Chefredakteurin der DA, Eva Burman.
      Die Rede von Herrn Musk vor Trumps Anhängern bei der Präsidentschaftsfeier am Montagabend hat viele überrascht. Wir wissen zwar, dass Herr Musk die rechtsextreme Alternative für Deutschland bei X offen unterstützt hat, aber was dann kam, haben wir trotzdem nicht erwartet. Nachdem er aufgeregt auf der Bühne herumgesprungen war, versprach er dem Publikum sichere Grenzen, Städte und weniger Einwanderer. Er versprach auch, dass die USA als erstes auf dem Mars sein würden. Obwohl jeder weiß, dass er eigentlich SpaceX meint. Doch als er sich bei den Wählern bedankt, geschieht das Unfassbare: Er dankt ihnen – mit einem Hitlergruß. Eine Hand auf der Brust, gerade ausgestreckt, Handfläche nach oben, die Finger geballt. Zweimal. Während sein Gesichtsausdruck zu sagen schien: Fuck you.
      Und ja – wir sind am Arsch. Von Elon Musk, aber die Frage ist, ob dies der Anfang vom Ende für seinen etwas ikonischen Heldenstatus ist. Der Schimmer über Tesla wird langsam aber sicher an den Rändern braun. Bald werden wir es als das erkennen, was es ist. Die Marke Tesla mit ihren SEXY CARS ist nicht mehr sexy oder innovativ.
      Aus dem Szenario der letzten Tage kann der Streik von IF Metall gegen Tesla neue ideologische Sprengkraft gewinnen. Die Aktion zeigt, dass es wichtiger denn je ist, für das schwedische Modell und das, wofür der Konflikt letztlich steht, einzustehen. Mitbestimmung und Demokratie. Die rechtsextreme Bewegung hat die Gewerkschaften nie akzeptiert, sondern ihre Vertreter aus genau diesem Grund verfolgt und zu vernichten versucht.
      Und das ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass Elon Musk sich weigert, einen Tarifvertrag mit IF Metall zu unterzeichnen. Für ihn ist es eine ideologische Frage, aber die Macht der Verbraucher wiegt schwer. Diejenigen, die Tesla kaufen, tun dies dem Klima zuliebe. Sie sind kaum daran interessiert, eine Marke zu unterstützen, deren Besitzer so eindeutig den Rechtsextremismus unterstützt und den Hitlergruß macht, oder?...“  schwed. Leitartikel von Eva Burman vom 24.1.2025 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt) mit Fotos und dem Video – „Hitlerhälsning“ heißt das auf Schwedisch, was viele in Deutschland nicht erkennen…
    • Die Streikpostenkette bei Musk: „Ich hoffe, dass dies ein Weckruf ist“
      „Die Marke Tesla hat einen Schlag abbekommen. Aber wird sich das auf den Gewerkschaftskampf auswirken? Der Arbeiter Yakop Dighzarian am Streikposten ist sich nicht sicher, sieht aber ein wachsendes Tesla-Schamgefühl bei den Autobesitzern: „Sie denken, dass dieser Spinner Elon Musk nicht viel zu sagen haben sollte. Yakop Dighzarian zuckt mit den Schultern. Er und seine Scania-Kollegen stehen nun schon die fünfte Stunde vor der Tesla-Werkstatt in Huddinge, Stockholm. Jeden Donnerstag kommen sie hierher, um die Streikposten zu unterstützen. „Wir sind ein großer Verein und haben auch eine Verantwortung in diesem Kampf. Wir wollen zeigen, wie wichtig das schwedische Modell ist“, sagt Yakop Dighzarian, der politische Direktor von IF Metall bei Scania in Södertälje. (…)
      Provokationen und Belästigungen von Demonstranten sind nach wie vor selten, sagt Dighzarian. „Die meisten Leute, die auf die Straße gehen, sind nett oder wollen ihre Unterstützung zeigen“, sagt er: „Viele Leute sind gekommen und haben gesagt, dass dieser Verrückte Elon Musk nicht viel zu sagen haben sollte. Dass sie ihr Auto bestellt haben, bevor sie wussten, dass er sich so benehmen kann, oder dass sie nicht wussten, dass Tesla keinen Tarifvertrag hat. Sie geben sich alle Mühe, ihre Wertschätzung zu zeigen. (…)
      Es ist erst ein paar Tage her, dass sich der berüchtigte „Heil-Clip“ wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien verbreitet hat. Einige sprechen von einer zunehmenden Tesla-Schande. Andere sagen, es sei ein Missverständnis.
      Laut Yakop Dighzarian ist es noch zu früh, um zu sagen, ob sich der Schritt auf den Kampf der Gewerkschaften auswirken wird – aber ich hoffe, dass er zu einer Verbesserung führen kann. Dass es eine Art Weckruf für die Menschen sein wird. (…)
      Milad Haddad, regionaler Sicherheitsbeauftragter bei IF Metall, ist seit Beginn der Streikposten vor der Tesla-Werkstatt in Segeltorp dabei. Auch er glaubt, dass der Widerstand gegen Musk zunehmen wird. Aber er sieht auch Risiken in der neuen Rolle des Elektroauto-Moguls in der US-Politik. „Ich denke, er wird Donald Trump auffordern, Druck auf die schwedische Regierung auszuüben. Und dann kann etwas passieren, denke ich. Wir werden sehen, wir hoffen nicht. Aber ich traue da drüben niemandem. Sie sind gewerkschaftsfeindlich.
      Tesla-Schande hin oder her, die Tatsache bleibt. Tesla-Autos verkaufen sich wie warme Semmeln. Und laut der Umfrage der Staatsanwaltschaft machen Firmenwagen mehr als die Hälfte der Verkäufe aus. Mehrere der großen Kunden sind Unternehmen, die Tarifverträge mit IF Metall oder anderen Gewerkschaften haben, die den Streik auf verschiedene Weise unterstützen. „Ich denke, sie sollten keine Autos kaufen, solange der Konflikt andauert. Letztendlich sind auch die Unternehmen davon betroffen. Wenn wir den Kampf nicht gewinnen, könnte das dazu führen, dass andere Unternehmen ebenfalls keine Tarifverträge wollen“, sagt er
      …“ schwed. Artikel von Ida Persson vom 24.1.2025 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt) mit einigen Fotos
    • Das T in Tesla steht für Trump und Musk ist ein Reaktionär Im Kampf gegen den Faschismus ist man entweder ein Gegner oder ein Mitläufer
      In Zeiten der Polarisierung ist es wichtig, zusammenzukommen, heißt es oft. Und zusammenkommen ist das, was die Gewerkschaft IF Metall seit über einem Jahr am Verhandlungstisch mit dem Autogiganten Tesla zu tun versucht. Die Gewerkschaft will einen Tarifvertrag unterzeichnen. Das Unternehmen weigert sich. Die Gewerkschaft tritt in den Streik. Da sagt der Autokonzern, dass die Gewerkschaften sich mafiös verhalten, dass die Arbeitnehmer es so gut haben, dass sie keine Mitbestimmung brauchen. Der ganze Streik ist nur eine gezielte PR-Kampagne, um IF Metall stark und cool aussehen zu lassen. IF Metall entgegnet, dass Tarifverträge sicherere Arbeitsplätze schaffen als die Willkür von Unternehmensleitern und kämpft weiter für das schwedische Modell. (…) Elon Musk hat deutlich gemacht, dass er dies nicht befürwortet. Im Gegenteil, er steht für das System, das einer kleinen Gruppe von Männern viel Macht und Einfluss auf Politik und Wirtschaft gibt. Historisch gesehen wurde dies als Faschismus bezeichnet – und es passt nicht sehr gut zu den Versuchen schwedischer Unternehmen, gut und verantwortungsvoll zu erscheinen.
      Es ist an der Zeit, sich für eine Seite zu entscheiden. Trotz der Versuche, das, was viele vor ihren Augen sehen, abzutun, herunterzuspielen und wegzureden, passiert es doch. Trump ist Präsident. Tech-Giganten und große Unternehmen haben sich Einfluss auf die Politik erkauft und treiben die Bürger in die Enge. Die Tatsache, dass schwedische Unternehmen dann Tesla-Autos kaufen, lässt sich nicht mehr damit erklären, dass sie damit Nachhaltigkeitsziele erreichen wollen. Es ist eine Parteinahme im Kampf um die Rechte aller – und umgekehrt.  (…) Es ist kein Zufall, dass der Wert der Marke Tesla jetzt wie ein Stein fällt. (…)Das T auf der Tesla-Front steht für Trump und die Ideen, die mit den Autos einhergehen, sind der Untergang der Demokratie. Auf welcher Seite stehen Sie?
      “ schwed. Kommentar von Karina Cubilla vom 24.1.2025 in arbetet.se externer Link (maschinenübersetzt)
  • Lange Warteschlangen an Ladestationen in Schweden: Nun werden die Sympathiestreiks mit dem Streik bei Tesla sichtbar – die bösen Gewerkschaften…
    • Tesla-Fahrer stehen in Warteschlangen an schwedischen Superchargern, Tesla macht Gewerkschaftsstreiks dafür verantwortlich
      Seit mehr als einem Jahr streiken die Tesla-Mitarbeiter in Schweden und fordern die Aufnahme in einen Tarifvertrag.
      Tesla-Fahrer in Schweden stehen in Warteschlangen an Supercharger-Stationen fest. Tesla macht Streiks der Gewerkschaften dafür verantwortlich, dass die neuen Stationen nicht ans Netz angeschlossen werden können. Seit mehr als einem Jahr streiken die Tesla-Mitarbeiter in Schweden und fordern die Aufnahme in einen Tarifvertrag. Tesla ist seit jeher gegen Gewerkschaften und hat sich in seinen Produktionsstätten erfolgreich gegen eine gewerkschaftliche Organisation gewehrt. Ursprünglich schien dieser Streik in Schweden überschaubar zu sein, da nur einige Dutzend Arbeiter daran beteiligt waren. Tesla unterschätzte jedoch die Stärke der Solidarität unter den schwedischen Arbeitnehmern.
      Während der Autohersteller den Streik der Service-Mitarbeiter umgehen konnte, bekommt er nun die Auswirkungen von Sympathiestreiks“ anderer Gewerkschaften in Schweden zu spüren. Mehrere andere Gewerkschaften im Land, darunter Hafenarbeiter, Elektriker und Reinigungsdienste, die mit Tesla zusammenarbeiten, haben sich geweigert, mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten, um den Streik zu unterstützen. Nun beginnt einer dieser Sympathiestreiks, Tesla-Besitzer und andere EV-Besitzer in Schwierigkeiten zu bringen.
      Die Gewerkschaft IF Metall hat ihren Einfluss geltend gemacht, um Tesla daran zu hindern, neue Supercharger-Stationen mit Strom zu versorgen, um Druck auszuüben und das Unternehmen an den Verhandlungstisch zu bringen. Während der Feiertage führt dies zu extrem langen Schlangen an den funktionierenden Supercharger-Stationen, wie einige auf X (Nicklas Nilsso externer Link ) berichteten. (…) Derselbe Tesla-Besitzer hat eine lokale Supercharger-Karte veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass die überwiegende Mehrheit der Stationen im Land derzeit Wartezeiten für den Zugang zu einem Ladegerät erfordert. Max de Zegher, Teslas Leiter der Ladeabteilung, kommentierte die Situation und machte die Gewerkschaftsstreiks dafür verantwortlich, dass über 100 neue Supercharger nicht in Betrieb genommen werden konnten…“ engl. Artikel von Fred Lambert in Electrek und am 8.1.2025 dokumentiert auf portside.org externer Link (maschinenübersetzt)
    • US-Gewerkschaft: Tesla-Streik hat Musk radikalisiert
      Der gewerkschaftsfeindliche Milliardär Elon Musk ist die rechte Hand von Donald Trump geworden. Analysten zufolge ist der schwedische Tesla-Streik Teil seiner politischen Radikalisierung. Die Frage ist: Wie weit wird Musk gehen, um die Macht der Gewerkschaften zu beschneiden? (…)
      Zu seinem politischen Profil gehört auch eine starke Ablehnung von Gewerkschaften. Elon Musk hat sich gegen die Gründung von Gewerkschaften in seinen Tesla-Fabriken ausgesprochen und wurde beschuldigt, Arbeitnehmer, die sich gewerkschaftlich organisieren wollten, zu bedrohen und zu entlassen. In Schweden streikt IF Metall seit über einem Jahr in Tesla-Werkstätten und -Servicezentren gegen die Weigerung des Unternehmens, Tarifverträge zu unterzeichnen.
      Das Ziel: die Zerschlagung des Gesetzes zum Schutz der Arbeitnehmer
      Den US-Gewerkschaften stehen nun vier ungewisse Jahre bevor. Es wird erwartet, dass Elon Musk das National Labour Relations Board (NLRB) ins Visier nehmen wird. (…)
      Jeff Hauser glaubt auch, dass der schwedische Tesla-Streik eine Rolle bei Elon Musks Radikalisierung gespielt hat.  „Das ist einer der Gründe, warum Musk ein so entschiedener Gegner der Gewerkschaft ist und warum er so viel Zeit und Geld für die Politik ausgibt. „Vor vier Jahren war er keine sehr politische Figur“, sagt Jeff Hauser.
      „Und ich denke, wenn das amerikanische Arbeitsrecht von Musk zerstört wird, werden sich die amerikanischen Gewerkschaften an Schweden und anderen Ländern mit starken Arbeiterbewegungen ein Beispiel nehmen, was als nächstes zu tun ist.“ schwedischer Artikel von Jonas Cullberg vom 9.1.2025 in arbetet.se externer Link (maschinenübersetzt)
    • Vom Tesla-Chaos in Malung bis zur Zerschlagung von Gewerkschaften in den USA: Elon Musks globaler Krieg gegen die Arbeiterklasse
      Die Tesla-Warteschlangen im nördlichen Dalarna sind ein Symptom für Elon Musks globalen Krieg gegen Gewerkschaften und die Arbeiterklasse, schreibt der politische Redakteur von Labour…“ schwedischer Artikel von Daniel Swedin vom 9.1.2025 in arbetet.se externer Link (maschinenübersetzt)
    • Beschilderungsstreit noch nicht beendet – Tesla verklagt Transport Agency vor neuem Gericht
      Im November wies der Oberste Gerichtshof die Klage des Elektroauto-Riesen ab. Doch Tesla will die Verkehrsbehörde weiterhin zwingen, die Postblockade zu umgehen. Jetzt zieht Tesla wegen der Nummernschilder vor das Verwaltungsgericht…“ schwed. Artikel von Adam Daver vom 7.1.29025 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
    • Streikende vor dem Tesla-Flagshipstore: „Das ist etwas, woran ich glaube“
      Der Streit um Tarifverträge in den schwedischen Tesla-Werken dauert nun schon fast 14 Monate an. Und nun haben sich – zum ersten Mal seit Beginn des Streiks – Streikende aus dem ganzen Land zu einer gemeinsamen Demonstration gegen ihren Arbeitgeber versammelt…“ schwed. Artikel von Adam Daver vom 18.12.2024 in Dagens Arbete externer Link mit einigen Fotos der Kundgebung (maschinenübersetzt)
  • Genau ein Jahr des Tarifkampfes der schwedischen Gewerkschaft IF Metall mit Tesla – mit anhaltender Solidarität schwedischer und internationaler Gewerkschaften 
    • Ein Jahr Streik bei Tesla in Schweden: Der lange Kampf für einen Tarifvertrag zeigt noch keinen Erfolg
      Am 27.Oktober ist der seit hundert Jahren längste Streik in Schweden in sein zweites Jahr getreten. Der Konflikt zwischen der Gewerkschaft IF Metall und dem Tesla-Konzern ist zu einem Thema geworden, das weit über die mehrere hundert direkt betroffenen Automechaniker hinausgeht.
      Lars Henriksson, ehemals langjähriger Volvo-Arbeiter und seit 45 Jahren aktives Mitglied von IF Metall, hat die Situation und die Her­ausforderungen für die Gewerkschaft in der schwedischen Online-Zeitung Internationalen zusammengefasst. (…)
      Das schwächste Glied im Tesla-Streik sind ironischerweise die Angestellten selbst, die die eigentliche Stärke der Gewerkschaft ausmachen.
      Schlechte Beteiligung
      Von den etwa 120 Personen, die von IF Metall zum Arbeitskampf aufgerufen wurden, sind bei weitem nicht alle dem Streik beigetreten. Laut Statistik des National Mediation Office haben im zurückliegenden Jahr lediglich 44 Personen gestreikt, etwas mehr als ein Drittel der Belegschaft. Viele Beschäftigte sind nicht gewerkschaftlich organisiert, einige IF-Metall-Mitglieder entschieden sich aus verschiedenen Gründen gegen eine Teilnahme und wurden aus der Gewerkschaft ausgeschlossen. Darüber hinaus wurden Beschäftigte von der Unternehmensleitung stark unter Druck gesetzt; in einigen Fällen hing sogar die Aufenthaltsgenehmigung von der Beschäftigung ab.
      Ein Teil des Problems liegt auch in der internen Arbeitsweise der Gewerkschaft. IF-Metall-Vorsitzende Marie Nilsson sagte in einem Interview mit der Zeitung Dagens Nyheter im Februar, dass »wir niemals gestreikt hätten, wenn wir nicht geglaubt hätten, dass wir eine Mehrheit der Mitglieder mit ins Boot bekommen würden«. In einer Gewerkschaft, die auf Mitgliederaktivität und demokratische Führung setzt, wäre dies kaum überraschend gekommen – die Führung hätte die Haltung der Mitglieder vorher kennen und ihre Strategie darauf anpassen können. Beide Konfliktparteien stehen derzeit nicht unter direktem Druck. Die Streikkasse von IF Metall ist seit 1980 kaum angetastet und könnte die Streikenden unbegrenzt unterstützen. Auch Tesla leidet nicht besonders, solange der Betrieb aufrechterhalten wird. Dennoch steht viel auf dem Spiel. (…)
      Mehr internationaler Druck nötig
      Das schwedische Tochterunternehmen von Tesla, TM Sweden, stellt nur einen kleinen Teil von Musks Imperium dar und könnte angewiesen werden, seine gewerkschaftsfeindliche Haltung aufrechtzuerhalten, selbst wenn dies schwierig und kostspielig ist. Für IF Metall hingegen ist die Lage langfristig schwieriger: Die Facharbeiter, die heute bei Tesla streiken, haben kaum Schwierigkeiten, einen anderen Arbeitsplatz zu finden und müssen arbeiten, um ihre Qualifikation aufrechtzuerhalten. Obwohl im Laufe des Jahres einige neue Streikende hinzugekommen sind – darunter Personen, die zuvor ausgeschlossen wurden –, besteht die Gefahr, dass einzelne Beschäftigte müde werden und den Arbeitsplatz wechseln, wenn nicht bald eine Lösung in Aussicht steht.
      Eine Option für Tesla könnte sein, das Modell von Amazon zu übernehmen und alle Angestellten bei einem formal unabhängigen Unternehmen anzustellen, das eine Vereinbarung mit der schwedischen Gewerkschaft trifft. Doch bislang hat Tesla all diese und weitere von den Vermittlern vorgeschlagenen Lösungen abgelehnt.
      Die Zukunft liegt daher in den Händen der schwedischen Gewerkschaftsbewegung. Stärkerer Druck ist notwendig. Der effektivste Weg dazu wäre eine internationale Offensive gegen Tesla, in der sich Gewerkschaften aus verschiedenen Ländern zusammenschließen, um Vereinbarungen zu erzwingen und Streikwillige zu unterstützen…“ Artikel von Lars Henriksson in der Soz Nr. 12/2024 externer Link
    • Marie Nilsson: „Das Management von Tesla in Texas will keinen Tarifvertrag“
      Am Sonntag wird der Tesla-Streik ein Jahr lang andauern. Weitere Arbeiter haben sich dem Streik angeschlossen – aber ansonsten ist die Situation festgefahren. Für Tesla ist der Widerstand ideologisch, sagt Marie Nilsson, Präsidentin von IF Metall, vor dem Jahrestag des historisch langen Streiks.
      Marie Nilsson, wie sieht es mit dem Streik aus? „Nach dem Sommer ist es positiv. Es haben sich mehr Leute angeschlossen und jetzt sind es 52 Streikende. Es sind also mehr Leute dazugekommen. Es ist ein gutes Gefühl, dass sich die Dinge in diese Richtung bewegen. Unsere streikenden Mitglieder sind immer noch gut gelaunt und haben das Gefühl, dass der Kampf sinnvoll ist. Das ist das Wichtigste, dass sie den Appetit nicht verlieren. „Aber es gibt keinerlei Bewegung, was das Interesse von Tesla oder TM Sweden an der Unterzeichnung von Vereinbarungen angeht. Da stehen wir still“ (…) Tesla ist sehr wortkarg, was die Beantwortung von Fragen angeht. Die Informationen, die wir darüber haben, wie es in den Werkstätten wirklich aussieht und wie schwierig es für sie ist, den Service zu erbringen, beruhen also größtenteils auf den Informationen, die wir von unseren streikenden Mitgliedern erhalten, die noch Kollegen in den Werkstätten haben. Tesla selbst kann nichts bestätigen. Aber wir glauben fest daran, dass unsere verschiedenen Aktionen ihnen Schwierigkeiten bereiten. Es ist unangenehm und schwierig für sie. Gleichzeitig sagt Tesla, dass sie nicht betroffen sind: „Natürlich würden sie ihre Zeit lieber damit verbringen, Autos zu warten, als Wege zu finden, den Müll zu leeren, mit Sondermüll wegzufahren, das Gelände zu reinigen und dafür zu sorgen, dass die Nummernschilder ankommen. Ihre Ladesäulen sind nicht mehr an das Stromnetz angeschlossen. Sie haben auf Streikbruch zurückgegriffen, und es ist klar, dass sie Leute einschleusen müssen, wenn unsere Mitglieder im Streik sind.“ schwed. Interview von Adam Daver vom 23.10.2024 in Dagens Arbete externer Link mit Marie Nilsson, Präsidentin von IF Metall (maschinenübersetzt)
    • Tesla: Der Kampf für Tarifverhandlungen geht weiter
      Nach einem Jahr geht der Kampf der schwedischen Gewerkschaft IF Metall um einen Tarifvertrag mit dem Automobilhersteller Tesla weiter. Um die anhaltende Solidarität mit den streikenden Arbeitnehmern und ihrer Gewerkschaft zu demonstrieren, besuchten die Generalsekretärin von industriAll Europe, Judith Kirton-Darling, und EGB-Generalsekretärin Esther Lynch heute eine Tesla-Streikpostenkette in Stockholm. Am 11. Oktober 2023 war es ein Jahr her, dass die schwedische Gewerkschaft IF Metall mit Streikmaßnahmen gegen den Elektroautohersteller Tesla begann. Seit dem ersten Versuch der Gewerkschaft, mit Tesla einen Tarifvertrag für ihre Mitglieder auszuhandeln, die bei TM Sweden AB Fahrzeuge warten und reparieren, sind mehr als zwei Jahre vergangen. Am 11. Oktober letzten Jahres gerieten alle Verhandlungen in eine Sackgasse. (…)
      IndustriAll Europe-Generalsekretärin Judith Kirton-Darling sagte: „IndustriAll Europe wird den schwedischen Tesla-Beschäftigten so lange wie nötig zur Seite stehen und sich allen Versuchen widersetzen, die Gewerkschaften und Tarifverhandlungen in Europa zu schwächen. Tesla hat viel zu gewinnen, wenn es vom europäischen Sozialmodell lernt und die Gewerkschaften als Partner in dem industriellen Wandel akzeptiert, den es anzuführen zugesagt hat.“
      EGB-Generalsekretärin Esther Lynch sagte: „Was bei Tesla Schweden auf dem Spiel steht, ist nichts weniger als die Zukunft des europäischen Sozialmodells. Ich bin stolz darauf, heute an der Seite der Tesla-Beschäftigten zu stehen, die sich für Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte einsetzen, die eine faire Bezahlung und Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleisten.
      „Elon Musk hat seine Agenda sehr deutlich gemacht: Er sagt, dass er mit dem gesamten Konzept der Gewerkschaften nicht einverstanden ist und versucht, den grünen Wandel zur Zerschlagung von Gewerkschaften zu machen. Musk kann seine eigenen Regeln aufstellen, wenn er auf dem Mars ankommt, aber wenn man in Europa Geschäfte machen will, dann muss man sich an die europäischen Regeln halten, und das bedeutet, dass man unsere Tradition der Tarifverhandlungen respektieren muss
      .“ engl. Pressemitteilung vom 22.10.2024 beim EGB externer Link (maschinenübersetzt)
    • Großer Kampf auf der Elektrizitätsmesse – die Gewerkschaft hatte einen Stand neben Tesla
      Ein großer Kampf ist auf der Kistamässan-Messe in Stockholm entbrannt. Die Elektrikergewerkschaft hatte ihren Stand direkt neben Tesla und nutzte die Gelegenheit, um Flugblätter über den Streik auszulegen. Aber das gefiel weder Tesla noch dem Veranstalter: „Wir werden nichts abnehmen“, sagt Dennys Bello, Kommunikationschef der Elektrikergewerkschaft.
      Diese Woche fand die Elmässan-Messe in der Kistamässan in Stockholm statt. Die Elektrikergewerkschaft ist schon seit mehreren Jahren auf der Messe vertreten, unter anderem, um mit Schülern darüber zu sprechen, was die Gewerkschaft tut und warum es sie gibt. Doch in diesem Jahr dreht sich die Messe für die Elektriker um etwas ganz anderes. Der Stand der Gewerkschaft wurde neben dem von Tesla platziert – und das hat zu einem großen Streit geführt. Der Messeveranstalter hat damit gedroht, die Gewerkschaft rauszuwerfen. (…) Die Elektrikergewerkschaft unterstützt den Streik von IF Metall gegen Tesla – und weigert sich, die Flugblätter abzunehmen Als Denise Gartz, Jugendreferentin der Elektrikergewerkschaft, auf der Messe eintraf, um den Stand der Gewerkschaft aufzubauen, bemerkte sie Tesla direkt daneben. Die Gewerkschaft ergriff die Gelegenheit. Eine Wand des Standes war mit Flugblättern und Informationen über den Tesla-Streik bedeckt…“ schwed. Artikel von Adam Daver vom 17.10.2024 in Dagens Arbete externer Link (maschinenübersetzt)
    • Interview: „Erfolg wäre ein erstes Loch in der Mauer“
      Jannes Bojert von der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen und Arturo Vasquez Sandoval von IF Metall Schweden haben ein gemeinsames Ziel: gute Arbeitsbedingungen bei Tesla. Im Interview von Fabienne Melzer beim Magazin Mitbestimmung Ausgabe 5/2024 externer Link begründen Jannes Bojert und Arturo Vasquez Sandoval ihre gemeinsame Zielsetzung: „… VASQUEZ SANDOVAL: Wir haben versucht, mit Tesla einen Tarifvertrag abzuschließen. Aber wir beißen auf Granit. Aktuell haben unsere Mitglieder verschiedene Vereinbarungen mit dem Unternehmen Tesla, also der TM Sweden AB. Der Arbeitgeber kann sie nach Belieben ändern und die Beschäftigten können nichts dagegen tun. Der Tarifvertrag gibt ihnen dagegen Garantien, die der Arbeitgeber nicht einfach einseitig ändern kann. Der wichtigste Teil ist aber, dass er den Beschäftigten ein Mitspracherecht gibt. (…) Das Gesetz ermöglicht uns im Konfliktfall, aus Solidarität zu streiken, wenn der Hauptkonflikt legal ist. So bekamen wir Rückendeckung von der Gewerkschaft, die den See- und Güterkraftverkehr vertritt. Kein Gewerkschaftsmitglied in Schweden arbeitet im Hafen oder in anderen Landesteilen mit Tesla-Produkten. Weitere Gewerkschaften haben sogenannte Sympathiemaßnahmen ergriffen. Die Elektrikergewerkschaft hat zum Beispiel anstehende Bau- und Instandsetzungsarbeiten in der Kundendienstwerkstatt von Tesla blockiert. Ein großes schwedisches Unternehmen, das Fahrzeuge wartet, tut dies bei Fahrzeugen von Ford, Saab oder Volvo, aber nicht von Tesla.(…) BOJERT: Bei diesem Streik geht es um die Arbeitsbedingungen von 130 Beschäftigten bei TM Sweden AB und um das schwedische Modell von Tarifverträgen. Er hat aber Bedeutung für Tesla-Beschäftigte weltweit. Allem Anschein nach gilt bei Tesla das eiserne Gesetz, gewerkschaftliche Organisierung der Belegschaften zu verhindern, koste es was es wolle, niemals mit Gewerkschaften zu verhandeln oder einen Vertrag mit ihnen zu unterzeichnen. Wenn IF Metall es schaffen sollte, ist die Mauer vielleicht noch nicht eingerissen, aber sie hat ein erstes Loch. (…) Um Gewerkschaften draußen zu halten, bekämpfen viele Arbeitgeber Betriebsräte noch bevor sie überhaupt gewählt sind. Tesla fährt eine andere Strategie: Die Werkleitung versucht, den Betriebsrat gefügig zu halten. Schon die ersten Betriebsratswahlen wurden noch vor dem Produktionsstart aus dem mittleren Management heraus in die Wege geleitet und eine Liste mit einer Managerin an der Spitze aufgestellt. Wir haben diesen Zug erwartet, waren aber noch ganz am Anfang unserer Kampagne. Das heißt: Das gewerkschaftliche Netzwerk im Werk war noch nicht stark genug, um gegen diese Übermacht anzukommen. Die Managerin ist immer noch Betriebsratsvorsitzende. (…) VASQUEZ SANDOVAL: Das Problem in Schweden ist, dass Tesla Leute aus anderen Teilen Europas als Streikbrecher holt. Sie machen an den verschiedenen Standorten die Arbeit, die unsere Mitglieder niederlegen. Tesla bricht mit einem Gentleman’s Agreement, das wir in diesem Land zwischen den Gewerkschaften und Industriellen haben. Wir glauben an dieses System und halten uns an die Regeln, Elon Musk aber nicht. Für uns ist es neu, dass man die EU-Gesetzgebung und die Freizügigkeit nutzen kann, um Menschen aus anderen europäischen Ländern zu holen, damit sie bei uns die Arbeit erledigen. Das heißt auch, dass wir darüber nachdenken müssen, ob das die neue Zukunft für uns als Gewerkschaft ist – mit Unternehmen, die die EU so für sich nutzen. (…) BOJERT: Ich bewundere die Entschlossenheit der Kolleginnen und Kollegen in Schweden. IF Metall und IG Metall sind starke Gewerkschaften, aber wir brauchen auch Regeln für einen fairen Kampf. Wenn Tesla ganz legal Streikbrecher aus anderen europäischen Ländern einfliegen kann, besteht Nachbesserungsbedarf bei der europäischen Gesetzgebung. Auch in Deutschland besteht Verbesserungsbedarf. Solidaritäts- oder Sympathiestreiks sind meiner Meinung nach ein wirklich probates Mittel. In Deutschland sind sie aber nur in einem sehr engen und in der Rechtsprechung wenig ausformulierten Rahmen möglich. Kommt ein Gericht zu dem Schluss, dass der Streik nicht zulässig war, muss die Gewerkschaft für den gesamten entstandenen Schaden aufkommen. Damit ist dieses Mittel in den meisten Fällen praktisch unbrauchbar. VASQUEZ SANDOVAL: Ich denke, das Wichtigste ist, dass wir zusammenarbeiten und uns gegenseitig in unserem Kampf für den Tarifvertrag unterstützen. Ich habe die Kolleginnen und Kollegen in Grünheide besucht und jetzt kommt die IG Metall nach Schweden. Unsere Mitglieder in Schweden haben das Gefühl, dass wir nicht allein sind. Die Mitglieder der IG Metall in Deutschland kämpfen an unserer Seite.“
  • Tesla Schweden versucht, die Sympathiestreiks zu umgehen oder gerichtlich zu brechen – und scheitert damit, wie bei der neuesten Blockade der Ladesäulen
    • Nach Enthüllung: Transportstyrelsen verschärft Routinen und schickt „Klarstellung“ an Tesla
      Tesla konnte fast 18.000 Nummernschilder an Adressen ausstellen, die den Gewerkschaften nicht bekannt waren. Nach den Enthüllungen der Gewerkschaft hat die schwedische Verkehrsbehörde nun ihre Verfahren überprüft und Tesla klargestellt, dass das Unternehmen nicht so weitermachen kann wie bisher.
      Seit mehreren Monaten ist es Tesla gelungen, fast 18.000 Nummernschilder über Adressen zu verschicken, die den Gewerkschaften völlig unbekannt waren, da sie glaubten, ihre Blockaden an ganz anderen Adressen seien wasserdicht. Dies wurde kürzlich von Arbetet aufgedeckt und führte dazu, dass die Postgewerkschaften Seko und ST eine Blockade an diesen Adressen ankündigten, die sich in Stockholm, Trelleborg und Göteborg befinden. Es handelt sich um eine von mehreren Sympathiemaßnahmen, mit denen die Gewerkschaften IF Metall bei seinem Streik für Tarifverträge bei dem Elektroauto-Riesen unterstützen wollen. Am Freitag tritt die Blockade in Kraft.
      An einer der Adressen, die zu einer Villa in Trångsund führte, in der ein IT-Unternehmen registriert ist, öffnete ein Mann in einem roten Tesla-Hemd die Tür, wollte aber unsere Fragen nicht beantworten. Nun klärt die schwedische Verkehrsbehörde auch, was für diese Adressen gilt, an denen Unternehmen Nummernschilder von dem von der Behörde beauftragten Schilderlieferanten erhalten. „Gleicher geografischer Standort“ Die Behörde zeigt anhand der Abbildung eines Hauses, wie dies zu geschehen hat. Die Postanschrift kann in den Briefkasten eines Unternehmens wandern. Wenn jedoch neun oder mehr Nummernschilder empfangen werden sollen, muss das Unternehmen auch eine Adresse für die Paketzustellung registrieren – und die kann nicht wie im Fall von Tesla an einem anderen Ort liegen. Die schwedische Verkehrsbehörde hat auch eine E-Mail an das schwedische Tesla-Unternehmen TM Sweden geschickt, in der sie auf einen Sachverhalt hinweist, der nach Ansicht der Beh

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Source: labournet.de