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24. Ordentliche Gewerkschaftstag der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) 2026 gegen Sozialabbau, Aufrüstungsspirale und Wehrpflicht
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„Respekt für unsere Arbeit! Wir holen, was uns zusteht“ – unter diesem Motto treffen sich rund 250 delegierte Mitglieder der IG BAU vom 27. bis 30. September in Kassel. Als Gewerkschaft wissen wir: höhere Löhne, 8-Stunden-Tag, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – nichts davon wurde uns geschenkt. Für jede Verbesserung haben Arbeitnehmer*innen gekämpft. Auch jetzt, wo soziale Errungenschaften und Arbeitnehmerrechte plötzlich wieder zur Debatte stehen, geben wir nicht auf!...“ Sonderseite der IG BAU
mit allen Infos zum Gewerkschaftstag und hier die wichtigsten Beschlüsse:
- IG Bau: „Die Abrüstung muss wieder auf die politische Agenda“ Gewerkschaft fordert klare Absage an Aufrüstungsspirale und Wehrpflicht – Rüstungsindustrie stärker kontrollieren
„Die Welt wird unsicherer – doch die Antwort darauf darf nicht immer mehr Aufrüstung heißen. Auf dem 24. Ordentliche Gewerkschaftstag der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Kassel fordert eine große Mehrheit der Delegierten eine klare politische Kehrtwende: Frieden, Abrüstung und Diplomatie statt einer immer schneller drehenden Aufrüstungsspirale. „Wir wollen keine Gesellschaft, die sich auf Krieg vorbereitet, sondern eine Gesellschaft, die Frieden möglich macht. Mehr Waffen und immer größere Rüstungsausgaben sind kein Selbstzweck. Sicherheit muss den Menschen dienen – und nicht den Profiten der Rüstungsindustrie“, lautet der Tenor. Die IG BAU will sich künftig verstärkt für Frieden, Abrüstung und internationale Zusammenarbeit einsetzen. (…) Ein klares „Nein“ sagt die IG BAU auch zur Wehrpflicht. Gerade angesichts des Fachkräftemangels dürfe die junge Generation nicht zum Dienst an der Waffe verpflichtet werden. Wer einen Wehrdienst leisten wolle, müsse dies freiwillig tun können. Kritisch sieht die Gewerkschaft zudem die geplante Stationierung weitreichender US-Waffensysteme in Deutschland. Sie fordert eine gesellschaftliche Debatte über die Folgen einer Politik, die Deutschland zunehmend zum Schauplatz einer militärischen Eskalation machen könne. Auch bei den Rüstungsausgaben verlangt die IG BAU einen Kurswechsel: Nicht starre Prozentvorgaben oder die Interessen von Rüstungskonzernen dürften über Umfang und Ausstattung entscheiden, sondern der tatsächliche Auftrag zur Verteidigung des Landes. Beschaffung und Rüstungspolitik müssten dem Primat der Politik und einer demokratischen Kontrolle unterliegen. „Wir akzeptieren nicht, dass für immer mehr Waffen angeblich kein Geld fehlt, während bei sozialen Aufgaben, der Bildung, bezahlbarem Wohnraum und der Zukunft unserer Gesellschaft gespart wird. Sicherheit ist mehr als militärische Stärke. Sicherheit bedeutet auch soziale Sicherheit, gute Arbeit, Demokratie und ein Leben in Frieden.“ Die IG BAU fordert deshalb eine Politik, die Friedensfähigkeit stärkt, Abrüstung wieder auf die internationale Tagesordnung setzt und Rüstungsausgaben strikt auf notwendige Verteidigungsfähigkeit begrenzt. Übergewinne der Rüstungsindustrie sollen zudem mit einer Steuer belegt werden.“ Pressestatement der IG Bau vom 30. September 2026
- „Sozialstaat darf nicht zur Privatsache werden“: Gewerkschaft fordert Bürgerversicherung, armutsfeste Leistungen und mehr Schutz für Beschäftigte
Pressemitteilung vom 30.09.2026
- Grundsatzreferat des neuen IG BAU-Bundesvorsitzenden auf dem Gewerkschaftstag in Kassel: Carsten Burckhardt kündigt Widerstand gegen Sozialabbau an
Pressemitteilung vom 29.09.2026
Siehe zuvor:
- BAU-Jugendkonferenz in Hamburg 2025: Gewerkschaftsjugend an der Basis aufbauen!
- Dossier: 23. Ordentliche Gewerkschaftstag der IG BAU vom 26. bis zum 29. September 2022
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Source: labournet.de