Faultline Faultline Kommando 161

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Versessen aufs Vergessen

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Gefunden bei Exhumierungen der Überreste von Menschen, die von den Faschisten hingerichtet wurden: eine Schere

Gefunden bei Exhumierungen der Überreste von Menschen, die von den Faschisten hingerichtet wurden: eine Schere

Víznar bei Granada. Noch sind nicht alle tot. Ein paar Kinder der ermordeten Re­pub­li­kaner:in­nen und des antifaschistischen Widerstands gegen das Regime von Francisco Franco, der am 17./18. Juli 1936 putschte und den Spanischen Bürgerkrieg auslöste, gibt es noch.

Eine von ihnen ist Rosario Sánchez Quero, geboren 1932 in Granada. Ihr Vater António kam, damals 25jährig, in den Tagen des Putsches, dem sich das in Granada stationierte Militär sofort anschloss, von seinem Arbeitsplatz in der Schießpulverfabrik im Vorort El Fargue nie wieder nach Hause. Aus Angst vor Repressalien habe ihre Mutter nie die Suche nach dem Leichnam aufgenommen, sagt Sánchez.

»Darin liegt die Gefahr: die Geschichte zu wiederholen. Bereits jetzt ist es die Generation Z, die überwiegend ultrarechts wählt.« Die Gewerkschafterin Inma Manzano Romero

Am 31. August 2026 hat Francisco de Asís Carrión Jiménez der fast 94jährigen Frau zwei DNA-Proben entnommen. Carrión gehört zum Projekt Universidad y Memoria (Universität und Erinnerung): Mit Hilfe der Proben will das Projekt nach all den Jahren die Gebeine von Rosario Sánchez Queros Vater identifizieren.

Deren Sohn Roberto Lara Sánchez schildert der Jungle World, was in der Familie von jenen Tagen des Massen­mordens überliefert ist. Man vermute, António Sánchez Rodrigo sei am 19. August ermordet worden, sagt er. »Das Waldstück bei Víznar«, einer kleinen Gemeinde unweit von Granada, »war übersät mit Leichen, darunter war ­womöglich auch mein Großvater, Rosarios Vater. Viele Gesichter waren furchtbar entstellt.«

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Source: jungle.world