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Kein Zurück nach Arzach
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Drei Jahre nach der aserbaidschanischen Blockade von Bergkarabach: Jelisaweta, Siranusch und Borik Mnazakanjan (v. l.) in ihrer neuen Wohnung am südlichen Stadtrand von Eriwan
Drei Jahre nach der aserbaidschanischen Blockade von Bergkarabach: Jelisaweta, Siranusch und Borik Mnazakanjan (v. l.) in ihrer neuen Wohnung am südlichen Stadtrand von Eriwan
Tragödien enden üblicherweise blutig. So geschah es auch in den letzten Tagen der Armenier in Bergkarabach im September und Oktober 2023. Drei Jahre schon blockierten aserbaidschanische Truppen die abtrünnige Region, nachdem sie Armenien 2020 im 44-Tage-Krieg besiegt hatten. Monatelang hatte das Regime von Präsident Ilham Alijew kaum Essen, medizinische Ausrüstung und andere Hilfsgüter für die darbende Bevölkerung in die Region gelassen. Am 19. und 20. September 2023 begann Aserbaidschan eine letzte Offensive in Arzach – so der armenische Name für Bergkarabach.
Die letzten Gefechte mit den verbliebenen Milizen der international nicht anerkannten Republik Arzach (1991–2023) waren schnell vorüber, die von Russland entsandten »Friedenstruppen« blieben untätig. Für die armenische Bevölkerung gab es kein Zurück mehr. Sie trat in Bussen, mit ihren privaten Autos und Transportern die Flucht an. Im Zuge des chaotischen Exodus explodierte am 25. September 2023 ein Treibstofflager im Ort Berkadzor. Die Explosion riss laut armenischen Medien 218 Menschen in den Tod, mindestens 100 weitere wurden verletzt.
»Viele Menschen aus Arzach waren vor dem Krieg Lehrer, Anwälte oder in gehobenen Positionen in der Verwaltung. Heute fahren sie Taxi oder arbeiten in der Textilindustrie und in Bäckereien.« Siranusch Sargsjan, Journalistin
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Source: jungle.world