Faultline Faultline Kommando 161

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Extra viele Buchstaben

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Skulptur des Mönches Mesrop Maschtoz, des Erfinders der armenischen Schrift, vor dem Institut für alte Handschriften, Matenadaran, in Eriwan.

Skulptur des Mönches Mesrop Maschtoz, des Erfinders der armenischen Schrift, vor dem Institut für alte Handschriften, Matenadaran, in Eriwan.

Armenisch ist eine indoeuropäische Sprache, anders als die der Nachbarländer Armeniens mit Ausnahme des Iran. Es verfügt über ein eigenes Alphabet, das dem he­bräischen, griechischen oder lateinischen kaum ähnelt. Als der Mönch Mesrop Maschtoz im Jahr 405 das armenische Alphabet erfand, hatte es 36 Buchstaben, später kamen noch drei hinzu. Damit ist es ziemlich umfänglich, was sich unter anderem dadurch erklärt, dass es je zwei Buchstaben für e und o gibt, deren Aussprache sich nur am Wortanfang unterscheidet. Dass es zwei T-Buchstaben gibt, hat Armenisch mit Griechisch und He­bräisch gemein, und auch im Deutschen bestehen ja die gleich ausgesprochenen t und th nebeneinander. 

»Du« heißt auf Armenisch »du«, und das armenische Wort »dur« bedeutet »Tür«. Wer öfter Speisekarten von indischen Restaurants gesehen hat, wird sich nicht wundern, dass Käse auf Armenisch »panir« heißt.

Des Weiteren gibt es spezielle Buchstaben für ds (stimmhaft), dsch (stimmlos) und dsh (stimmhaft) und für drei R-Laute: Der häufigste klingt wie das englische r vor einem Vokal, seltener ist das geriebene französische r wie in »Renault« und am seltensten das gerollte r, das man aber ausgerechnet in der landesüblichen Aussprache von »Berlin« verwendet. Hingegen gibt es, außer in Fremdwörtern, den Laut f nicht – wie im Indonesischen. O und u werden ausgesprochen, ohne die Lippen zu ­spitzen.

»Du« heißt auf Armenisch »du«, und das armenische Wort »dur« bedeutet »Tür«. Wer öfter Speisekarten von indischen Restaurants gesehen hat, wird sich nicht wundern, dass Käse auf Armenisch »panir« heißt. Sowohl das Hebräische als auch das Armenische haben dasselbe Wort für »Laden«, nämlich »chanut«. Dass der Priester »kahana« heißt, während er auf Hebräisch »kohen« genannt wird, ist sicherlich kein Zufall. Schließlich fasste das Christentum, nachdem es sich vom Judentum abgespalten hatte, schon relativ früh in Armenien Fuß und wurde um 315 zur Staatsreligion.

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Source: jungle.world