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Corporation Pop
English (original) · Auto-translated to Deutsch
Im Jahr 2012 veröffentlichte der südkoreanische Rapper und Singer-Songwriter PSY einen K-Pop-Track namens „Gangnam Style“. Einen Monat nach seiner Veröffentlichung verbreitete sich der Song viral – er erreichte Platz zwei der Billboard Hot 100 in den USA und landete in 30 weiteren Ländern auf der ganzen Welt an der Spitze der Charts. Das dazugehörige Musikvideo wurde bei den MTV Europe Music Awards als bestes Video ausgezeichnet und war das erste YouTube-Video, das eine Milliarde Aufrufe verzeichnete. Damit blieb es auch in den folgenden fünf Jahren das meistgesehene YouTube-Video. Und 14 Jahre später brach PSY immer noch Rekorde: Im Juli 2026 erschien „Gangnam Style“wurdedas erste K-Pop-Video, das sechs Milliarden Aufrufe auf YouTube erreichte.
Obwohl es K-Pop schon seit den 1990er-Jahren gibt, ebnete PSYs Hitsingle den Weg für eine neue Ära der koreanischen Musik – eine Ära mit weltweitem Einfluss, unterstützt von einer Branche, die dies tutRechenin etwa einer Milliarde Dollar pro Jahr durch „Idole“rekrutiertschon im Alter von zehn Jahren. Der Trainingsprozess ist brutal: Möchtegern-Stars verbringen Jahre mit ausbeuterischen Verträgen in agentureigenen Bootcamps, verfeinern ihre Gesangs- und Tanzfähigkeiten und unterziehen sich gefährlichen Diäten und invasiven Schönheitsoperationen, um die perfekten Stars zu formen.
Das Debüt weltweit beliebter Gruppen wie BTS, Blackpink, Seventeen, Twice und Stray Kids hat Südkorea zu einem der Top-Musikexportländer der Welt gemacht. Die Exporte erreichten im Jahr 2025 einen Höchststand von 301,7 Millionen US-Dollar und die Umsätze sind auf dem besten Weg, diesen Wert in diesem Jahr zu übertreffen. Die Exporte stiegen im ersten Halbjahr 2026 bereits um 125 %, wobei die koreanische Popmusikindustrie einen weltweiten Umsatz von satten 257,5 Millionen US-Dollar meldete. Heute wird Südkorea bei den Exporten nur noch von den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich übertroffen, was auf eine tiefgreifende Neuorientierung einer lange vom Westen dominierten Musikindustrie hindeutet.
Eine größere „koreanische Welle“, oderhallyuhat auch K-Dramen, K-Beauty und koreanisches Essen einem globalen Publikum zugänglich gemacht und so Kultur und Konsum in ganz Asien und darüber hinaus beeinflusst. Durch K-Pop und diese anderen Kulturexporte wäscht Südkorea geschickt die dunkleren Seiten seines Images, vom wachsenden InlandDominanzvon Chaebol-Familien bis hin zur anhaltenden militärischen Verstrickung des Landes mit den Vereinigten Staaten. Der Aufstieg des südkoreanischen Einflusses war sicherlich ein Schlag für die kulturelle Hegemonie des Westens – hat aber möglicherweise eine andere Form des Kulturimperialismus eingeläutet.
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Source: Jacobin