Faultline Faultline Kommando 161

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„Ungebrochen – gegen den rechten Normalzustand“

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Symbolbild · Leonhard Lenz / CC0 · Wikimedia Commons

Wir erleben ein Erzgebirge, in dem rechte Hegemonie immer sichtbarer wird. Ein Erzgebirge, in dem die AfD bei Wahlen Rekordergebnisse einfährt, in dem rechte Kandidaten Bürgermeisterämter gewinnen oder nur knapp verfehlen. Die Bürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema hat gezeigt, wie weit rechte Positionen inzwischen gesellschaftlich verankert sind. Rechte Erzählungen werden längst nicht mehr nur am Rand verbreitet – sie sitzen mitten im Alltag.  Gleichzeitig verschärfen sich die realen Probleme vieler Menschen:fehlende Perspektiven für junge Menschen, Wegzug, kaputtgesparte Infrastruktur, schlechte Verkehrsanbindung, Ärztemangel, steigende Lebenshaltungskosten und das Gefühl, politisch vergessen worden zu sein. Diese Wut ist real. Diese Frustration ist nachvollziehbar.  Aber unsere Antwort darauf kann niemals Menschenfeindlichkeit sein.  Es kann niemals die Lösung sein, gegen Geflüchtete zu hetzen, queere Menschen anzugreifen, antifaschistische Initiativen einzuschüchtern oder demokratische Errungenschaften zu zerstören. Es kann niemals die Antwort sein, wenn rechte Parteien und Neonazis versuchen, Hass zur politischen Normalität zu machen.  Im Erzgebirge sind organisierte rechte Strukturen seit Jahren aktiv.Der III. Weg versucht immer wieder, sich in der Region festzusetzen. Rechte Netzwerke organisieren Kampfsportevents, schaffen Treffpunkte und bauen Einschüchterungskulissen auf. Mit dem sogenannten „Schwarzen Heer“ entstanden neue militante Zusammenschlüsse, die offen an neonazistische Traditionen anknüpfen. Und noch immer leben Unterstützer*innen des NSU unbehelligt unter uns – in Sachsen, in unserer unmittelbaren Umgebung, in einer Region, in der rechte Gewalt nie verschwunden ist.  Währenddessen geraten antifaschistische Menschen und linke Räume zunehmend unter Druck.Bedrohungen, Angriffe, Diffamierungen und Einschüchterungen gehören vielerorts zum Alltag. Menschen ziehen sich zurück, weil sie Angst haben. Jugendclubs, alternative Kulturorte und solidarische Initiativen kämpfen ums Überleben.  Doch wir sagen: Schluss mit dem Schweigen.Schluss mit dem Wegducken.Schluss mit dem rechten Normalzustand.  Wir wollen zeigen, dass das Erzgebirge mehr ist als rechte Schlagzeilen und Wahlergebnisse.Dass es hier Menschen gibt, die solidarisch sind. Menschen, die widersprechen. Menschen, die an eine offene, soziale und demokratische Gesellschaft glauben.  Diese Demonstration soll Kräfte bündeln.Sie soll all jene sichtbar machen, die sich bislang allein gefühlt haben.Denn ihr seid nicht allein.  Kommt am 17.10.2026 um 13:00 Uhr mit uns auf die Straße.Bringt eure Freundinnen, Familien, Kolleginnen und Nachbar*innen mit.Lasst uns gemeinsam laut sein gegen rechte Hetze, gegen Einschüchterung und gegen die Normalisierung faschistischer Ideologien.  Für Solidarität statt Spaltung.Für Menschlichkeit statt Hass.Für ein Erzgebirge, in dem alle ohne Angst leben können.  Ungerbrochen – gegen den rechten Normalzustand. 17.10.2026 | 13:00 Uhr | Erzgebirge Kein Schweigen mehr. Kein Rückzug. Gemeinsam auf die Straße.

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Source: de.indymedia