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Rückfragen an nazismelden.org
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Des Weiteren stellt sich die Frage, wieso ihr nicht mit etablierten Recherche-Gruppen, welche es ja bundesweit gibt, gesprochen habt. Sie sammeln und kurieren bereits viel Wissen über die rechte Szene und sind häufig Teil lokaler Antifa-Strukturen. Eine Zusammenarbeit hätte dieser neuen Plattform sofort einen Vertrauensvorsprung gegeben. So wirkt es eher etwas auffällig, dass diese Zusammenarbeit nicht gesucht wurde. (Wir haben hier ein bisschen über eigene Netzwerke rumgefragt, dabei aber sicher nicht alle Recherchegruppen erreicht. Falls ihr hier Infos über eine Zusammenarbeit geben könnt, gerne.)
Diese Fragen stellen sich zum grundlegenden Vertrauen in eure neue Plattform.
Logistisch erscheint es uns ebenfalls unklar, wer nun wie Zugriff auf die Daten enthält. Ihr schreibt: „ Die Antifaschist*innen vor Ort überprüfen die Hinweise, bringen sie in Zusammenhang mit schon bestehenden Informationen und schauen, ob und was sie damit machen können." Aber wer sind diese Antifaschist*innen? Wie werden sie ausgewählt, und wie wird sichergestellt, dass brisanten Infos nicht in falsche Hände gelangen?
Ich hoffe, ihr versteht unsere Sorgen. Es ist keine allgemeine Ablehnung, aber wir sehen noch offene Fragen, bevor wir eure Plattform nutzen oder weiterempfehlen können.
Im Zuge der Transparenz würden wir uns über eine öffentliche Antwort freuen. Sonst sind wir aber auch unter co3t6s88t6chkilpfqe5j87a@systemli.org mit dem Key (36CC A476 007F 9849 4F71 D041 FA43 392E E832 214D) zu erreichen. Außerdem wäre es im Zuge der Nachvollziehbarkeit super, wenn ihr auf eurer Website einen eigenen PGP-Key veröffentlicht und eure Antwort damit signiert.
Grüße,
Antifaschist*innen aus dem Rhein-Main Gebiet
P.S.: Angehängt findet ihr eine signierte Version dieser Nachricht, sowie unseren public Key.
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