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Enough is Enough
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Am 26. September lief die Gruppe „Flora für Alle“ noch gemeinsam mit vielen linken Gruppen auf einer vermeintlich antimilitaristischen Demonstration, um nun offen zum Krieg gegen Israel aufzurufen. Die hohe Zahl demonstrativ zur Schau gestellter Pali‐Tücher auf jener Demonstration lässt jedoch darauf schließen, dass viele zwar gegen die NATO sein mögen, mit Waffen und Krieg aber offenbar kein Problem haben, solange es gegen Zionist•innen oder den Westen geht.
Die zur Demonstration am 7. Oktober aufrufenden Gruppen unterstützen auch die Islamische Republik Iran, die noch im Januar Proteste blutig niedergeschlug und dabei 30.000 Menschen getötet haben soll. Seit der Islamischen Revolution 1979 ist die Zerstörung Israels ein erklärtes Ziel des iranischen Regimes. Das allein scheint zu reichen, damit sich die Antizionist•innen bedingungslos hinter das Regime stellen. Dass es überall in der Region islamistische Milizen und Organisationen fördert – darunter die Hamas, den Islamischen Dschihad und die Hizbollah – und damit jede emanzipatorische Entwicklung in den Gesellschaften verhindert, stört offenbar nicht weiter.
Sofern die aufrufenden Gruppen überhaupt linke Inhalte vertreten, scheinen ihnen die Konsequenzen ihrer eigenen Forderungen egal zu sein. Ein „freies Palästina“ ist unter den gegenwärtigen politischen Kräfteverhältnissen kaum anders als unter islamistischer Herrschaft vorstellbar. Aber selbst das scheint akzeptabel zu sein, solange Jüdinnen und Juden keinen eigenen Staat mehr haben. Ganz neu ist diese Haltung allerdings nicht: Schon bei der Forderung „Bundeswehr raus aus Afghanistan“ waren die Folgen offenkundig. Vielen Linken scheint die Herrschaft der Taliban lieber zu sein, als Widersprüche innerhalb der eigenen Weltanschauung aushalten zu müssen.
Für eine emanzipatorische Linke gilt ohnehin: Nationale Befreiung ist keine Befreiung. Und außerdem: Dekolonisierung, so umfassend, wie der Begriff heute teilweise verstanden wird, kann es nicht geben. Das Rad der Zeit kennt nur eine Richtung, und was einmal vergangen ist, lässt sich nicht wiederherstellen. Es kann nur vorwärtsgehen – oder reaktionär zurück in eine vermeintliche Vergangenheit.
Es ließe sich noch viel über die aufrufenden Gruppen und das ganze Elend des antizionistischen Wahns schreiben, aber an dieser Stelle soll es reichen.
Einige der aufrufenden Gruppen gehen in „linken“ Räumen, speziell im B5 und im Café Knallhart, ein und aus und können diese für sich nutzen. Das geschieht nicht aus Unwissenheit: Das B5 hat sich seit Langem dem Antiimperialismus verschrieben, und das Café Knallhart hat sich wissentlich für diesen Weg entschieden. Diese Räume müssen als das gesehen werden, was sie sind: Orte, an denen Krieg und Genozid propagiert werden und an denen es keine Berührungsängste gibt, Islamisten zu unterstützen oder mit ihnen gemeinsame Sache zu machen.
Die Demonstration am 7. Oktober ist ein Aufruf zum Krieg gegen Israel und zum Genozid an seiner Bevölkerung. Sie ist Ausdruck offener Unterstützung für die Hamas und ihre Verbündeten, darunter die Hizbollah und das iranische Regime.
Gäbe es eine wirklich antifaschistische Bewegung in Hamburg, würde dieser reaktionäre Aufmarsch nicht ungestört bleiben.
Gegen jeden Antisemitismus!
Solidarität mit Israel!
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Source: de.indymedia