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Die Osnabrücker AfD und ihre Kandidat*innen
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Dieser Text sollte auf der Website des Recherche Kollektivs Osnabrück (https://rkos.noblogs.org/) veröffentlicht werden. Da auch wir von dem Ende von Noblogs betroffen sind, haben wir uns entschieden den folgenden Text auf Indymedia zu veröffentlichen. Eine bebilderte Version des Textes findet ihr unter den Dateien.
In Niedersachsen stehen am Sonntag, wieder die Kommunalwahlen an.
Wie schon bei den letzten Wahlen vor fünf Jahren versucht die AfD Osnabrück, ihre Kandidierenden in größerer Zahl in den Osnabrücker Stadtrat wählen zu lassen. In diesem Jahr wurde von der AfD Osnabrück erstmals auch ein Oberbürgermeisterkandidat aufgestellt. Doch wer sind diese ganzen neuen Kandidierenden und was machen sie, wenn sie nicht gerade für eine faschistische Partei antreten?
Für die insgesamt acht Wahlbereiche konnte die AfD zwölf Personen finden, die für sie kandidieren wollen. Das sind zwar mehr als bei den vorherigen Wahlen, aber immer noch deutlich weniger als bei den anderen Parteien.
Hier wird eine der Schwachstellen der AfD Osnabrück deutlich: Sie ist nicht in der Lage, eine mit anderen Parteien vergleichbare Anzahl ihrer Mitglieder zur Wahl aufzustellen.
Zwar konnten sie für jeden Wahlkreis der Stadtratswahlen in Osnabrück Personen finden, im Landkreis gibt es jedoch Gebiete, in denen niemand für die AfD antreten will, zum Beispiel in Belm und Ostercappeln. Das bedeutet nicht, dass es dort keine AfD-Mitglieder gäbe; vielmehr scheint der Backlash, den eine Kandidatur für eine rechte Partei mit sich bringt, zu groß zu sein. Protest und Gegenwind zeigen so ihre Wirkung.
Dazu kommt, dass die AfD im Raum Osnabrück in den letzten Jahren einen überdurchschnittlich hohen Mitgliederwechsel hatte, wodurch sich auch die Zusammensetzung der lokalen Struktur stark verändert hat. Von den sieben Männern, die 2021 aufgestellt wurden, treten nur noch Zwei auch für die kommende Wahl an.
Während sich bei den letzten Wahlen keine einzige Frau für die AfD Osnabrück aufstellen ließ, sind es nun vier. Nach der ersten Listenaufstellung im Januar 2026 fand sich zunächst nur Kerstin Otte als einzige Frau auf der Liste der Kandidierenden. Ein Umstand, der Florian Meyer, den Vorsitzenden des AfD-Kreisverbandes Stadt, sichtlich frustrierte. Auch wenn die AfD sowie Florian Meyer Frauenquoten ablehnen, war ein Frauenanteil von 1/12 doch nur schwer tragbar. Laut Meyer hatten bei der ersten Listenaufstellung drei Frauen vorgehabt, zu kandidieren; zwei hätten jedoch ihre Kandidatur zurückgezogen – wohl aus Angst vor Konsequenzen durch ihre Arbeitgeber und aus persönlichen Gründen. Dies änderte sich im Juni 2026, als die Liste nachträglich verändert wurde und drei weitere Frauen auf die AfD-Liste gesetzt wurden. Im gleichen Zuge wurden drei Männer von der Liste genommen (dazu später noch mehr).
Viktor Jersch war das einzige gewählte Mitglied der AfD im aktuellen Stadtrat, gab seinen Sitz allerdings an Alexander Garder ab. (Garder ist seitdem weder durch gut recherchierte noch erfolgreiche Anträge aufgefallen.) Aus diesem einen Sitz heraus kündigt die AfD Osnabrück an, bei den Wahlen dieses Jahr fünf Sitze machen zu wollen.
Die Kandidierenden
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Wahlbereich 1: Kerstin Otte
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Wahlbereich 2: Markus Kemper (Platz 1) und Jens Baumann (Platz 1)
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Wahlbereich 3: Thomas Heinrich Spohn
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Wahlbereich 4: Alexander Garder
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Wahlbereich 5: Giuliano Arno Steinmeyer (Platz 1) und Brigitta Spors (Platz 2)
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Wahlbereich 6: Friedhelm Leist
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Wahlbereich 7: Michael Meyer (Platz 1) und Katrin Mohring (Platz 2)
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Wahlbereich 8: Thorsten Wassermann (Platz 1) und Svetlana Spirina (Platz 2)
Oberbürgermeisterkandidat: Thorsten Wassermann
Für den Wahlbereich 1 (Gartlage, Innenstadt, Schinkel, Sonnenhügel) kandidiert Kerstin Otte. Sie ist erst seit kurzem Mitglied der AfD. Zuvor war sie bei den Corona-Leugner*innen aktiv. Kerstin Otte versucht, dem Stadtverband ein seriöses Auftreten zu verleihen. Die Expertin für Betriebsmanagement bei der „Regionalverkehr Start Deutschland GmbH” ist bei vielen der aktuellen Infostände der AfD anzutreffen. Trotzdem hat auch sie die anderen Mitglieder nicht unter Kontrolle. So schien es ihr sichtlich unangenehm zu sein, als Thore Berger, ein ehemaliges AfD-Mitglied, das mittlerweile eigenen Aussagen zufolge aus der Partei ausgetreten ist, einen Journalisten während eines Infostandes verfolgte und ihm gegen das Schienbein trat.
Für den Wahlbereich 2 (Darum-Gretesch-Lüstringen, Schinkel, Schinkel-Ost, Widukindland) kandidieren mit Markus Kemper (Platz 1) und Jens Baumann (Platz 2) zwei Personen. Markus Kemper ist seit 2024 Mitglied der AfD. Er ist seit dem 20. September 2024 verheiratet. Neben seinem politischen Engagement ist er Betreiber der Johannis-Bierstube in der Johannisstraße 8, was für die AfD natürlich praktisch ist, da sie mit der Kneipe einen zentralen und unkomplizierten Treffpunkt für ihre immer weniger regelmäßigen Stammtische haben. Aktuell behaupten sie jedoch, dass sie sich dort nicht mehr treffen würden. In der Vergangenheit haben dort mehrere Stammtische, teils mit „prominentem” Besuch, stattgefunden. Neben Kontakten zur AfD scheinen auch Kontakte ins Rocker-Milieu zu bestehen.
Ein weitaus länger aktives Mitglied ist Jens Baumann, der auf Platz zwei des Wahlbereiches 2 kandidiert. Er ist seit dem 15. Oktober 2016 Mitglied der AfD und kandidiert zum zweiten Mal für die Stadtratswahlen, nachdem es 2021 nicht geklappt hatte, das Amt zu beziehen. Er ist ein sehr aktives Mitglied, das nicht nur Ämter übernimmt, sondern auch gerne Infotische mit seinem schwarzen Skoda Yeti unterstützt. Darüber hinaus ist er regelmäßig bei städtischen Gedenkveranstaltungen präsent (z.B. zum 20.07.1944 oder der Reichsprogromnacht). Wenn er nicht für die AfD aktiv ist und arbeitet er eigenen Angaben zufolge als stellvertretender Lagerleiter/Facharbeiter für Lagerlogistik.
Thomas Heinrich Spohn möchte für den Wahlbereich 3 (Fledder, Innenstadt, Nahne, Schölerberg, Voxtrup) in den Stadtrat einziehen. Spohn ist kein Politikneuling. 2021 trat er erfolglos für die Liberal-Konservativen Reformer (LKR) bei den Stadtratswahlen an. Seit 2023 ist er Mitglied der AfD. Als Schatten von Florian Meyer fuhr er zum Bundesparteitag der AfD im Jahr 2024 und ist auch häufig bei den Infoständen der Partei anzutreffen. Vor kurzem hat Spohn geheiratet. In seiner Freizeit besucht er augenscheinlich gern auch mal den Hase Zirkus in der Hasestraße. Neben seiner Tätigkeit als Angestellter im Verdeckbau versucht er sich im Network-Marketing für Forever Living. Das ist ein ehemaliges MLM (Multi-Level-Marketing-Unternehmen, umgangssprechlich bekannt als „Schneeballsystem“) aus den USA. Über ihn kann man dort überteuerte Aloe-Produkte erwerben. Um die Produkte zu vertreiben, betreibt er eine Instagram-Seite, auf der er sich „Karottencoach” nennt. Die gleichnamige Website verlinkt auf die Website des Network-Marketing-Unternehmens Forever Living. Forever Living ist nicht das erste Network-Marketing-Unternehmen, für das Spohn arbeitet. 2007 war er für den Vertriebsaufbau der Marke Zija zuständig.
Alexander Garder ist das einzige aktuelle Stadtratsmitglied, das erneut für die AfD in den Stadtrat gewählt werden könnte. Er kandidiert für den Wahlbereich 4 (Innenstadt, Kalkhügel, Nahne, Schölerberg, Sutthausen). Er wurde am 18.09.1977 in Kasachstan geboren, war dort Armeeoffizier und zog im Jahr 2000 nach Deutschland. Hier übte er eine Vielzahl von Berufen aus. Heute arbeitet er als Kundenbetreuer bei der Eurobahn. Seit 2021 ist er Mitglied der AfD, für die er im selben Jahr erstmals erfolglos für den Stadtrat kandidierte. Nachdem Viktor Jersch am 30. Juni 2023 auf sein Mandat verzichtete, rückte Garder nach. Er ist somit derzeit die einzige Möglichkeit für die AfD, an der Ratspolitik in Osnabrück teilhaben zu können. Garder ist jedoch weder durch erfolgreiche noch durch gut recherchierte Anträge aufgefallen. So behauptete er beispielsweise, man könne im Osnabrücker Stadthaus nicht mehr mit Bargeld zahlen, was nicht stimmte. Zudem fiel er durch die Rechtfertigung eines homophoben Flyers der AfD Osnabrück auf. Das ist wenig überraschend, immerhin ist der zweifache Vater evangelikaler Christ und Mitglied der Encounter-Kirche (ehemals Lebensquelle) bzw. des Christus-Centrums Osnabrück. Erstere machte durch ihre sektenhaften Verhältnisse und Versuche, Homosexualität auszutreiben, von sich reden.
Mit Giuliano Arno Steinmeyer (Platz 1, Geburtsjahr 2004) und Brigitta Spors (Platz 2, Geburtsjahr 1967) wollen der jüngste und die älteste Kandidierende für den Wahlbereich 5 (Hellern, Wüste) in den Stadtrat einziehen. Giuliano Steinmeyer ist im Jahr 2022 mit 18 Jahren in die AfD eingetreten. Seit Januar 2026 ist der Verkäufer als Beisitzer des Kreisverbandes Osnabrück Stadt eigentlich für die Jugendarbeit zuständig. Dies scheint ihm aber nicht so zu liegen. Auf Veranstaltungen des AfD Kreisverbandes Osnabrück Stadt sind kaum jüngere Personen anzutreffen. Einen Generation-Deutschland-Ableger für Osnabrück gibt es bisher scheinbar auch nicht. Über die AfD und die Generation Deutschland (GD) vernetzt er sich allerdings niedersachsenweit und darüber hinaus. Beispielsweise besuchte er am 22.03.2026 mit Melissa Anter eine Veranstaltung des GD-Kreisverbandes Ems-Vechte und einen Stammtisch der AfD Nienburg mit MdB Ulrich von Zons. Am 08.03.2026 verteilte er mit dem gleichen AfD-Verband Blumen. Außerdem besuchten er und Anter eine Bollerwagen-Tour des GD Emsland. Bei über 36 °C hatten einige der Jugendlichen aber sichtlich zu tief ins Glas geschaut. Steinmeyer hat seine Ausbildung bei der Nordwestbahn in der Werkstatt in Ostwestfalen-Lippe gemacht (2020–2024).
Neben Thomas Spohn versucht auch Brigitta Spors, die sich selbst als freiberufliche Pharmareferentin und Personal Coach bezeichnet, ihr Glück bei mehreren Multi-Level-Marketing-Unternehmen. So gab sie an, Marktkoordinatorin Deutschland für Glantier Parfums zu sein. In der Vergangenheit war sie offenbar auch als Vertriebspartnerin bei Natura Vitalis tätig. Ihre AI-generierten Posts, die nicht für die Kachelgröße von Instagram angepasst wurden, scheinen allerdings nicht sehr erfolgreich zu sein. Brigitta gibt an, seit 2024 Mitglied der AfD zu sein. Sie ist eine der Frauen, die nachträglich zur Wahl aufgestellt wurden. Ob ihr Partner Martin D. wohl ein Problem mit ihrer Mitgliedschaft in einer extrem rechten Partei hat?
Der Kandidat für Wahlbereich 6 (Innenstadt, Westerberg, Weststadt, Wüste), Friedhelm Leist, ist Inhaber von Leist F. Superstudio. Dabei handelt es sich um ein Lampen- und Antiquitätengeschäft in der Martinistraße 30, das während der Corona-Zeit mit einem Schild aufgefallen ist, welches sich offensichtlich einladend an Personen aus dem Querdenken-Umfeld richtete.
Für den Wahlbereich 7 (Atter, Eversburg, Hafen, Westerberg) kandidieren Michael Meyer und Katrin Mohring.
Michael Meyer, geboren am 17.10.1986, gibt über sich selbst an, Familienvater und Unternehmer zu sein. Er ist seit 2021 mit Katerina verheiratet. Meyer ist Inhaber von M.EX Serv (Römereschstraße 34, 49090 Osnabrück), einem Hausmeisterservice, und organisiert zudem Flohmärkte und Handwerkermärkte. Außerdem können bei M.EX Serv Fotoboxen gemietet werden. Der nächste Flohmarkt findet am 27.09.2026 auf dem Gelände des Kleingartenvereins Natruper Tor e. V. statt. In diesem Jahr haben im KGV Natruper Tor bereits ein Flohmarkt stattgefunden und auf dem Gelände des KGV Schinkel e. V. zwei. In dem Kleingartenverein Natruper Tor e. V. hat letztes Jahr auch das Sommerfest der AfD Osnabrück stattgefunden, wovon sich der Kleingartenverein allerdings im Nachhinein glaubwürdig distanzierte. Michael Meyer gibt an, seit 2024 Parteimitglied zu sein. In den letzten Jahren trat er allerdings kaum öffentlich für die AfD auf.
Katrin Mohring ist Jahrgang 1979 und hat laut der NOZ fünf Jahre lang in Nordirland gelebt. Sie lebt allerdings seit einigen Jahren wieder in Osnabrück, wo sie bei den Niels-Stensen-Kliniken als Pflegefachkraft arbeitet. Sie vertritt öffentlich das rassistische Weltbild der AfD. So wird sie in einem Artikel der NOZ wie folgt zitiert: "Wir haben uns millionenfach Antisemiten ins Land geholt". Mit den „Antisemiten” meint sie alle muslimischen Menschen, die in den vergangenen Jahren nach Deutschland migriert sind. Solche generalisierenden Aussagen über Teile der Bevölkerung sind insbesondere mit Blick auf ihren Beruf untragbar, da sie für Menschen in sehr verletzlichen Situationen zuständig ist.
Mit Thorsten Wassermann stellt die AfD Osnabrück in diesem Jahr erstmals einen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters auf. Zusätzlich kandidiert er mit Svetlana Spirina im Wahlbereich 8 (Dodesheide, Haste, Pye, Sonnenhügel). Vor seinem Beitritt zur AfD im Jahr 2023 war Thorsten Wassermann zuerst beim Bund Osnabrücker Bürger (BOB) und dann bei den „Unabhängige für Osnabrück” (UfO) aktiv. Für BOB hatte er 2019 ein Mandat im Stadtrat erhalten, nachdem ein anderes Mitglied zurückgetreten war. 2020 sagte er sich dann von BOB los und saß ein weiteres Jahr als UfO in einer unabhängigen Position im Stadtrat.
2021 trat er ohne Erfolg für die Freien Wähler bei den Bundestagswahlen an. Zu Beginn der Corona-Pandemie war er in der Telegram-Gruppe „Grundrechte Osnabrück“ aktiv und nahm an den dazugehörigen Kundgebungen teil. Vor Ort gab er sein angebliches Wissen über die Lokalpolitik zum Besten und teilte nicht öffentliche Ausschussitzungstermine in Telegram-Gruppen. Beruflich war Wassermann lange Zeit als Fliesenlegermeister tätig, heute verdient er sein Geld allerdings nur noch als Vermieter. Er sagt, er könne sich deshalb besonders gut in die Probleme der Mieter:innen hineinversetzen. Thorsten Wassermann ist seit Jahren eine wichtige Person in der AfD Osnabrück. Er ist bei Infoständen präsent und besucht ihre Veranstaltungen. Seine Kandidatur ist somit nicht überraschend.
Svetlana Spirina ist die letzte Kandidatin für den Stadtrat. Sie scheint ihre Kandidatur bereits zu bereuen. Alle Fotos von ihr sind von den Social-Media-Profilen der AfD Osnabrück verschwunden und sie ist nicht auf der Website der AfD zu finden. Offensichtlich hatte die Kinderchirurgin nicht damit gerechnet, dass ihre Kandidatur nicht bei allen gut ankommt. Laut NOZ wurde der Arbeitgeber der Oberärztin der Kinderchirurgie, das Klinikum Lippe Detmold, mehrmals kontaktiert. Die Kritik an ihrer Kandidatur ist verständlich, immerhin arbeitet sie als Kinderchirurgin in einem besonders sensiblen Bereich. Kinder und ihre Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Herkunft, Religion, ihr Geschlecht usw. keinen Einfluss auf ihre Behandlung haben. Doch genau das muss bei Mitgliedern der AfD infrage gestellt werden. Sie selbst gibt an, seit 2023 Mitglied der AfD zu sein. Kurz vor der Wahl gibt sie nun an, aus der Partei ausgetreten zu sein. Zusätzlich zu ihrer Stelle als Oberärztin bietet sie Online-Beratungen an.
Im Gegensatz zum durchaus gefrusteten Florian Meyer haben wir diesen Rückzug begrüßt und verzichten deshalb derzeitig darauf an dieser Stelle die zahlreichen weiteren Informationen, die über sie zu finden sind, preis zu geben. Mittlerweile hat sie allerdings bekannt gegeben, dass sie, falls sie gewählt werden würde, trotzdem teil einer AfD Fraktion sein wolle.
Wie bereits erwähnt, treten drei Männer nicht mehr zur Wahl an: Es handelt sich um Stephan Schimweg, Thorsten Kemper und Dirk Ulrich Meyer-Koop. Warum, ist unklar. Bei einer Person könnten die Verbindungen zur neo-nazistische Szene ein Problem dargestellt haben. So versuchte Stephan Schirmweg im Jahr 2007, das Bahnhofsgebäude in Melle an die NPD zu verkaufen. Diese wollte das Gebäude als Schulungszentrum nutzen. In der NOZ wurde er wie folgt zitiert: „Rieger kann sich vorstellen, dort auch die Wiking-Jugend trainieren zu lassen“, so Schimweg". Die NPD hatte den Kaufvertrag bereits unterschrieben, ist dann aber doch noch zurückgetreten. Dieses Detail hat der heute 61-Jährige natürlich aus seiner Vorstellung auf Instagram weggelassen. Vor der AfD war Schimweg bei der Deutschen Zentrumspartei aktiv.
Dieser Text soll nur als erster Überblick über die vielen (teils neuen) Kandidat*innen der AfD dienen. Weitere Informationen können gerne per Mail (rk_os[at]riseup.net) an uns weitergeleitet werden. auch gern mit PGP Verschlüsselung, den öffentlichen Key gibt es auf Anfrage. Auch gerne mit PGP Verschlüsselung. Den Key gibts auf Anfrage.
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Source: de.indymedia