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Antikapitalistischer & antiautoritärer Block auf der Demo gegen Sozialkürzungen am 26.10 in Frankfurt: Zärtlich und radikal – gegen Verwertung und Kapital!

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Zärtlich und radikal – gegen Verwertung und Kapital! 

29.09.2026 - 11:00 Uhr -Willy Brand Platz - Frankfurt am Main

Im Rahmen des allgemeinen Aktionstages in Frankfurt gegen den Sozialabbau am 26.9.2026, rufen wir zu einem antiautoritären und antikapitalistischen Block auf, der sich gegen die Entsolidarisierung als Herrschaftsstrategie richtet.

Während die Reichen täglich reicher werden, scheuen sich CDU und SPD unter der Merz-Regierung nicht, Obdachlosigkeit, Hunger und die Exklusion armer oder kranker Menschen schamlos voranzutreiben.

Nichts anderes bedeutet die Abschaffung des Bürgergeldes. So ist inzwischen sogar die Sanktionierung staatlicher Transfergelder auf bis zu 0 Euro, inklusive Mietzahlungen, bei angeblichem Fehlverhalten möglich ist.

Auch die angedachte zusätzliche Drangsalierung Lohnabhängiger, etwa durch die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, die Abschaffung des 8-Stunden Arbeitstages, des Rechtes auf Teilzeit oder die Lockerung des Kündigungsschutzes spricht die schamlose Sprache eines Klassenkampfes von oben. In das Muster – Reiche beschenken, den Rest Schröpfen -   passen auch die Pläne zur Rente auf Aktienbasis.

Die Ausbeutung von Menschen mit Einschränkung entgegen der von der Regierung unterschriebenen UN-Behindertenrechtskonvention in sogenannten „Werkstätten“, fällt in ebenfalls in diese Kategorie.

Solidarität - Fehlanzeige!

Die Abgrenzung der Regierungsparteien gegenüber den extremen Rechten muss auch deshalb als Farce bezeichnet werden. Es ist schließlich kein Geheimnis, dass die FaschistInnen historisch häufig vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit, gestiegener Abstiegsängste und permanenter Krisenerfahrungen erstarken. Sparmaßnahmen sind Wasser auf den Mühlen der AfD - wer soziale Spaltung betreibt, spielt den Rechtsextremen in die Hände.

Anstatt den offensichtlichen Überfluss zu nutzen, um ein gutes leben für alle zu gewährleisten, versucht die Regierung uns auf harte, angeblich alternativlose Einschnitte einzuschwören. Während das Gros der Bevölkerung stärker kontrolliert wird und sich mit weniger zufrieden geben soll, dürfen einige Wenige Superreiche weiterhin ganz unbehelligt ihr Kapital mehren und über die noch billiger gemachte Ware Arbeitskraft jubilieren.

Die Zeichen stehen auf Verarmungspolitik und Entsolidarisierung. Ob Frauen*, Alleinerziehende, Kranke, Menschen mit Behinderung, Geflüchtete, Alte oder Kinder – sie alle sind oder werden durch die aktuellen Sparvorhaben besonders tangiert.

Durch den steigenden Druck auf direkt und indirekt Lohnabhängige, erleben diese Vereinzelung und Ohnmacht an Stelle von Selbstermächtigung.  Der Kapitalismus setzt Produktivität als Maßstab für Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen. So wird der tägliche Kampf um Existenz individualisiert und das Spardiktat zum Herrschaftsinstrument, das Hoffnung und Zeit für kollektive Gegenwehr im Keim erstickt.

Diesem Mechanismus wollen wir auch 26.9. etwas entgegensetzen.

Es ist aller höchste Zeit, die Politik der sozialen Spaltung anzugreifen und für eine Umverteilung des Reichtums in dieser Gesellschaft zu kämpfen. Dazu gehört auch ein Bekenntnis zur Care-Ökonomie: Versorgte haben ein Recht auf Selbstbestimmung und Sorgende dürfen daraus keine Nachteile haben. Wir wollen eine Gesellschaft, in der wir uns zärtlich umeinander Sorgen können statt in sozialer Kälte gegeneinander miteinander zu konkurrieren.

Während der DGB richtige Signale für Beschäftigung, Wachstum und Entlastung sieht, pfeifen wir auf ein System, das nur existieren kann, wenn es Elend produziert, um den Profit einiger Weniger produzieren.

Wir fordern:

  • Sozialabbau stoppen! Abschaffung aller Sanktionen! 
  • Schluss mit der Drangsalierung Lohnabhängiger!  
  • Vergesellschaftung der Care-Infrastruktur
  • Statt sparen bei den Armen, streichen bei den Reichen!
  • Statt Fetisch der Lohnarbeit, Zeit für Muße und Zärtlichkeit.

Für eine Welt ohne Verwertung und Kapital

In diesem Sinn freuen wir uns über eure Teilnahme an der Demonstration in unserem Block. Wir wünschen uns ein offenes Erscheinungsbild.

29.09.2026 - 11:00 Uhr -Willy Brand Platz - Frankfurt am Main

FAU Frankfurt
Frankfurter Forum für psychische Krisenbewältigung
Feministische Aktion 069
LOS! Offenbach Solidarisch
Kritik und Frankfurt [f]rankfurt

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Source: de.indymedia