Editorial Faultline AI Desk
Die Deutsche Bahn führt ein bundesweites Alkoholverbot an allen Bahnhöfen ein
Das Verbot gilt für rund 5.700 Bahnhöfe und Bahnsteige. Nach Angaben des Unternehmens wird die Maßnahme die Sicherheit und Sauberkeit erhöhen.
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Seit Donnerstag, 15. Oktober, 24:00 Uhr gilt an allen rund 5.700 Bahnhöfen der Deutschen Bahn inklusive Bahnsteigen ein bundesweites Alkoholverbot. Die Regelung gilt bundesweit für alle Bahnhofshallen und Bahnsteige, Ausnahmen bestehen jedoch für Gastronomiebetriebe innerhalb der Bahnhöfe. Diese Maßnahme stellt eine deutliche Erweiterung der bisher an fast 40 Großbahnhöfen, etwa in Köln, München und Hamburg, erprobten Regeln dar.
Die Durchsetzung des Verbots erfolgt über das Hausrecht der Deutschen Bahn, das den Sicherheitskräften des Unternehmens die Befugnis einräumt, einzugreifen. Nach Berichten vontazUndTagesschauDas Sicherheitspersonal ist angewiesen, mit „Diskretion und Urteilsvermögen“ gegen Personen vorzugehen, die gegen das Verbot verstoßen. Im schlimmsten Fall droht bei Zuwiderhandlungen ein Hausverbot.
Sicherheits- und Unternehmensbegründungen
Die Deutsche Bahn erklärte, das Verbot ziele darauf ab, Bahnhöfe für Fahrgäste und Mitarbeiter sicherer, sauberer und angenehmer zu machen. Das sagte Anja Bröker, Sprecherin der Deutschen BahntazDas Unternehmen geht davon aus, dass das Verbot zu weniger Konflikten und weniger Müll führen wird. Das Unternehmen zitierte eine Umfrage, in der 80 Prozent der Reisenden das Verbot befürwortetenTagesschau.
Als Auslöser für diesen Schritt identifizierte das Unternehmen einen konkreten Vorfall in Baden-Württemberg. Im Juli soll ein 36-jähriger Passagier, der Berichten zufolge betrunken war, bei einer Fahrkartenkontrolle einen 26-jährigen Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn geschlagen und getreten haben. Während des Kampfes stürzte der Mitarbeiter durch eine Lücke in einem fahrenden Zug.
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), äußerte Unterstützung für die Maßnahme. Im Gespräch mit demRheinische PostStreeck erklärte, Alkohol sei zwar nicht der Auslöser jedes Streits, könne aber Konflikte verschärfen und Hemmschwellen senken.
Risiken der Stigmatisierung und Vertreibung
Während das Verbot umgesetzt wird, haben soziale Organisationen Bedenken hinsichtlich der Art und Weise geäußert, wie es überwacht werden soll. Mirko Schwärzel, von der Bundesleitung der Bahnhofsmission, erzähltetazdass die Umsetzung nicht zu Ungleichbehandlung oder Stigmatisierung führen darf. Er betonte, dass die Regeln für alle gleichermaßen gelten müssten und dass Fußballfans und feiernde Gruppen genauso behandelt werden müssten wie Obdachlose.
Auch die Bahnhofsmission warnte vor möglicher Verdrängung. Schwärzel erzählteTagesschaudass die Gefahr besteht, dass soziale Probleme nicht gelöst, sondern lediglich von den Bahnhöfen in die unmittelbare Umgebung verlagert werden. Er forderte gemeinsame Konzepte der Deutschen Bahn und der Kommunen zur Bewältigung dieser Herausforderungen.
Unserer Einschätzung nach deutet die Abhängigkeit von Sicherheitskräften beim „Ansprechen“ auf Einzelpersonen auf eine Verlagerung hin zur strafenden Überwachung öffentlicher Räume hin. Indem das Unternehmen das Hausrecht zur Verhaltensregulierung nutzt, konzentriert es sich darauf, die in der Öffentlichkeit sichtbaren Symptome sozialer Not zu beseitigen – wie zum Beispiel Trunkenheit – und nicht die zugrunde liegenden Ursachen von Armut oder mangelnder sozialer Infrastruktur anzugehen.
Ausnahmen und Durchsetzung
Das Verbot erstreckt sich nicht auf den Innenraum von Zügen, wo der Alkoholkonsum grundsätzlich weiterhin erlaubt ist; Insbesondere verkauft die Deutsche Bahn weiterhin Alkohol in den Bordbistros der Fernzüge. Das Verbot gilt auch nicht für Bahnhofsgebäude, die nicht im Eigentum der Deutschen Bahn stehen.
Die neuen Regeln gelten täglich, auch bei Großveranstaltungen wie Fußball-Bundesligaspielen. Die Deutsche Bahn hat erklärt, dass sie in diesen Zeiten mit hohem Verkehrsaufkommen „Sensibilität und Augenmaß“ an den Tag legen wird.
Dieses Stück wurde automatisch von einem KI-Modell aus den unten aufgeführten Quellen generiert. Es wurde nicht von einem menschlichen Redakteur überprüft.
Quellen
Original reporting by Faultline / Kommando 161 — share it freely.